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Nachrichten aus der Wissenschaft über Mensch und Technik, Natur und Weltall. Aktuelle Reportagen, Analysen, Interviews.
Woran liegt's, wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappt? Bei Untersuchungen an Mitgliedern einer christlichen Gemeinschaft in Nordamerika haben Forscher jetzt neue Hinweise gefunden. Sie konnten eine Reihe zuvor unbekannter Fruchtbarkeitsgene bei Männern identifizieren.
Die Pläne für den Bau des bislang größten Radioteleskops nehmen Gestalt an: Das Square Kilometre Array soll sowohl in Südafrika als auch in Australien aufgestellt werden. Mit der Einigung endet eine monatelange Debatte. Forscher freut das, sie hoffen auf völlig neue Einblicke ins Universum.
Die Welt-Klimaverhandlungen verlaufen weiter schleppend. Daran konnte auch der jüngste Uno-Gipfel in Bonn kaum etwas ändern. Dabei drängt die Zeit: Das Kyoto-Protokoll läuft aus. Für das nächste Treffen in Doha bleibt viel Arbeit.
Premiere im Orbit: Erstmals hat eine private Raumkapsel an der Internationalen Raumstation angedockt. Astronauten an Bord der ISS fingen die "Dragon" mit einem Roboterarm ein. Das historische Manöver dauerte etwas länger als geplant - weil sich offenbar ein Lasermessgerät im Ziel irrte.
Ein neues Medikament zur Gerinnungshemmung kann in manchen Fällen zu tödlichen Blutungen führen. Europas Arzneikontrolleure wollen deswegen schärfere Vorschriften. Das Präparat biete aber immer noch mehr Vorzüge als Risiken, sagt die zuständige Behörde.
12.000 Deutsche warten auf ein Spenderorgan. Das Transplantationsgesetz soll die Bereitschaft zur Organspende erhöhen. Ob das gelingt, ist fraglich: Ärzte und Kliniken müssen schwierige Hürden überwinden, die Finanzierung ist unsicher - und Datenschutz-Fragen sind noch offen.
Reinigung vergessen: Wissenschaftler haben mit ihrem U-Boot Schnecken von einem Meeresgebiet in ein anderes transportiert. Nun warnen sie ihre Kollegen - damit nicht weitere empfindliche Ökosysteme ausgerechnet durch die Forschung verändert werden.
Haben Nahrungsmittelkonzerne deutsche Behörden unterwandert? Zahlreiche Mitglieder wissenschaftlicher Gremien, die gentechnisch veränderte Lebensmittel bewerten, sollen mit der Industrie verbandelt sein. Der Vorwurf: Die Gesetzgebung wird von Unternehmen beeinflusst.
Tausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspendegesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.
Sieben Monate Gefängnis - so lautet die Strafe für zwei Seeleute nach dem Crash des Containerschiffs "Rena" auf einem Riff vor Neuseeland. Die Staatsanwälte hatten grundlegende Inkompetenz der Schiffslenker bemängelt. Der Zusammenstoß zog schwere Öko-Folgen nach sich.
In Deutschland herrscht ein drastischer Mangel an Spenderorganen. Der Bundestag hat nun die Reform des Transplantationsgesetzes beschlossen. Die Entscheidungslösung sieht vor, dass sich jeder aktiv mit der Frage beschäftigen muss, ob er spendet oder nicht.
Ein Schmetterling macht Forschern Hoffnung: Der Kleine Sonnenröschen-Bläuling, einst nur höchst selten anzutreffen, breitet sich dank des Klimawandels in Großbritannien aus. Und das, obwohl er zuvor als höchst spezialisiert und sesshaft galt.
Das Problem bringt Fast-Food-Freunde seit über einem Jahrhundert an den Rand des Wahnsinns: Ketchup, der partout nicht aus der Flasche kommen will. Jetzt könnten Forscher das Problem endlich gelöst haben - mit einer Beschichtung, die der Sauce keine Chance lässt.
Hohe Temperaturen sind eine extreme Gefahr für Meeresschildkröten. Biologen haben den Bruterfolg der Reptilien in Costa Rica beobachtet. Das Ergebnis: Setzt sich die Erderwärmung fort wie bisher, werden sich die Überlebenschancen junger Schildkröten binnen Jahrzehnten halbieren.
Der Atomunfall von Fukushima wird bei Menschen kaum gesundheitliche Schäden verursachen - zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien der Vereinten Nationen. Auch die Arbeiter, die an vorderster Front gegen die Katastrophe kämpften, seien bisher nicht erkrankt.
Giftmüll aus Indien könnte bald nach Deutschland geschafft werden: Nach Angaben der indischen Regierung hat die Bundesrepublik angeboten, 350 Tonnen toxische Stoffe zu entsorgen. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, versichern die Behörden.
Wind- und Solarstrom sind chronisch unzuverlässig. Energiemanager suchen deshalb nach Speichern, die sie in dunklen und windstillen Zeiten anzapfen können. Ein norwegischer Konzern will Wasserkraftwerke im Norden zur Batterie für den ganzen Kontinent machen.
Es ist nur so klein wie eine Pampelmuse - aber es hält die gewaltigsten Tiere der Erde am Leben: Forscher haben bei Furchenwalen ein bisher unbekanntes Organ entdeckt. Es sorgt offenbar dafür, dass die riesigen Meeressäuger genügend fressen können.
Die Zahl der Schönheitsoperationen steigt - selbst Teenager legen sich inzwischen regelmäßig aus ästhetischen Gründen unters Messer. Jetzt tritt die Regierung in Italien auf die Bremse: Brustvergrößerungen bei Minderjährigen sind dort ab sofort verboten.
Patienten halten die Krebsfrüherkennung oft für nützlicher, als sie ist - selbst dann, wenn objektive Daten dagegen sprechen. Psychologen vermuten dahinter vor allem eines: die Überzeugungskraft der menschlichen Anekdote.