Ermittlungen. Im Skandal um die Weitergabe vertraulicher Vatikan-Dokumente an die Medien ist es am Donnerstag zu einer Festnahme gekommen. Der Haushofmeister des Papstes, Paolo Gabriele, wurde nach Angaben italienischer Medien von der vatikanischen Gendarmerie in der Wohnung festgenommen, in der er mit seiner Familie lebte.
Quartalszahlen. Während BOS und BTV im Westen besser verdienen, kämpft die BKS im Süden mit Gegenwind.
Gold-Silber-Bronze. Der Sieger des wichtigsten Titels im europäischen Vereinshandball steht noch nicht fest, der Lieferant der zu vergebenden Medaillen kommt aus Wien.
Der britische Ölkonzern BP hat die Gaspipeline Nabucco in ihrer ursprünglichen Form ("Nabucco Klassik") für tot erklärt. BP ist Teil eines Konsortiums (Shah Deniz), das in Aserbaidschan Gas fördert und über den Pipeline-Transport nach Europa entscheidet. Dafür verfolgten BP und der Partner Socar nun nur noch zwei Optionen, sagte der zuständige BP-Manager Iain Conn in einer Rede am Donnerstag: Eine verkürzte Version von Nabucco, die unter dem Namen "Nabucco West" bekannt ist und der Ausbau bestehender Regionalpipelines (South East Europe Pipeline - SEEP). (APA/Reuters)
Der neue französische Präsident Franois Hollande ist am Freitag zu einem Überraschungsbesuch in Afghanistan eingetroffen. Der Staatschef wird unter anderem von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian, Außenminister Laurent Fabius und Generalstabschef Edouard Guillaud begleitet, wie ein AFP-Korrespondent vor Ort berichtete. Bei dem mehrstündigen Besuch will Hollande in dem Land am Hindukusch stationierte französische Soldaten treffen. Nach Angaben aus seiner Umgebung möchte er ihnen persönlich erklären, warum er einen früheren Abzug der Soldaten aus Afghanistan anstrebt. Der Sozialist Hollande hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, bis Ende 2012 alle französischen Soldaten aus Afghanistan abziehen zu wollen. Beim NATO-Gipfel am vergangenen Wochenende in Chicago bekräftigte er diese Haltung. Dies sorgte für Irritationen bei den Verbündeten, die an dem beschlossenen Fahrplan der NATO zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen festhalten wollen. Danach sollen alle Kampftruppen bis Ende 2014 vom Hindukusch abgezogen werden. Derzeit sind rund 3350 französische Soldaten in Afghanistan stationiert. (APA/AFP)
US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Ägyptern zu einer "historischen" Präsidentenwahl gratuliert. "Wir freuen uns darauf, mit Ägyptens demokratisch gewählter Regierung zusammenzuarbeiten", erklärte Clinton am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die erste Runde der Präsidentenwahl sei ein "weiterer wichtiger Meilenstein beim Übergang zur Demokratie". Rund 50 Millionen Ägypter waren am Mittwoch und Donnerstag aufgerufen, unter zwölf Bewerbern ihren künftigen Präsidenten zu bestimmen. Für den 16. und 17. Juni ist eine Stichwahl angesetzt. Unterdessen erklärten die Muslimbrüder, ihr Kandidat Mohamed Morsy liege bei der Präsidentenwahl in Führung. Dies habe die Auszählung der Stimmen in 236 der insgesamt 13.000 Wahllokale ergeben, teilte der Vizechef der aus den Muslimbrüdern hervorgegangenen Partei für Gerechtigkeit und Freiheit, Essam al-Erian, in Kairo mit. Die Wahlkommission schätzte die Beteiligung auf rund 50 Prozent. Die Ergebnisse der ersten Runde sollen am Sonntag veröffentlicht werden. Wenn wie erwartet keiner der zwölf Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, findet die zweite Runde statt. Danach soll am 21. Juni bekanntgegeben werden, wer dem im Februar 2011 gestürzten langjährigen Staatschef Hosni Mubarak nachfolgt. (APA/AFP)
Die Rettung der verstaatlichten Groß-Sparkasse Bankia wird die klamme spanische Regierung deutlich teurer kommen als bisher gedacht. Wie ein Finanz-Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagte, wird das Institut den Staat am Freitag bei der Vorlage eines Restrukturierungsplanes um eine Geldspritze von mehr als 15 Milliarden Euro bitten. Weder das Geldhaus noch die Regierung wollte sich zu der Angelegenheit äußern. Die Regierung hatte erst am Mittwoch den Finanzbedarf auf mindestens neun Milliarden Euro beziffert. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte versichert, die Regierung werde den Bedarf der Großsparkasse voll decken. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone droht vor allem wegen der gravierenden Probleme der Banken immer tiefer in den Strudel der Schuldenkrise zu geraten und diese dramatisch zu eskalieren. Die Verluste bei Bankia sind ein wichtiger Grund für die Sorge der Finanzmärkte, dass die Bankenprobleme die Regierung dazu zwingen könnten, Finanzhilfe bei der EU zu beantragen. Bankia wurde Anfang des Monats in einer Nacht- und Nebel-Aktion teilweise verstaatlicht, weil das Institut die riesigen Verluste aus dem spanischen Immobilien-Crash nicht mehr schultern konnte. Bankia war erst vor zwei Jahren auf staatlichen Druck aus der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden. Spanien leidet schwer unter den Nachwehen einer vor vier Jahren geplatzten Immobilienblase, die dem Land inzwischen eine zweite Rezession und eine rekordhohe Arbeitslosigkeit eingebrockt haben. (APA/Reuters)
Der Hurrikan "Bud", der erste pazifische Hurrikan dieser Saison, steuert auf die Küste Mexikos zu und hat am Donnerstag weiter an Stärke gewonnen. Entlang der Pazifikküste südlich von Puerto Vallarta wurden bereits der Schulunterricht abgesagt und niedrig liegende Orte evakuiert. Auch Notunterkünfte wurden bereits eingerichtet. Die Hurrikanwarnung galt für ein mehr als 250 Kilometer langes Küstenstück auf der Höhe von Guadalajara. Mit Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern in der Stunde wuchs "Bud" am Donnerstag zum einem Hurrikan der Stufe 3 auf der fünfstufigen Hurrikan-Skala. Bis zum späten Freitag (Ortszeit) sollte der Sturm den Meteorologen zufolge der mexikanischen Küste gefährlich nahe kommen. (APA/sda/Reuters)






Verzeichnis





















