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radioWissen bietet eine Fülle unterschiedlicher Themen: Spannendes aus der Geschichte, Interessantes aus Literatur und Musik, Faszinierendes über Mythen, Menschen und Religionen, Erhellendes über Natur und Umwelt, Hintergründiges über aktuelle Themen im Gespräch. Die ganze Welt des Wissens - der radioWissen-Podcast liefert täglich ausgewählte Sendungen frei Haus - spannend erzählt, gut aufbereitet, nützlich für die Schule und bereichernd für alle Bildungsinteressierten.
Prof. Friedemann Schrenk hat die bislang ältesten Überreste der Gattung Mensch ausgegraben: Den Unterkiefer des 2,4 Millionen Jahre alten "homo rudolfensis". Der Paläoanthropologe und Leiter des Forschungsinstituts Senckenberg erzählt im Gespräch mit Thies Marsen unter anderem, wie es zu dem beeindruckenden Fund gekommen ist.

Die meisten würden wahrscheinlich sagen, dass das Auto unverzichtbar ist. Rein praktisch gesehen, natürlich. Aber ganz so wird es wohl kaum sein. Das Auto ist beinahe Fetischobjekt. Man kennt seine Macken und Vorzüge und baut fast eine persönliche Bindung zu ihm auf. Das Auto ist eben mehr als nur ein Auto. Autorin: Nicole Ruchlak
100 Stundenkilometer schnell, familientauglich und für unter 1.000 Reichsmark zu haben: So sollte nach Adolf Hitlers Vorstellungen das Auto aussehen, das die Deutschen mobil macht. 1935 ist der erste Prototyp des "Käfers" fertig. Autor: David Globig
Wie verändert sich die Rolle des Autos in der Gesellschaft und welche Trends zeichnen sich ab? Prof. Dr. Andreas Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel, im Gespräch mit Leslie Rowe.
audio Die Eiche - Der Baum der Götter - 24.05.2012
Thu, 24 May 2012 09:05:01 +0200
In der nordischen Mythologie ist die Eiche dem Donner- und Kriegsgott Thor geweiht. Bei den alten Griechen galt sie als Baum des Zeus, der auch als Blitz-Gottheit verehrt wurde. Schon in Urzeiten wurde die Eiche von den Menschen geschätzt, denn sie galt als Nahrungsbaum. Autorin: Dorit Kreissl
Obwohl die Böden karg und die Winter lang sind, obwohl sich kaum Industrie angesiedelt hat und viele Waldler anderswo Arbeit suchen mussten, verfügt der Bayerwald über einen enormen kulturellen Reichtum: Im Bayerischen Wald haben alte Bräuche überlebt´, und es blüht eine originelle Volkskunst. Autor: Herbet Becker
Er gilt als die stärkste kulturelle Waffe gegen die Lüge: der Schwur. Und er ist zugleich eine hilfreiche Brücke über die Schlucht des Misstrauens, das alle menschliche Beziehung seit jeher durchzieht. Autor: Geseko von Lüpke
Meinungsumfragen bescheinigen der Treue große Bedeutung: Mehr als 80 Prozent der Befragten in Westeuropa und den USA halten eheliche Treue für sehr wichtig. Tendenz steigend. Doch mit "Treue" meinen viele Menschen nicht die fürs ganze Leben, sondern die für die momentane Beziehung. Autor: Rolf Cantzen
Othello ist dunkelhäutig, und er ist fremd. Mit der Energie des Außenseiters arbeitet er sich nach oben, wird erfolgreichster Feldherr der Republik Venedig und verkehrt in den besten Kreisen. Ein Musterbeispiel für gelungene Integration, würde man heute sagen. Aber mit der Liebe zu Desdemona bekommt die intakte Fassade Risse. Autorin: Brigitte Kohn
Als Shakespeare 1616 in Stratford-upon-Avon starb, hinterließ er keine Manuskripte. In seinem Testament erwähnte er seine Tätigkeit als Schriftsteller mit keinem Wort. Das hat jahrhundertelang dazu geführt, dass man nicht glauben wollte, dass dieser Bürger aus Stratford, der nicht einmal studiert hatte, dieser Dichter von Weltrang gewesen sei. Autorin: Susanne Tölke
Schon zu Lebzeiten wurde der wichtigste Künstler der deutschen Renaissance als Star gefeiert. Das lag zum einen an der Qualität seiner Werke, zum anderen an seiner Geschäftstüchtigkeit: Der schöne Albrecht Dürer wusste sich in mehreren Selbstporträts gut in Szene zu setzen. Autorin: Dorit Kreissl
Es ranken sich zahlreiche Legenden um das Leben Martin Behaims - Schöpfer des ältesten erhaltenen Erdglobusses. Manchen galt er als der eigentliche Entdecker Amerikas, andere sahen in ihm denjenigen, der ein veraltetes Weltbild durch ein neues ersetzt hat. Autor: Herbert Becker
Das Wirtschaftswachstum vorherzusagen, ist ein schwieriges Geschäft. Denn Konjunkturprognosen beruhen auf zukünftigen Entscheidungen von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt. Wirtschaftsforscher arbeiten deswegen mit einem Modell unserer Volkswirtschaft. Autor: Stefan Schmid
Nach der Pleite von Lehman Brothers versuchte Bundeskanzlerin Merkel die Bürger zu beruhigen: Der Staat stehe für ihre Spareinlagen ein. Mit dieser Aussage ging die Kanzlerin freilich ein hohes Risiko ein. Autor: Hans-Joachim Vieweger
Welche Rolle spielen Gefühle in der Wirtschaft? Und wie lässt sich das erforschen? Prof. Martin Kocher, Verhaltensökonom an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Drei Dinge sind Vorgeschmack der kommenden Welt: Schabbat, Sonne und Beischlaf! Das behaupteten die angeblich so knochentrockenen Pharisäer. Aber nicht nur im Judentum finden wir einen überraschend unbefangenen Umgang mit erotischen Leidenschaften und sexuellen Abgründen. Autor: Christian Feldmann
Die Lust hat es schwer in der Philosophiegeschichte und in der Theologie: Von den einen wird sie pauschal verdammt: "Unzucht, Unkeuschheit, Wollust - die solches treiben, werden das Reich Gottes nicht erben", so der heilige Paulus. Andererseits gibt es aber auch lustfreundliche Traditionen. Autor: Rolf Cantzen
audio Arthur Schnitzler - Seelenreigen - 15.05.2012
Tue, 15 May 2012 09:05:01 +0200
Der promovierte Wiener Arzt, Arthur Schnitzler, gehört zu den einflussreichsten deutschsprachigen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Der Gedankenaustausch und die Freundschaft mit Sigmund Freud hatten großen Einfluss auf sein Werk. Autorin: Gabriele Bondy
Schon der 17-jährige Hugo von Hofmannsthal verfasste so formvollendete Verse, dass ihn seine Zeitgenossen als einen zweiten Goethe feierten. Nach seiner Sprachkrise, dargelegt im berühmten "Lord Chandos Brief", schrieb der Aristokrat unter Österreichs Dichtern in erster Linie Libretti für Richard Strauss. Autor: Hans-Christian Kosler
audio Arthur Schnitzler - Seelenreigen - 15.05.2012
Tue, 15 May 2012 09:05:01 +0200
Der promovierte Wiener Arzt Arthur Schnitzler gehört zu den einflussreichsten deutschsprachigen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Seine Erzählungen und Dramen faszinieren auch heute noch durch ihren psychologischen bzw. psychoanalytischen Tiefgang. Autorin: Gabriele Bondy
Mit seiner kompromisslosen und unbestechlichen Art steht der schlagfertige Redner Malcolm X für einen neuen Stolz der Schwarzen auf ihre Hautfarbe, ihre Herkunft und ihre Identität. Mit allen Mitteln - notfalls auch mit Gewalt - wollte Malcolm X gleiche Rechte für Schwarze erwirken. Autorin: Mira A. Schnoor
"Black Consciousness bedeutet vor allem, dass der Schwarze alle Wertsysteme zurückweisen muss, die versuchen, aus ihm einen Fremden in seiner eigenen Heimat zu machen." Der südafrikanische Menschenrechtsaktivist Steve Biko, von dem das Zitat stammt, wusste, wovon er sprach. Autorin: Gerda Kuhn
Was ist Intelligenz? Und: Ist Intelligenz angeboren oder erworben? Elsbeth Stern, Professorin für Psychologie und Intelligenzforscherin an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, im Gespräch mit Thies Marsen.
"65.536, 256, 16 - Was ist die nächste logische Zahl?" Das ist eine Frage, die in einem Intelligenztest gestellt werden könnte. Der sogenannte IQ-Test gilt immer noch als die beste Methode, um herauszufinden, wie intelligent jemand ist. Das Ergebnis äußert sich in einer einzigen Zahl. Autorin: Christina Teuthorn
Ein Meilenstein in der Geschichte der künstlichen Intelligenz: Vor 15 Jahren - im Mai 1997 - gewann erstmals ein Computer einen Schachwettkampf gegen einen amtierenden Weltmeister. Der Computer "Deep Blue" schaffte es, bis zu 200 Millionen Stellungen pro Sekunde vorauszuberechnen. Autor: Oliver Buschek
Kein Tier der Urzeit hat es zu einer solchen Popularität gebracht wie die Dinosaurier. Und ständig enthüllen Fossilien-Funde neue Fakten über ihr Leben und Sterben. So finden die Paläontologen immer mehr Hinweise auf die nahen Verwandtschaftsverhältnisse von Dinosauriern und Vögeln. Autorin: Iska Schreglmann
Höhlenmalereien und Mythen zeugen vom uralten Kult der "Großen Mutter". Sie wird als Lebensspenderin, Ernährerin, Heilerin gesehen, aber auch als Todbringende und Vernichterin. Sie heißt Shakti in Indien, Inanna-Ischtar in Mesopotamien, Demeter, Kybele - und Maria. Autor: Christian Feldmann
Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Massenwanderungen. Weil vor allem auf dem Land seit Mitte des 18. Jahrhunderts die Bevölkerung wesentlich rascher wuchs als das Angebot an Arbeit, drängten immer mehr Menschen in die Städte. Dort gab es trotz der beginnenden Industrialisierung nicht genügend Arbeitsplätze. Autorin: Susanne Merkle
Deutsche im Osten, das hat Tradition. Schon Iwan der Schreckliche holte deutsche Fachkräfte im 16. Jahrhundert ins russische Zarenreich. Unter Katharina der Großen gab es den größten Schub an Siedlern aus Deutschland. Autorin: Pauline Tillmann
Strafe muss sein. Tatsächlich? Wie sollte sie aussehen und was ist ihr Zweck? Prof. Johannes Kaspar, Strafrechtler und Kriminologe an der Uni Augsburg, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Wegsperren und Sicherheitsverwahrung gegen Kuscheljustiz und Mitleid? Jugendliche Gewalttäter und rückfällige Sexualstraftäter sind seit einigen Jahren in den Medien derart präsent, dass die Bevölkerung vor allem eins möchte: vor solchen Straftätern geschützt werden. Autorin: Daniela Remus
Wenn Täter ihre Strafe im Gefängnis abgesessen haben, müssen sie wieder freigelassen werden. Dies gilt nach deutschem Recht im Prinzip auch für verurteilte Mörder und Sexualstraftäter. Allerdings mit einer Ausnahme. Autor: Wolfram Schrag
Seit Jahrmillionen leben sie schon auf der Erde, aber irgendwie will sich der Mensch nicht an sie gewöhnen: Kakerlaken gelten als ekelig, gruselig - als Ungeziefer pur. Ihr gesunder Magen ist eines der Kriterien, warum Kakerlaken bis heute als die Überlebenskünstler schlechthin gelten. Autorin: Susi Weichselbaumer
Nichts ist, wie es scheint. Fische, Vögel, Echsen, Säugetiere sehen anders aus als sie sind - die einen größer und gefährlicher, die anderen unscheinbar oder fast unsichtbar. Tieren fällt unglaublich viel ein, um mit falschem Schein zu überleben. Autor: Florian Hildebrand
Als schillernder Dandy provozierte und schockierte Kierkegaard seine Kopenhagener Mitbürger mit einer Haltung der völligen Ablehnung des Selbstverständlichen. Berühmt geworden ist seine Wildgänse-Metapher: Die Menschen führen nicht ihr Leben, sie lassen sich führen. Autor: Michael Reitz
audio Freiheit - Wie viel für wen? - 02.05.2012
Wed, 02 May 2012 09:05:01 +0200
Dass der Mensch frei geschaffen sei und über sein Leben selbst bestimmen könne, das gehört zu den großen Versprechen der Moderne. Für dieses Recht haben Philosophen gestritten und Revolutionäre gekämpft. Aber trotzdem blieben Reichweite und Gehalt des Rechtes auf Freiheit umstritten. Autor: Christoph Fleischmann
Eigentlich wollte der 1912 geborene Verlegersohn aus Hamburg Opernsänger werden. Den Verlag des Vaters übernahm er nur widerwillig. Aber dank dieser Aufgabe - und einigen ärztlichen Attesten - wurde Axel Caesar Springer "unabkömmlich" und nicht eingezogen. 1945 sicherte er sich seine Zeitungslizenz. Autor: Ulrich Chaussy
Josef Neckermann - die Wirtschaftswunderlegende: Im Oktober 1935, zehn Tage nach Erlass der Nürnberger Rassengesetze, übernimmt er ein jüdisches Würzburger Textilkaufhaus. Ein Jahr später ein ebenfalls jüdisches Versandunternehmen mit Filialen in Nürnberg und Berlin. Autorin: Kirsten Zesewitz
Der erdnahe Weltraum ist übervölkert mit Satelliten und Sonden, aber auch mit abgebrannten Raketenstufen und Resten von Raumschiffen. Und als ob das nocht nicht genug wäre: Es wird immer wieder darüber spekuliert, radioaktiven Abfall und anderen kritischen Müll ins All zu schießen. Autor: Florian Hildebrand
Ohne sie gäbe es kein Fernsehen, keine Wettervorhersage und kein Navigationsgerät - Satelliten erweisen uns so mancherlei Dienste. Aber durch sie drohen auch Gefahren, wenn sie zum Weltraumschrott werden. Leslie Rowe im Gespräch mit Felix Huber vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Sputnik konnte noch nicht viel - eigentlich nur piepsen und im Orbit schweben. Ganze 92 Tage lang. Aber schon das war im Jahr 1957 eine so gewaltige Leistung, dass im Westen vom "Sputnik-Schock" die Rede war. Autor: Klaus Uhrig
Europäische Seeleute früherer Zeiten sollen Seekühe versehentlich für Meerjungfrauen gehalten haben. Denn trotz einer Körperlänge von bis zu vier Metern bewegen sich die rundlichen Meeressäuger durchaus grazil durchs Wasser. Autorin: Iska Schreglmann
audio Elefanten - die sanften Riesen - 26.04.2012
Thu, 26 Apr 2012 09:05:01 +0200
Ihre Größe lässt den Menschen ehrfürchtig werden, und ihr Gedächtnis ist sprichwörtlich. Elefanten dienen uns bis heute als Reit- und als Arbeitstier. In den Kriegen früherer Jahrhunderte dienten sie aber auch als "lebende Panzer". Autor: Geseko von Lüpke
Die Zehn Gebote sind die mit am besten bekannten Worte der Bibel. Sie gehören zu unserem fest verwurzelten kulturellen Erbe. Sie sind eine zeitlose moralische Instanz, die das Zusammenleben der Menschen seit Jahrhunderten regelt. Autor: Christian Feldmann
Er war kein ägyptischer Prinz, sondern ein zerlumpter Stammesführer hebräischer Nomaden. Er hat keine Zeile in der Bibel geschrieben und auch nicht die Zehn Gebote erfunden. Aber über die Jahrhunderte hinweg entfaltete er eine beispiellose Wirkung. Ohne Mose gäbe es weder Judentum noch Christentum. Autor: Christian Feldmann
Therese war die einzige Tochter von Prinzregent Luitpold, die Lieblingsnichte von Königin Marie. Sie musste ihr die Nachricht überbringen, dass ihr Sohn Ludwig II im Starnberger See ertrunken war. Autorin: Carola Zinner
Ein Tag verändert das Leben der erst 15-jährigen Elisabeth von Bayern vollkommen - als sie in Bad Ischl Kaiser Franz Joseph I. kennenlernt. Die beiden Mütter haben Elisabeths ältere Schwester Nene als Gattin für den österreichischen Kaiser vorgesehen, aber der hat nur Augen für "Sisi". Autorin: Brigitte Reimer
Seltene Erden und andere Bodenschätze - sie sind unverzichtbare Bestandteile unserer Hightech-Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, sinnvolle Recycling-Ideen zu entwickeln. Andreas Manhart, Öko-Institut Darmstadt, im Gespräch mit Susanne Merkle über wertvolle Rohstoffe, ihre Abbaumethoden und die Notwendigkeit von Recycling.
Kein Hightech-Produkt kommt ohne die Metalle aus, die Chemiker im 19. Jahrhundert "Seltene Erden" genannt haben. Ihre Namen muten fremd an, aber rar sind sie in Wahrheit nicht: Das seltenste, Thulium, ist auf der Erde immer noch häufiger als Gold oder Platin. Autor: Hellmuth Nordwig
Seit Anfang des Jahres verbieten die USA den Handel mit Mineralien aus Konfliktregionen. Deswegen hat die kongolesische Regierung ihre Konsequenzen gezogen: Mit Hilfe deutscher Experten entwickelte sie ein System, um Koltan, Kassiterit und Wolframit zu zertifizieren. Autorin: Bettina Rühl
Alle Kulturen definieren sich über Symbole - Farben sind die leuchtendsten unter ihnen. Welche Bedeutung eine Farbe in einem Kulturkreis hat, hängt von vielen Faktoren ab: den Schwierigkeiten ihrer Herstellung, der Kostbarkeit ihrer Rohstoffe. Autorin: Anja Mösing
Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt: Der Mensch ist ein visuelles Wesen. Rund 70 Prozent aller Sinneseindrücke nehmen wir über die Augen wahr. Aber sichtbar und vor allem bunt wird die Welt erst im Kopf. Ohne uns gibt es "da draußen" weder Licht noch Farbe. Autor: Florian Hildebrand
Alle sagen, es sei plump, tollpatschig und ungewöhnlich hässlich: Das Entlein wird ausgegrenzt, gebissen, ausgelacht und verlässt schließlich zu Tode betrübt den Entenhof. Auf seiner abenteuerlichen Reise entdeckt das hässliche Entlein dann aber, wo es wirklich hingehört. Autorin: Prisca Straub
Wer sich verändern will, der muss neue Wege gehen oder verschüttete wiederfinden. Denn vieles, was wir anders machen wollen, haben wir früher schon einmal beherrscht: die Freude an der Bewegung, das vernünftige Essen, ein Leben ohne Alkohol und Nikotin. Autorin: Gabriele Bondy
Bram Stokers "Dracula"-Roman von 1897 ist nicht der Anfang des medialen Gruselns. Auf der Opernbühne und überhaupt in der Musik gibt es sie schon sehr viel länger - blutsaugende Untote mit dem ganz besonderen Biss. Autor: Markus Vanhoefer
Sieben Jahre hat der irische Schriftsteller und Journalist Bram Stoker an seinem Hauptwerk gearbeitet. Die Vorlage für "Dracula" hatte er von einem ungarischen Professor, der ihm von einer Gruselfigur, dem rumänschen Fürsten Drakula, berichtet hatte. Autorin: Gabriele Bondy
Im Jahre 1807 beginnt in Preußen ein Reformprojekt, das die Grundlagen der ständischen Gesellschaft für immer erschüttern und Deutschland den Weg ins Industriezeitalter ebnen wird. Es ist eine Revolution von oben, unblutig ins Werk gesetzt von Staatsmännern, Verwaltungsfachleuten und Gelehrten. Autorin: Brigitte Kohn
Friedrich Wilhelm Raiffeisen war einer der Begründer des Genossenschaftswesens in Deutschland. Raiffeisen schuf Mitte des 19. Jahrhunderts Darlehnskassenvereine, um die Verelendung der bäuerlichen Bevölkerung zu verhindern. Autor: Thomas Morawetz
Der Mensch ist die "Krönung der Schöpfung", heißt es - er ist der "König der Evolution". Welchen Titel man auch wählt, der Mensch ist der, der auf der Welt bestimmt, denn er hat sich durchgesetzt. Warum sind wir Menschen in der Evolution geworden, wer wir sind? Autorin: Susi Weichselbaumer
audio Afrika - Die Wiege der Menschheit - 13.04.2012
Fri, 13 Apr 2012 09:05:01 +0200
Der Mensch kommt aus Afrika: Die tropischen Savannen im Osten des Kontinents, in denen heute Millionen großer Herdentiere ihrer Wege gehen, war das Paradies, in das der Mensch vor mehreren Millionen Jahren hineingeboren worden ist. Autor: Florian Hildebrand
Zuckmücken, Schnepfenfliegen, Rüsselkäfer, Gitterwanzen - gemeißelt in Gold! Für Wissenschaftler und Hobby-Forscher erschließt sich im Bernstein eine faszinierende Welt. Vor Jahrmillionen verendeten kleine und größere Tiere im flüssigen Baumharz. Autor: Bernd-Uwe Gutknecht
Kieselsteinchen nerven: Im Sommer stehlen sie sich schmerzhaft in Sandalen. Im Winter bohren sie sich hartnäckig in Stiefelsohlen. Wobei man ihnen in der kalten Jahreszeit ja eigentlich dankbar sein muss: Sie verhindern, dass man in hohen Hacken auf der Straße hinschlägt. Autorin: Susi Weichselbaumer
Gedemütigt, entwertet, entwürdigt wurde der Mensch in der Neuzeit - das jedenfalls diagnostiziert Sigmund Freud: Den Anfang machte Kopernikus im 16. Jahrhundert. Er widerlegte das geozentrische Weltbild. Autor: Rolf Cantzen
Einsamkeit sei der tiefste Grund der Conditio humana, schreibt der Essayist Octavio Paz in seiner "Dialektik der Einsamkeit". Wir seien zur Einsamkeit verurteilt, aber auch zu ihrer Überwindung. Und sie habe eine doppelte Bedeutung. Autorin: Renate Börger
"Es gibt nichts auf der Trompete, was nicht von ihm stammt - nicht mal im modernen Jazz", hat Miles Davis über ihn gesagt. Louis Armstrong verkörpert wie kein Zweiter die Geschichte des amerikanischen Jazz: Der Afroamerikaner hat die Musik seiner Heimatstadt New Orleans aufgesogen, geprägt und weltberühmt gemacht. Autor: Markus Mayer
audio Miles Davis - Kind of Blue - 10.04.2012
Tue, 10 Apr 2012 09:05:01 +0200
Miles Davis - wie Louis Armstrong ein schwarzer Jazzmusiker mit Trompete. Man nannte ihn Prince of Darkness wegen seines introvertierten, vibratolosen Trompetenspiels, das der Inbegriff von Coolness wurde. Mit "Kind of Blue" spielte Miles Davis das meistverkaufte Album der Jazzgeschichte ein. Autor: Frank Halbach
Ziegen sind neben Hunden die ersten Haustiere des Menschen - und ideal für trockene Gebiete: Die Wiederkäuer benötigen wenig Wasser, fressen harte und trockene Pflanzen und sind damit für den Menschen kein Nahrungskonkurrent. Autor: Rolf Cantzen
Seide knittert nicht, isoliert gut und glänzt so schön. Sie gehört zu den begehrtesten und umkämpftesten Stoffen der Welt - und das, obwohl sie eigentlich nur aus Insektenspeichel besteht. 1.200 Meter lang ist der Faden, der von einem einzigen Kokon abgespult werden kann. Autorin: Brigitte Kohn
Der Tübinger politische Philosoph Otfried Höffe (geboren 1943) gehört zu den einflussreichsten deutschen Denkern der Gegenwart. Seine Theorien kreisen um die Möglichkeiten einer durchführbaren umfassenden sozialen Gerechtigkeit - sowohl in den modernen Demokratien als auch in unterentwickelten Ländern. Autor: Michael Reitz
Philosophisches Denken ist für Jürgen Habermas kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug der Vernunft zur Entwicklung einer freien und gerechten Gesellschaft. Seine Diskursethik entwirft dafür ein ideales und dennoch nicht wirklichkeitsfremdes Verfahren. Autor: Michael Conradt
"Geboren ist der Mensch für die Furcht, für den Schmerz und - was noch elender ist - für den Tod", so heißt es in einem Traktat von Papst Innozenz III. (1198-1216). Diese Trostlosigkeit spiegelt die harten Lebensbedingungen der mittelalterlichen Menschen. Autorin: Brigitte Kohn
Friedrich Barbarossa, das sind eigentlich zwei Personen: der reale Kaiser, der im 12. Jahrhundert halb Mitteleuropa regiert. Und der mythische Barbarossa - im 19. Jahrhundert imaginiert als deutscher Superkaiser der Vergangenheit - der größte deutsche Herrscher im Mittelalter. Autor: Klaus Uhrig
Im Jahr 1831 startete Charles Darwin zu einer folgenreichen Weltreise. Fünf Jahre war er mit dem Schiff unterwegs und besuchte unter anderem die Galapagos-Inseln. Dort nahm er auch merkwürdige Bewohner wie die Galapagos-Finken in Augenschein. Autor: Florian Hildebrand
Wie groß ist der Einfluss von Darwins Evolutionstheorie auf die moderne Wissenschaft? Und wo sind die Grenzen dieses Erklärungsmodells? Der Philosophie-Professor Wilhelm Vossenkuhl von der Ludwig-Maximilians-Universität München im Gespräch mit Susanne Merkle.
Männer können nicht zuhören, Frauen nicht einparken - glaubt man populären Buchtiteln, so bestimmen die Lebensbedingungen der Steinzeit noch immer unser Verhalten. Nette Geschichten aus grauer Vorzeit, die sich für den Party-Small-Talk eignen. Autor: Gábor Paál
audio Der "gute" Vulkan - Leben am Ätna - 29.03.2012
Thu, 29 Mar 2012 09:05:01 +0200
Fast zärtlich sprechen die Sizilianer vom Ätna: "Il vulcano buono", der gute Vulkan, beschert ihnen fruchtbare Böden, Wasser und üppige Wälder. Und natürlich Touristen - vor allem, wenn wieder einmal die Gipfelkrater in rund 3.300 Metern Höhe Feuer und Asche speien. Autorin: Renate Ell
Die Anden sind mit ihren 7.500 Kilometern die längste Gebirgskette der Erde, entstanden vor etwa 150 Millionen Jahren. Sie erstrecken sich von Venezuela über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile. Ihre Naturlandschaften sind imposant. Autor: Gottfried Stein
Als Paradefall menschlicher Verworfenheit irrt Judas Iskariot durch die Geschichte, ein nicht zum Schweigen zu bringender Zeuge menschlicher Abgründe. Dabei wissen wir so gut wie nichts über ihn. Unser Judas-Bild setzt sich aus ein paar verachtungsvollen Andeutungen in der Bibel zusammen. Autor: Christian Feldmann
audio Hiob - Trotzdem "Ja" zum Leben - 28.03.2012
Wed, 28 Mar 2012 09:05:01 +0200
Hiobsbotschaften, der Begriff ist sprichwörtlich für schlechte Nachrichten in rascher Folge. Aber was weiß man über den Hiob des Alten Testaments? Er verliert seine Kinder, seinen Besitz, Gesundheit und soziales Ansehen. Er ringt mit seinem Gott. Autorin: Christine Pitzke
Es galt als revolutionärer Fortschritt, was Reichskanzler Otto von Bismarck in seiner Amtszeit durchsetzte: Seine Sozialgesetze - die Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung - prägen die soziale Sicherung in Deutschland bis heute entscheidend. Allerdings war es keine menschenfreundliche Solidarität, die Bismarck dazu veranlasste, diese Gesetze einzuführen. Autor: Nikolaus Nützel
Er lebte nicht von der Politik, aber für die Politik - und für Preußen. Als Sohn eines Rittergutsbesitzers 1815 geboren, entwickelte sich Otto von Bismarck bereits in jungen Jahren zu einem der bekanntesten Politiker Pommerns und dann Preußens. Autor: Rainer Volk
Wann wird Forschung zur Gefahr und was kann man dagegen tun? Regine Kollek, Mitglied im deutschen Ethikrat und Professorin für Technologiefolgeabschätzung der modernen Biotechnologie an der Uni Hamburg, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Mit 14 Jahren montierte Wernher von Braun Feuerwerksraketen auf einen Bollerwagen und erschreckte Spaziergänger auf der Berliner Tiergartenallee, denn er hatte ein Fernrohr geschenkt bekommen. Als er damit den Mond betrachtete, wollte er das Gefährt bauen, mit dem man dorthin fliegen konnte. Autor: Thomas Morawetz
16. Juli 1945. Die erste Atombombe explodiert in der Wüste von Neumexiko. So eine den Himmel aufreißende Detonation hatte die Welt noch nicht erlebt. Physiker hatten eine Waffe konstruiert, mit der man alles Leben auf dem Planeten auslöschen kann. Autor: Florian Hildebrand
In deutschen Dörfern und Städten gab es Jahrhundertelang Brunngemeinschaften und Wasserversorgungssysteme - separat für Bürger verschiedener Stände. Wer wem das Wasser reichen konnte, war durch den gesellschaftlichen Stand festgelegt. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert begannen Städte und Gemeinden Rohrleitungsnetze für alle einzuführen. Autorin: Bettina Weiz
Das Grundwasser ist der älteste und größte Lebensraum in Europa. Fast 70 Prozent unseres Trinkwassers gewinnen wir in Deutschland aus der Tiefe. Doch die Entdeckung des "Ökosystems Grundwasser" hat gerade erst begonnen. Autor: Lutz Reidt
"... die blaue Blume sehn' ich mich zu erblicken." Diese Worte legte der 1801 mit 29 Jahren verstorbene Dichter Novalis seinem Romanhelden Heinrich von Ofterdingen in den Mund. Mit diesen Worten vermachte Novalis nicht nur den Dichtern, Malern und Komponisten der deutschen Romantik ihr zentrales Symbol: die blaue Blume. Autorin: Ania Mauruschat
Heimat ist mehr als der Ort, an dem wir geboren und aufgewachsen sind. Was uns berührt, bewegt und manchmal auch sentimental werden lässt, sind die Gefühle, die wir damit verbinden: Vertrautheit, Geborgenheit, Dazugehörigkeit und ein selbstverständliches Angenommensein, das wir uns nicht erst verdienen müssen. Autor: Michael Conradt
"Ossian hat in meinem Herzen den Homer verdrängt!" Werther, der sensible Held aus Goethes Briefroman, nimmt vorweg, was wenige Jahre später die reale Leserschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts fast flächendeckend beteuert. Ossian, der Held schottischer und irischer Sagen, wird zur Ikone einer ganzen Epoche. Autorin: Carola Zinner
Im Alltagsleben der Münchner Familie Feuchtwanger verbanden sich über mehrere Generationen auf faszinierende Weise barockes Bayerntum und strenge jüdische Orthodoxie: Ihre zahlreichen Mitglieder gingen gern in die Berge, besuchten regelmäßig das Hofbräuhaus und verbrachten den Sommer am Starnberger See. Autorin: Carola Zinner
Bis zu dem abrupten Absturz der Finanzmärkte 2007 schien es so, als ließen sich mit komplexen mathematischen Modellen die Finanzrisiken beherrschen. Wissenschaftler wiesen auf die Grenzen dieser Modelle hin. Autorin: Agnes Handwerk
Wie sicher ist es, sein Geld in Rohstoff-Zertifikate anzulegen? Und wie sicher können Wertpapiere sein? Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest", im Gespräch mit Leslie Rowe.
An den Börsen sind seit einigen Jahren extreme Kurs-Kapriolen zu beobachten: Die Kurse großer Aktiengesellschaften können an einem Tag um mehr als zehn Prozent steigen oder fallen - manchmal nur wegen eines vagen Gerüchts. Denn an der Börse wird nicht die Gegenwart gehandelt, sondern die Zukunft. Autor: Stefan Schmid
audio Casablanca - Stadt der Gegensätze - 15.03.2012
Thu, 15 Mar 2012 09:05:01 +0100
Casablanca - kaum eine Stadt kann mit einem so poetisch klingenden Namen aufwarten. Er klingt nach Humphrey Bogart, Leidenschaft, Sehnsucht, großen Gefühlen. Die marokkanische Stadt hat auf den ersten Blick wenig Poetisches: Ihr Zentrum ist laut, schmutzig, stressig und chaotisch. Autor: Marc Dugge
Tunis, das ist arabischer Frühling, Revolution, der Geruch von Freiheit. Die Hauptstadt des kleinen Mittelmeerstaats rückte im Januar 2011 ins Licht der Öffentlichkeit, als die Tunesier ihren autokratischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali in die Flucht schlugen. Autorin: Sarah Mersch
audio Geld - Die Freiheit in der Tasche - 14.03.2012
Wed, 14 Mar 2012 09:05:01 +0100
Eigenes Geld erleben wir als wunderbare und wichtige Willens- und Wahlfreiheit. Geld organisiert zudem die arbeitsteilige Gesellschaft und kann friedensförderlich ein Weltnetz von Handelsbeziehungen und wechselseitigen Interessen knüpfen. Als Selbstzweck der Vermehrung allerdings ist es in allen Kulturen ein Problem. Autorin: Renate Börger
Fortuna, die Großzügigkeit: In alter Zeit war sie als "Gnade" ein göttliches Vorrecht, dann ein herrschaftliches der Könige. In der christlichen Religion hat sie als "Güte" einen Platz bekommen. Autorin: Anja Mösing
Der Wittelsbacher Clemens August I. wurde im Jahre 1723 Erzbischof von Köln und weltlicher Herrscher über mehrere Gebiete im Rheinland. Clemens August hielt sich aus allen Kriegen heraus und widmete sich stattdessen der kulturellen und künstlerischen Entwicklung des Rheinlands. Autor: Michael Reitz
August II., Kurfürst von Sachsen, König von Polen, gilt als eine der schillerndsten Herrscherfiguren des prunkliebenden Barock. Er beschäftigte namhafte Baumeister, Maler und Musiker und machte so seine Residenz zur Kulturmetropole. Autorin: Gabriele Bondy
Wer legt in Deutschland die Grenzwerte fest? Und wer kontrolliert die radioaktive Belastung der Umwelt? Wolfgang Renneberg, Chef des Büros für Atomsicherheit und ehemaliger Leiter der Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, im Gespräch mit Leslie Rowe.
Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima - Nach jedem Unglück in einem Atomreaktor ist die Verunsicherung der Bevölkerung riesengroß: "Becquerel", "Sievert", "Gray" - kaum jemand weiß, was sich hinter diesen Maßeinheiten wirklich verbirgt. Autor: Klaus Uhrig
Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben alle wieder das charakteristische Ticken und Knattern der Geigerzähler im Ohr. Dieses Geräusch zeigt unsichtbare, radioaktive Strahlung an - Strahlung, die für den Menschen extrem gefährlich sein kann. Autor: David Globig
Die Welt spricht vom Klimawandel, der Öl- und der Wasserkrise. Vom bedrohlichen Verlust der Böden durch Erosion spricht fast niemand. Die Erde unter unseren Füßen wird mit "Schmutz" und "Dreck" gleichgesetzt. Autor: Geseko von Lüpke
In früheren Zeiten galt sie als eine der sieben Todsünden. Heute scheint sie zu einem wichtigen gesellschaftserhaltenden Element geworden zu sein - die Habgier. Hohe Managergehälter und Bonuszahlungen, Steuermillionen in der Schweiz. Autor: Michael Reitz
audio Narzissmus - Von ganzem Herzen Ich - 07.03.2012
Wed, 07 Mar 2012 09:05:01 +0100
Selbstbewunderung, Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit - diese Eigenschaften finden sich seit jeher bei einigen Menschen, die damit anderen das Leben zur Hölle machen können. Autorin: Ania Mauruschat
Italo Svevo: Alle seine Romanfiguren tragen biografische Züge. Sie quälen sich in ungeliebten Brotberufen und fühlen sich lebenslang als untaugliche, verkannte Bürger - beschwert von unerfüllten Wünschen und Liebessehnsüchten. Autorin: Andrea Brüdern
Es begann Anfang des 13. Jahrhunderts in Flandern: gläubige Frauen schlossen sich zusammen, um keusch und gottesfürchtig zu leben - ohne sich in das strikte Korsett der Kirche einfügen zu müssen. Diese Frauen lebten in sogenannten Beginenhöfen. Autorin: Birgit Schmeitzner
1910 berichteten weltweit die Zeitungen über zusammengeschlagene Frauen, denen das Blut auf ihre weißen Kleider tropfte. Am "Schwarzen Freitag" war es vor dem Parlament in London zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen: Frauen hatten für ein Frauenwahlrecht demonstriert. Autorin: Henriette Wrege
Wie sicher ist der Blick in die Zukunft des Kimas? Und warum ist die Eiseskälte der vergangenen Wochen womöglich ein Indiz für die Erderwärmung? Klimaforscher Prof. Christian Schönwiese im Gespräch mit Thies Marsen.
Klimawandel ist ganz normal, seit es die Erde gibt. Man denke nur an die Eiszeiten. Ist der Erwärmungstrend, der weltweit seit den 1970er Jahren beobachtet wird, also womöglich auch nur eine natürliche Schwankung? Autorin: Renate Ell
Missernten, die zu Hungersnöten führten und Tausende von Menschenleben auslöschten. Packeis, das ganze Zivilisationen von der Außenwelt isolierte: In kaum einer Phase hatte die Menschheit so sehr mit den Folgen kühlen Klimas zu kämpfen wie in der "Kleinen Eiszeit" von Anfang des 15. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Autorin: Iska Schreglmann
Wenn der Adler seine Flügel ausbreitet, wenn er über Baumwipfeln kreist und in rauen Bergwänden nistet, wenn er im Sturzflug Beute macht, dann schwingt sich auch die Fantasie des menschlichen Betrachters zum Höhenflug auf. Autorin: Brigitte Kohn
Als Bär Bruno nach Deutschland kam, spaltete sich das Land in jene, die ihn töten wollten und andere, die in ihm die ersehnte Rückkehr der Wildnis in ein überzivilisiertes Land sahen. Doch mit der romantischen Verklärung des frechen, wilden Bruno scheinen auch tiefere Schichten des kollektiven kulturellen Unterbewussten angesprochen. Autor: Geseko von Lüpke
Tochter sein, ein Leben lang. Schicksal, aber auch Chance: Keine kannte Sigmund Freud so gut wie sie. Ein schwieriger Balanceakt, den eigenen Weg zu finden, der so stark vom Vater geprägt war. Autorin: Gabriele Bondy
"Der Trieb, sein Kind durch einen wohlklingenden Namen zu adeln, ist löblich", sagt Goethe. In Klang und Bedeutung schwingen die Wünsche und Hoffnungen mit, die Eltern ihrem Kind mitgeben. Wer die Trends bei der Namensgebung verfolgt, erfährt etwas über kollektive Wünsche. Autorin: Brigitte Kohn
Nach einer entbehrungsreichen Kindheit war Karl May als junger Mann auf die schiefe Bahn geraten und im Gefängnis gelandet. Dort hatte er mit dem Schreiben begonnen. Im exotischen Reich der Phantasie fand Karl May all die Eigenschaften und Möglichkeiten, nach denen er sich immer gesehnt hatte. Autorin: Carola Zinner
Die spätere Käthe Kollwitz wird 1867 als Käthe Schmidt in Königsberg geboren. Mit 14 erhält sie ihren ersten Zeichenunterricht, nachdem der Vater ihr Talent entdeckt hat. Mit 18 geht sie zunächst nach Berlin, dann nach München, um Malerei zu studieren. Autorin: Brigitte Reimer
Die Zeichnungen Heinrich Zilles spiegeln die soziale Realität Berlins um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Wer sie ansieht, riecht den Kohlgeruch, der durch die Mietskasernen zieht, spürt die Feuchtigkeit Berliner Kellerwohnungen. Autorin: Gabriele Knetsch
Wie mächtig ist Indien? Wie geht es mit wachsenden sozialen Spannungen um? Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit Susanne Merkle.
Seit seiner Unabhängigkeit ist Indien ein Land der Gegensätze - zwischen arm und reich, zwischen Nord und Süd. Immer wieder belasten innere Konflikte das politische Klima. Doch die größte Demokratie der Welt hat bisher immer Wege gefunden, sie in Schach zu halten. Autorin: Sandra Petersmann
Indiens Wirtschaft wächst - und mit ihr ist auch eine neue Mittelschicht entstanden: junge, gut ausgebildete Leute, die Software entwickeln, als Büroarbeiterinnen oder Flugbegleiter arbeiten. Autor: Achim Nuhr.
Als "Gift", gegen das wir uns mit Grenzwerten wehren, gilt heute vor allem Industrieabfall, der heimtückisch seinen Weg in Atemluft, Trinkwasser und Nahrung findet. Vernachlässigt wird, dass auch zahlreiche Pflanzen, mit denen wir im Alltag umgehen, toxische Wirkungen entfalten. Autor: Thomas Kruchem
Jeder von uns hat schon mit Heilpflanzen zu tun gehabt: Baldrian, Kamille und Melisse beispielsweise wirken beruhigend und dienen oft als sanfte Schlafmittel. Ringelblumen-Salben gelten als entzündungshemmend und verbessern die Wundheilung. Autorin: Veronika Bräse
Der Umgang mit Schuld und Verfehlungen gehört bis heute zu den Grundthemen des Menschseins. Die jüdisch-christliche Tradition bietet einen Jahrtausende lang erprobten Weg, um Seelenfrieden zu erlangen. Es sei nötig, Buße für begangene Sünden zu tun. Autor: Uwe Birnstein
Die Zeiten, da man sich das Fegfeuer als jenseitigen Glutofen vorstellte, sind auch in der Kirchenlehre lange vorbei. Wie kommt es zu der neuen theologischen Vorstellung von einem menschenfreundlichen Gott, der ein nicht ganz gelungenes Leben am Ende doch noch ins Lot bringt? Autor: Christian Feldmann
Der Jodler - eine rein alpenländische Singform? Es ist eine weit verbreitete Meinung, wenn auch eine sehr alpenzentristische Auffassung, dass nur in der Region zwischen Berchtesgaden und Bern gejodelt wird: Der typische, spontane Wechsel von Kopf- auf Bruststimme ist weltweit zu hören. Autorin: Ulrike Zöller
Das bayerische Wirtshaus ist - nach Meinung des Autors - eine Errungenschaft, die in ihrer Bedeutung den barocken Zwiebeltürmen in der Voralpenlandschaft mindestens gleichkommt. Zu keiner Zeit hat es allein der Nahrungsaufnahme gedient. Autor: Herbert Becker
audio Das Sacher - Eine Wiener Legende - 20.02.2012
Mon, 20 Feb 2012 09:05:01 +0100
Das "Sacher", eine Wiener Institution, steht seit rund 130 Jahren nicht nur für eine berühmte Torte, sondern für den verfeinerten Lebensgenuss schlechthin. Gegenüber der Wiener Staatsoper lockt hinter verführerischen Torten-Auslagen ein Luxushotel der Extraklasse. Autorin: Renate Währisch
Sind die Grenzen des Wachstums erreicht? Führt mehr Wachstum nur zu mehr Umweltbelastung und größerer sozialer Ungleichheit? Roland Zieschank, Politologe an der FU Berlin im Gespräch mit Leslie Rowe.
Jeder Wirtschaftsminister würde gerne möglichst viel Wirtschaftswachstum aus dem Hut zaubern. Denn dann wäre der Wirtschaftskuchen ein gutes Stück größer, den seine Wähler genießen können. Autor: Stefan Schmid
Für die einen ist es die Umweltbibel schlechthin - für die anderen ein weiteres unrealistisches Weltuntergangsszenario: Vor 40 Jahren hat der Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums" veröffentlicht. Autorin: Christine Bergmann
Lebensmittelverpackungen sollen zum Kauf animieren und den Inhalt schützen. Immer länger sollen abgepackte Gemüse, Fleisch und Fertiggerichte genießbar bleiben - und zugleich frisch aussehen. Deshalb werden die Packungen unter Schutzgas-Atmosphäre versiegelt. Autor: Hellmuth Nordwig
In den vergangenen Jahrzehnten haben Wissenschaftler die unwahrscheinlichsten Werkstoffe entwickelt: selbstreinigendes Glas für Kamera-Linsen, schmutzabweisende Kleidung und Schiffsrümpfe, die sozusagen übers Wasser gleiten. Wunder der Moderne! Oder? Autor: Klaus Uhrig
Politiker übernehmen sie meistens erst dann, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt, während sie bei einem Feuerwehrmann oder Arzt stillschweigend vorausgesetzt wird - die Verantwortung. Der Begriff beschreibt die Befähigung, eine Antwort zu geben - zum Beispiel auf Fehler, die man gemacht hat. Autor: Michael Reitz
Der jüdische Philosoph Hans Jonas war nicht der Erfinder des Umweltbewusstseins, wohl aber dessen Vordenker. Sein aufrüttelndes Buch "Das Prinzip Verantwortung", das 1979 erschien, verschaffte dem gerade erwachten ökologischen Denken die theoretische und moralische Tiefendimension. Autor: Michael Conradt
Nach dem Scheitern der 68er Revolte tauchte in den 70erJahren ein neuer Typus von Pop-Künstlerinnen auf: Songschreiberinnen wie Carole King, Joni Mitchell und Stevie Nicks ergründeten in ihren Liedern nicht nur das eigene Selbst. Sie zeigten auch, dass das Private politisch sein kann. Autor: Markus Mayer
Mitten im Kalten Krieg einigen sich Ost und West auf eine "Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (KSZE). Der Vorschlag kam von den Staaten des Warschauer Paktes, weshalb der Westen zunächst misstrauisch reagiert. Autorin: Ulrike Beck
Vaclav Havel wird 1936 in eine vermögende, großbürgerliche Familie in Prag geboren. Nach der Enteignung der Eltern in der sozialistischen Republik muss er viele Umwege nehmen, um seinen erträumten Beruf ausüben zu können. Autor: Ulrich Chaussy
Es gibt es in Pillen, als Pulver und im Saft: Vitamin C. Es gilt als die "Wundermedizin" gegen Erkältungen, und in Äpfeln und Orangen wirkt Vitamin C sogar noch besser. Vitamine sind Nahrungsbestandteile, die unser Körper selbst nicht herstellen kann, die aber überlebensnotwendig sind. Autorin: Yvonne Maier
Wie sinnvoll ist die Einnahme von künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen? Wie aussagekräftig sind Ernährungsstudien? Prof. Volker Schusdziarra, Leiter der Ambulanz für Ernährungsmedizin im Klinikum Rechts der Isar, im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
Vitamine sind lebenswichtig. In früheren Zeiten starben viele Menschen an Vitaminmangel, und Skorbut war lange Zeit eine gefürchtete Vitamin-C-Mangelerkrankung: Auf den Reisen des portugiesischen Seefahrers Vasco de Gama raffte die Krankheit meist einen Großteil der Besatzung dahin. Autorin: Veronika Bräse
In vergangenen Jahrhunderten galt Salz als "weißes Gold". Salz war eine Währungseinheit. Städte oder Regionen, die Salzvorkommen besaßen, waren reich! Heute gibt es ausreichend Salz in den Supermärkten, die Hersteller unterbieten sich mit Sonderangeboten. Autor: Bernd-Uwe Gutknecht
Schnell schickt man heute einen unliebsamen Zeitgenossen dahin, wo der Pfeffer wächst - in der Hoffnung, er möge eine gute Weile wegbleiben. Tatsächlich dauert die Suche nach dem "Schwarzen Gold" schon geraume Zeit. Autorin: Susi Weichselbaumer
Wenn wir berührt sind, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes bewegt; sind seelisch und physisch animiert. Im Gegensatz zu intensiven, gezielten Reizen mit überwältigender Wirkung, ist das Berührtsein ein eher subtiles Geschehen. Autorin: Renate Börger
Vor wenigen Jahren war der Begriff "Zivilgesellschaft" noch eine Vokabel im Fachchinesisch der Soziologen und umschrieb vage einen "dritten Sektor" zwischen der Macht der Ökonomie und der Macht der Politik. Dies ist spätestens seit den gigantischen Demonstrationen vor dem Ausbruch des zweiten Golf-Krieges anders. Autor: Geseko von Lüpke
Meist wird Sturmhöhe als Liebesroman gelesen, als Geschichte einer urgewaltigen Leidenschaft. Es gibt aber auch eine andere Lesart: Sturmhöhe erzählt eine Familiengeschichte, in deren Zentrum ein Geheimnis seine zerstörerische Kraft entfaltet. Autorin: Dorothea Keuler
"Es ist viel besser, tätig zu sterben", sagte Charles Dickens, als ihn Freunde baten, weniger zu arbeiten. Er war zur Ruhe unfähig. Seine Romane mit den eindringlichen Milieubeschreibungen - "Die Pickwickier", "David Copperfield", "Nickolas Nickleby", "Oliver Twist" u. a. - sowie seine Weihnachtserzählungen hatten ihn berühmt gemacht. Autor: Herbert Becker
Sein Name ist Programm. Die nach ihm benannten "potemkinschen Dörfer" sind auch heute noch das Synonym für Lug und Trug. Doch wer war Potemkin wirklich? Genie? Hochstapler? Günstling und einflussreichster Berater am Hofe der Zarin Katharina II.? Autorin: Gabriele Bondy
Über Grigorij Rasputin, den frommen Bauern und Wunderheiler, den Sexbesessenen und Trunkenbold am Hof des letzten russischen Zaren, ist viel spekuliert worden. Schon zu Lebzeiten eine Legende, gehört Rasputin zu den Personen der Geschichte, die jeder kennt und über die niemand wirklich etwas weiß. Autorin: Julia Smilga
Was genau ist am Smalltalk so schwierig, was macht ihn so paradox und wie sprechen Jugendliche? Prof. Arnulf Deppermann, Linguist am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Oberflächlich, geistlos und überflüssig - viele halten Smalltalk für eine echte Zumutung, jedenfalls für Menschen mit Intelligenz und Format. Aber was tun, wenn die intelligente Frau von Format morgens in den Aufzug steigt - und er steht drin: der Traummann, der ihr schon so oft aufgefallen ist und mit dem sie noch kein Sterbenswörtchen geredet hat? Autor: Thomas Morawetz
Seit wann spricht der Mensch? Und wie hat es geklungen, was Menschen von sich gaben, als sie vor vielen Tausend Jahren die Sprache entwickelten? Diese Fragen beschäftigen Forscher schon seit geraumer Zeit, und sie haben auch eine ganze Reihe von Antworten gefunden. Autor: Nikolaus Nützel
audio Insekten - Klein aber mächtig - 02.02.2012
Thu, 02 Feb 2012 09:05:01 +0100
Sie existieren seit über 400 Millionen Jahren - genügend Zeit für Insekten, um die Erde zu erobern: So ist ihre Biomasse schätzungsweise um eine Zehnerpotenz höher als diejenige aller Menschen zusammen, und sie machen etwa 90 Prozent aller Tierarten aus. Autorin: Nicole Ruchlak
Honigbienen sind für die Volkswirtschaft unentbehrlich und sie sind ein Triumph der Evolution. Seit etwa 40 Millionen Jahren verrichten sie ihr Werk, und das immer nach dem gleichen Staatensystem. Sie haben sechs Beine und Flügel, doch abgesehen davon sind Honigbienen dem Menschen so ähnlich wie kein anderes Insekt. Autorin: Susi Weichselbaumer
Die Bibel erzählt, wie die Königin von Saba zu Salomon auf Besuch kommt: Sie hat von seiner Weisheit gehört und will ihn nun "mit Rätselfragen prüfen". Im Laufe der Jahrhunderte hat der dürre Bericht aus dem Buch der Könige immer wieder Geschichtsschreiber inspiriert, das Fehlende aus eigener Feder beizusteuern. Autorin: Imogen Rhia Herrad
audio Lilith - Adams erste Frau - 01.02.2012
Wed, 01 Feb 2012 09:05:01 +0100
Eine circa 1.100 Jahre alte hebräische Sage erzählt, dass Adam vor Eva schon eine andere Frau hatte: Lilith. Sie war von Gott gleichzeitig mit Adam aus Erde erschaffen worden. Als Adam von ihr Unterwerfung forderte, widersetzte Lilith sich, verließ den Garten Eden und machte als unsterbliche Dämonin Karriere. Autorin: Christiane Adam
Johann Sebastian Bach, Superstar. Für uns ist er einer der Titanen der Musik, ein Denkmal, das die Jahrhunderte unbeschadet überdauert hat. Das Bild trügt, denn die weltweite Popularität des Thomaskantors ist ein Phänomen, das sich erst posthum einstellte. Autor: Markus Vanhöfer
Wolfgang Amadeus Mozart starb seiner Meinung nach eher zu spät als zu früh. Durch unkonventionelle Ansichten, exzentrisches Verhalten und verblüffende Einspielungen klassischer Musik sorgte Ausnahmepianist und Bachspezialist Glenn Gould für Aufsehen. Autor: Markus Mayer
Gustav Klimt gilt als der Maler des Wiener Jugendstils, Alma Schindler galt als schönstes Mädchen Wiens um 1900. Als sie 17 war, warb er um sie. Doch mehr als einen Kuss gab es nicht, das verhinderten die Eltern. Autorin: Susanne Tölke
Mit 18 gilt sie als schönstes Mädchen Wiens - Gustav Klimt macht ihr den Hof: Alma Schindler, die später Alma Mahler-Gropius-Werfel heißen wird. Die Affäre mit Klimt vereitelt der Stiefvater - Alma sei schließlich ein anständiges Mädchen und soll heiraten. Autorin: Brigitte Reimer
Rund 18 Prozent der Erwachsenen gelten als fettleibig. Was sind die Ursachen? Üppige Speisen und wenig Bewegung - das allein erklärt längst nicht alles. Auch Gene kann man nicht pauschal für die Speckröllchen verantwortlich machen. Autorin: Ingeborg Hain
Leben dicke Menschen ungesünder als dünne? Sind zusätzliche Pfunde tatsächlich so bedenklich, wie Gesundheitsratgeber oft warnen? Welchen medizinischen Nutzen haben Aufklärungs- und Abnehmkampagnen? Prof. Achim Peters im Gespräch mit Miriam Stumpfe
Zu viel Zucker, zu viel Fast-Food und zu wenig Bewegung: Wir werden immer dicker. Schon Kindergartenkinder haben Übergewicht, und das werden sie ihr ganzes Leben nicht mehr los. Autorin: Yvonne Maier
Der Klimawandel und die von ihm ausgehende Bedrohung ist in den Schlagzeilen ständig präsent. Was die Zukunft bringt, kann auch der findigste Forscher nicht vorhersagen - aber anhand von Sedimentgesteinen aus der Vergangenheit lernen. Autorin: Iska Schreglmann
Gletscher-Wanderungen sind momentan sehr beliebt. Kein Wunder, denn in naher Zukunft wird von den Gletschern nicht mehr viel zu bewundern sein. Aufgrund der Klimaveränderungen, aber auch wegen der hohen Umwelt-Verschmutzung geht das gar nicht "ewige Eis" immer weiter zurück. Autor: Bernd-Uwe Gutknecht
Sie waren ihrer Zeit weit voraus, waren ganz Frau und doch nicht an Kind und Küche gebunden. Diese Mütter führten ein aufsehenerregendes Leben und waren nicht überall hoch angesehen - und das, wie im Fall von Johanna Schopenhauer, nicht einmal bei ihrem eigenen Nachwuchs. Autorin: Gabriele Bondy
Marie d'Agoult ist heute nur noch als langjährige Geliebte von Franz Liszt und als Mutter von Cosima, Richard Wagners zweiter Frau, bekannt. Marie d'Agoults Verbindung mit dem sechs Jahre jüngeren Komponisten gehört zu den turbulentesten Liebesbeziehungen der Weltgeschichte. Autorin: Christiane Adam
Am 24. Januar 1712 wurde Friedrich II. geboren. Der spätere Preußenkönig wollte erster Diener seines Staates sein. Tatsächlich führte er das junge Preußen in die Reihe der mächtigsten Staaten seiner Zeit. Autor: Herbert Becker
Es ist unbestritten ist, dass Friedrich der Große mithalf, die Kartoffel in Deutschland heimisch zu machen. Im Jahr 1756 erließ er den so genannten Kartoffelbefehl, nach dem sämtlichen Untertanen der Kartoffelanbau "begreiflich" gemacht werden sollte. Ein Befehl, der nicht gleich, aber mit der Zeit erfolgreich war. Autor: Herbert Becker
2012 ist es wieder soweit: Die US-Bürger wählen ihren nächsten Präsidenten. Ein langwieriges Prozedere, an dessen Anfang die Primaries stehen, die Vorwahlen. Hier entscheidet sich, wer für die Republikaner gegen Präsident Obama antritt. Autor: Carsten Lenz
Als 1990 die Sowjetunion und mit ihr das sozialistische Staatensystem implodierten, schien es, als ob aus der bipolaren Welt nun eine unipolare geworden wäre - mit nur noch einer einzigen Supermacht: den USA. 20 Jahre später jedoch ist auch die vermeintliche Siegerin des Kalten Krieges angeschlagen. Autor: Thies Marsen
Ist der US-Präsident wirklich der mächtigste Mensch der Welt? Und wie mächtig sind die USA? Prof. Michael Hochgeschwender, Experte für amerikanische Zeitgeschichte, im Gespräch mit Miriam Stumpfe über einen Riesen mit Knochenschwund.
Chile und Indonesien liegen etwa auf gleicher Breite zwischen Äquator und Südpol. Das Klima in den beiden Ländern unterscheidet sich grundlegend: In Indonesien ist es tropisch-heiß und feucht, in Chile trocken und kalt. Das hat mit dem Humboldtstrom zu tun - einer eiskalten Meeresströmung, die direkt aus der Antarktis kommt und parallel zu den Anden nach Norden fließt. Doch alle paar Jahre ist das anders. Autor: Hellmuth Nordwig
Der Golfstrom ist eine der größten und schnellsten Meeresströmungen unseres Planeten und im Gegensatz zum Humboldtstrom ist er besonders warm. Zahlreiche Tierarten nutzen ihn als Transportmittel auf ihren Wanderungen von der Karibik in nördliche Gebiete. Das warme Wasser versorgt auch große Teile Europas mit gigantischen Mengen an Wärme-Energie. Autorin: Iska Schreglmann
"Niemand ist weiser als Sokrates", befand das antike Orakel in Delphi. Sokrates selbst meinte eher bescheiden: "Ich weiß, dass ich nichts weiß". Er verstand Philosophie nicht als Besitz von Weisheit, sondern als Streben danach. Autor: Michael Conradt
"Die Chancen auf gute Bildung und bessere Berufsaussichten hängen stark vom Elternhaus ab." Das ist eine der Schlussfolgerungen einer aktuellen "Shell"-Jugendstudie. Die Studie gibt Anlass, sich mit der Frage zu beschäftigen, welche entwicklungspsychologische und kulturgeschichtliche Bedeutung Vorbilder und Ideale für unser Leben haben.
Fremd, isoliert und ohne Identität fühlt sich der ungarische Schriftsteller und Nobelpreisträger Imre Kertész in dieser Welt. Dass ihm die Nationalsozialisten seine Lebensberechtigung absprachen, davon hat sich der heute 82-Jährige nicht erholt. Autorin: Daniela Remus
Früher und entschlossener als alle anderen Naziführer betrieb er die Ausrottung der Juden. Als Chef der Sicherheitspolizei, in der Gestapo und Kripo verschmolzen, herrschte er über mehr als 50 000 Mann. Als Hitlers Statthalter im "Protektorat Böhmen und Mähren" ließ er oppositionelle Tschechen zu Hunderten erschießen. Autor: Christian Feldmann
Bis heute halten sich Legenden über dieses Treffen - zum Beispiel jene, hier sei der Völkermord an den Juden beschlossen worden. Doch das ist falsch: die sogenannte "Wannseekonferenz" vom 20. Januar 1942, hatte vor allem ein Ziel: Festzulegen, wer beim Judenmord die Koordination übernahm. Autor: Rainer Volk
"Dieses Geld wird eine große Zukunft haben", das sagte einst Bundeskanzler Helmut Kohl. Dass diese Zukunft womöglich nur rund 15 Jahre dauern könnte, hätte er sich sicherlich nicht träumen lassen. Autorin: Christine Bergmann
Warum ist die Krise keine Euro-Krise? Wie sieht die Zukunft des Euro aus, und in welche Richtung sollte sich die EU entwickeln? Dr. Daniela Schwarzer, Europaexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, im Gespräch mit Leslie Rowe.
Frankfurt am Main, Bankenviertel: 148 Meter ragt der verspiegelte Eurotower in den Himmel, der Wolkenkratzer, in dem die Europäische Zentralbank EZB residiert. Dort schlägt das Herz der Europäischen Gemeinschaftswährung, dort pumpen Eurobanker per Mausklick gewaltige Summen in den Geldkreislauf der Eurozone. Autor: Stefan Schmid
Frösche sind Symbole der Fruchtbarkeit - in asiatischen und afrikanischen Ländern, was Frösche nicht davor bewahrt, in den Mägen der Froschverehrer zu landen. Der Frosch wurde im Mittelalter vom Symbol der Fruchtbarkeit zum Symbol des Bösen und Teuflischen uminterpretiert. Autor: Rolf Cantzen
Säugetiere wie die Maus, Vögel wie der Habicht und Reptilien wie die Schlange - sie alle würde es nicht geben ohne die Amphibien! Als Urahnen aller Landwirbeltiere haben die Amphibien vor Hunderten von Jahrmillionen den Schritt aus dem Wasser ans Land geschafft. Autorin: Iska Schreglmann
Manche meinen, der Gral existiere tatsächlich - verborgen in einer schottischen Kapelle, die von Nachfahren der Tempelritter erbaut wurde und deren Grundriss exakt dem Tempel von Jerusalem entspricht. Der Gral: ein unsterblicher Mythos. Autor: Christian Feldmann
Ganz reale Bedrohungen sorgen heute immer wieder für Endzeitstimmungen. Die Medien konfrontieren uns mit den unterschiedlichsten Endzeitszenarien: egal ob Millenniumswechsel, Katastrophen wie der 11. September, Finanz- und Schuldenkrise oder drohender Klimakollaps. Krisenrhetorik macht sich breit. Autor: Martin Schramm
François de Cuvilliés war der Architekt des höfischen, bayerischen Rokoko. Ein Meister luftiger, eleganter, luxuriöser Bauten wie der Amalienburg - diesem vollkommenen, mit leichter Hand entworfenen Jagdschloss im Park von Schloss Nymphenburg. Autorin: Mira A. Schnoor
Joseph Effner, der kurbayerische Hofbaumeister, war einer der bedeutendsten Architekten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das konnte er nur werden, weil ihn - den Gärtnerbuben aus Dachau - Kurfürst Max II. Emanuel zum Studium nach Paris schickte. Autorin: Susi Weichselbaumer
Krill kommt aus dem Norwegischen und bedeutet: "Walnahrung". Davon gibt es in den Weltmeeren unglaubliche 125 Millionen Tonnen. Doch was passiert, wenn durch den Klimawandel die Meere sich erwärmen und die Nahrungsbasis von zahlreichen Meeresbewohnern sich ändert? Autorin: Yvonne Maier
Die Tiefsee ist ein gigantischer Lebensraum. Doch dort unten herrscht ewige Finsternis und ständige Kälte knapp über dem Gefrierpunkt. Pflanzen sucht man hier vergebens. Was Forscher jedoch entdeckt haben: leuchtende Fische, uralte Tiere, Riesenkalmare, rauchende Schlote, wertvolle Metalle. Autorin: Jenny von Sperber
audio Loslassen - Der Weg zum Neuanfang - 04.01.2012
Wed, 04 Jan 2012 09:05:01 +0100
Loslassen, aufhören, zum richtigen Zeitpunkt gehen: Wir können uns schlecht verabschieden von Gewohnheiten und Menschen, die uns nicht gut tun, hängen oft viel zu lange an alten Verletzungen und Wünschen. Dabei wird das Loslassen von zahlreichen lebensphilosophischen Schulen als Befreiung gepriesen. Autor: Michael Reitz
"Ich geh nur mal Zigaretten holen ..." Das Phänomen, dass ein Mensch urplötzlich aus seinem gewohnten Leben ausbricht, hat es schon lange gegeben, bevor es Zigaretten gab. Ist er über Nacht verrückt geworden? War er vielleicht schon immer verantwortungslos? Oder überkam ihn schockartig die Erkenntnis: Du musst dein Leben ändern! Autorin: Christiane Adam
Mörderische Ungeheuer, feurige Abgründe, eisige Seen: Keiner hat die Hölle so fantasievoll ausgeschmückt wie Dante Alighieri, italienischer Dichter aus Florenz (1265-1321). Doch die unerbittliche Tortur hat System: Alle Strafen, die die Verdammten dort erleiden, entsprechen exakt ihren jeweiligen Vergehen auf der Erde. Autorin: Prisca Straub
audio Carl Spitzweg - Maler und Poet - 02.01.2012
Mon, 02 Jan 2012 09:05:01 +0100
Der 1808 geborene Carl Spitzweg war Autodidakt - eigentlich ausgebildet zum Apotheker. Den Beruf hängte er allerdings früh an den Nagel. Genützt hat ihm dafür aber sein profundes Wissen der Chemie: Spitzweg mischte besonders eindrückliche Farben von hoher Leuchtkraft. Autorin: Renate Währisch
Wer an das Zeitalter des Biedermeier denkt, der denkt vermutlich an den Rückzug ins Private, an ein selbstzufriedenes, behäbiges, manchmal etwas kleinkariertes bürgerliches Leben. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die gesellschaftliche Wirklichkeit sah anders aus. Autorin: Susanne Merkle
In Camden schlug viele Jahrzehnte lang das Herz der US-Industrie. Heute dominieren Schrotthändler das Stadtbild. Camden ist die zweitgefährlichste Stadt der USA. Und es wird immer schlimmer. Autorin: Beate Uerlings
Wenn man keine Hauptstadt hat, dann baut man sich eben eine. Zumindest haben das die US-Amerikaner Ende des 18. Jahrhunderts gedacht. Autorin: Susi Weichselbaumer
Es gibt sehr unterschiedliche Arten des Hoffens: bei Liebesperspektiven, beruflichen Perspektiven, Lebensoptionen, bei Schicksalsschlägen und Krankheit. Die einen setzen auf religiösen Glauben, andere auf zielstrebiges Tun. Autorin: Renate Börger
Das Leben ist ein Geschäft, das die Kosten nicht deckt, schreibt Arthur Schopenhauer. Leben heißt Leiden. Nicht die Vernunft leitet die Welt, wie die zeitgenössischen Philosophenkollegen annahmen, sondern der Wille, ein unbewusster, blinder, animalischer Lebensdrang, der nie befriedigt ist und uns unaufhörlich peinigt. Autor. Michael Conradt
"Liebendes Vertrauen" - so beschreibt Prof. Hans Joas das, was zentral für den Glauben ist. Der Religionssoziologe von der Universität Freiburg im Gespräch mit Susanne Merkle über Glaube und Religion.
Das neu gewonnene Selbstbewusstsein der Atheisten ist die Antwort auf einen christlichen Fundamentalismus, der in den vergangenen Jahren vor allem in Amerika fröhliche Urständ feierte. Autorin: Elke Endraß
Ist das menschliche Hirn auf den Glauben an höhere Mächte programmiert? Oder ist die Vorstellung von Gott nur ein Produkt biologischer Vorgänge? Und wie steht es dann mit der freien, bewussten Glaubensentscheidung? Autor: Christian Feldmann
Die Herren von Angkor Wat konnten ihre gewaltigen Tempelanlagen nur bauen, weil sie reich waren - reich durch Reisanbau. Mit raffinierten Bewässerungsanlagen trieben sie bereits vor 800 Jahren einen intensiven internationalen Handel mit den weißen Körnern. Autor: Florian Hildebrand
Von seinem Ursprung im tibetanischen Hochland fließt der Mekong in die chinesische Provinz Yunnan. Er bildet die Grenze zwischen Myanmar und Laos und streift Thailand im Norden, im sogenannten Goldenen Dreieck. Der untere Mekong passiert Kambodscha und mündet in Vietnam ins Südchinesische Meer. Autor: Bernd-Uwe Gutknecht
audio Josef - Der Mann im Hintergrund - 21.12.2011
Wed, 21 Dec 2011 09:30:01 +0100
Über Josef, den "Mann im Hintergrund", ist wenig bekannt. In der Bibel führt er ein Schattendasein. In der "Heiligen Familie" hat er die undankbarste Rolle. In Krippendarstellungen wirkt er oft wie ein Statist. Autor: Christian Feldmann
Juden, Christen und Muslime verehren den nomadischen Stammesfürsten Abraham aus Mesopotamien als Musterbeispiel eines vertrauensvollen Gesprächs mit Gott. Autor: Christian Feldmann
Felix und Fanny waren beide Enkel des berühmten jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. Vater Abraham sicherte als Bankier den Wohlstand der Familie. Den ersten Klavierunterricht erhielten die Geschwister von der hochmusikalischen Mutter Lea. Autorin: Gabriele Bondy
Für den alten Goethe war das junge Wunderkind ein "zweiter Mozart", und Richard Wagner sah im erwachsenen Meister einen unliebsamen Rivalen. Seine Zeitgenossen schätzten den 1809 geborenen Felix Mendelssohn Bartholdy als oberste musikalische Institution. Autor: Markus Vanhoefer
Eine Kartoffel, ein Handtuch und etwas Sand. Mehr braucht Käthe Kruse nicht, schon ist ihr erstes Puppenbaby fertig. Ein Geschenk für die kleine Tochter. Warm und weich soll es sein, zum Liebhaben, Kuscheln, Spielen. Autorin: Susi Weichselbaumer
Margarete Steiff erkrankt 1849 mit eineinhalb Jahren an Kinderlähmung - mit bleibenden Folgen: Sie kann die Beine nicht mehr bewegen und die rechte Hand nur eingeschränkt einsetzen. Nach einer missglückten Operation beschließt sie, ihren Lebensunterhalt mit einer eigenen Nähstube zu verdienen. Autorin: Gerda Kuhn
Bis zu 150 Symptome werden dem Burn-out zugewiesen. Kein Wunder, dass er so schwer zu diagnostizieren ist. Dr. Werner Kissling, Leiter des "Centrums für Disease Management" der TU München, im Gespräch mit Leslie Rowe über Burn-out, seine Ursachen und Therapien.
Eine Selbstmordserie unter Mitarbeitern der France Télécom im Herbst 2009 löste weltweit Bestürzung aus. Seitdem interessieren sich immer mehr Betriebe und Arbeitnehmer für den psychischen Gesundheitsschutz. Dabei stellen sie fest, dass das eine komplizierte Angelegenheit ist. Autorin: Beate Król
256 Millionen Einträge findet die Suchmaschine Google, wenn man "Burn-out" eintippt. Das geht von "Was ist Burn-out?" über "Selbsttest Burn-out", "Krankschreibung bei Burn-out" bis hin zu "Burn-out Kur". Wie bei einer unheimlichen Epidemie scheinen in den letzten Jahren die Menschen auszubrennen. Autorin: Yvonne Maier
Die Demokratische Republik Kongo im Herzen Afrikas ist reich an Bodenschätzen. Diamanten, Coltan, Gold, Kupfer, Uran - es gibt fast alles in diesem Staat. Trotz dieses natürlichen Reichtums ist die Bevölkerungsmehrheit arm und wird von der Regierung vernachlässigt. Autorin: Bettina Rühl
Uganda ist für viele gleichbedeutend mit Kolonialismus, Idi Amin und Kindersoldaten. Doch seit einigen Jahren verändert sich etwas in dem ostafrikanischen Land am Viktoriasee. Autorin: Yvonne Maier
Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker: Che Guevaras poesievolle Sentenz lässt ahnen, warum Solidaritätsappelle uns in besonderer Weise bewegen. Sie sprechen nicht nur den Verstand an, sondern berühren auch unsere Her-zen. Autor: Michael Conradt
"Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht einen Mond in seinen Mokassins gewandert bist" lautet eine alte indianische Redensart. Sie spricht eine Fähigkeit an, die Philosophen, Religionsstifter und Seelenheiler seit jeher beschäftigt hat: die natürliche Begabung zum Mitfühlen. Autor: Michael Reitz
audio Giovanni Boccaccio - Das Decameron - 13.12.2011
Tue, 13 Dec 2011 09:30:01 +0100
Florenz 1348: In der Stadt wütet die Pest. Sieben Frauen und drei Männer flüchten in ein Landhaus, um der Todesgefahr zu entgehen. Um sich abzulenken, beginnen sie, Geschichten zu erzählen. Nach zehn Tagen kehren die jungen Leute mit zehn mal zehn Geschichten nach Florenz zurück. Autorin: Gabriele Bondy
Dass Schmeller so viele Handschriften inventarisieren konnte, war eine Folge der Säkularisation. Und an der war Napoleon "schuld": Er genehmigte, dass die deutschen Staaten für Verluste aus den Revolutionskriegen Entschädigungen erhielten. Autorin: Carola Zinner
Johann Andreas Schmeller stammte aus einfachsten Verhältnissen und blieb Zeit seines Lebens ein bescheidener Mensch - doch seine wissenschaftlichen Leistungen sind überragend. Autor: Herbert Becker
Wie abhängig ist Deutschlands Wirtschaft von China? Was passiert, wenn das chinesische Wachstum stagniert? Und wie wirkt sich die ökonomische Ungleichheit in China auf die dortige gesellschaftspolitische Situation aus? Prof. Sebastian Heilmann, Politikwissenschaftler an der Universität Trier, im Gespräch mit Susanne Merkle
Mao liebt das Volk. Er führt uns, um das neue China aufzubauen." Dieses Loblied auf Mao Zedong nahm während der Großen proletarischen Kulturrevolution in den 1960er Jahrenbeinahe den Status einer Nationalhymne ein. Der Kontrast dieser Worte zur Realität konnte größer kaum sein. Autor: Markus Rimmele
Wer in Deutschland billig einkauft, kauft immer öfter "Made in China". Denn im bevölkerungsreichsten Land der Welt sind die Löhne extrem niedrig, die Währung ist unterbewertet. So überschwemmt das "Reich der Mitte" die Welt mit preiswerter Massenware. Autor: Stefan Schmid
Vor allem Anfang war ein riesiger Milchsee. Doch dann kringelte sich eine Schlange darum, zog sich zusammen, und aus der Mitte des Sees drängte steiles Gestein nach oben, der heilige Berg Meru. So ist die Welt entstanden. Autor: Florian Hildebrand
Die moderne Kosmologie und Astrophysik hat sich in den vergangenen Jahren immer näher herangetastet an den Ursprung der Schöpfung. Nicht ohne Zufall verschwimmen in dem Wissen um den Ursprung unseres Universums mythologische und wissenschaftliche Metaphern. Autor: Geseko von Lüpke
Die meisten Völker der Welt sehen in ihren Ursprungsmythen die Entstehung von Musik als das Werk von Göttern und Geistern an. Bei den Naturreligionen und Schamanen ist die sakrale Musik ein Mittel, um mit den Göttern in Verbindung zu treten - und auch im Christentum spielte Musik von Anfang an eine wichtige Rolle. Autor: Martin Schramm
Glocken begleiten unser Leben. Ihr Klang markiert Festtage im Leben des Einzelnen wie auch der Allgemeinheit, gliedert den Tag, die Woche, das Jahr. Doch nicht nur in der christlichen Kultur spielt das "Aufschlagidiophon" eine große Rolle. Autorin: Julia Mahnke-Devlin
Er kam in Lederhosen und rotem Pullover, und er kam aus Hamburg. Ohne Geld und ohne Pläne. So schildert Erich Kästner seinen Eindruck vom 20-jährigen James Krüss bei der ersten Begegnung 1949 in München. Autorin: Carola Zinner
Während des Dritten Reiches wird Havemann zum Kommunisten. Er gründet eine Widerstandsgruppe, die entdeckt wird: die Nazis verurteilen ihn zum Tod. Fast zwei Jahre sitzt er in der Todeszelle, bis ihn die Rote Armee befreit. Autorin: Dorit Kreissl
Ulbricht - ein Tischler aus Leipzig - wird von der sowjetischen Staatsführung Ende April 1945 nach Berlin geschickt, um die KPD wieder aufzubauen. Aus dem "Strippenzieher" Moskaus wird ab 1950 der starke Mann der DDR. Autor: Rainer Volk
Wie wichtig ist der Sozialstaat für die Demokratie? Und wie überlebensfähig ist er? Friedhelm Hengsbach, emeritierter Professor für christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, im Gespräch mit Susanne Merkle
Wasser ist unsere wichtigste Ressource, das Elixier des Lebens und ein Rohstoff, mit dem sich jede Menge Geld verdienen lässt. Eine Verlockung, der auch deutsche Städte und Kommunen nicht widerstehen konnten. Autorin: Veronika Wagner
Der Sozialstaat - was ist das eigentlich? Eine feste Definition gibt es nicht, aber das, was heute in Deutschland als Sozialstaat gelebt und immer neu verhandelt wird, lässt sich in seiner Entwicklung gut nachzeichnen. Autor: Thomas Morawetz
Gegen massenhaft auftretende Schädlinge wie Heuschrecken, Engerlinge oder Mäuse versuchte man vom 13. bis 18./19. Jahrhundert durch kirchliche Gerichtsverfahren mit ordentlicher Vorladung, Anklage, Verteidigung, Richterspruch Herr zu werden. Autor: Nikolaus German
Mitten in Europa errichten Staaten wieder permanente Grenzkontrollen, rechtspopulistische Parteien von Finnland bis Ungarn feiern Wahlerfolge und nationale Identität wird wieder zum politischen Schlagwort. Dabei hatten viele ihn schon für tot erklärt, den Nationalismus. Autor: Thomas Grasberger
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird in den Industrienationen ein Phänomen zu einer bestimmenden Größe, das zwar vorher auch schon existierte, jedoch niemals gründlich analysiert und beschrieben worden war: die Masse. Autor: Michael Reitz
Als Samuel Hahnemann die Homöopathie entwickelte, quälten Ärzte ihre Patienten mit Aderlässen, Klistieren und gewaltigen Mengen häufig giftiger Medikamente. Seine ersten praktischen Erfahrungen als junger Arzt zeigten Hahnemann, wie wenig er mit der herkömmlichen Medizin ausrichten konnte. Autorin: Gerda Kuhn
Wie findet man heraus, ob eine Arznei Ungeborene schädigt? Wie prüft man, ob Kinder neue Medikamente vertragen? Wolfgang Rascher, Vorsitzender der Kommission Arzneimittel für Kinder und Jugendliche, im Gespräch mit Leslie Rowe.
Das kleine Mädchen leidet an einer angeborenen Herzschwäche. Es braucht dringend Medikamente - und diese bekommt sie auch, obwohl sie nie an Kindern getestet wurden. So sieht der Alltag in deutschen Kinderarztpraxen und Kliniken aus. Autorin: Monika Dollinger
Die Beschreibung der neuen Arznei klingt verlockend: Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan soll unter anderem gegen die typische morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft helfen. Und das ohne gravierende Nebenwirkungen. Autorin: Anne Kleinknecht
Nördlingen mit seinen 20 000 Einwohnern ist ein besonderer Ort. Die ummauerte Stadt ist belebt und quirlig, und aus dem Alltagsleben der Nördlinger sind Jahrhunderte alte Traditionen nicht wegzudenken. Ein akustischer Stadtspaziergang. Autor: Herbert Becker
Vor tausend Jahren war Bamberg eine "Boomtown": Zwischen 1002 und 1021 entstanden der Dom, die mächtige Stephanskirche und die Michaelskirche. Die drei Riesen-Baustellen zogen Baumeister, Gerüstbauer, Steinmetze, Schreiner, Elfenbeinschnitzer, Maler, Bildhauer und Goldschmiede an. Autorin: Bettina Weiz
"Aber die Nacht hüllt ein in gewaltiges Dunkel den Erdball": Die Zeiten sind längst vorbei, in der Dichter - in diesem Fall der Römer Lukrez - die ganz große Dunkelheit besingen konnten. Das elektrische Licht hat sie aus großen Teilen der Welt längst vertrieben. Autorin: Carola Zinner
Heinrich von Kleists Lustspiel in Blankversen "Der zerbrochne Krug" wurde 1805 vollendet und kam im März 1808 am Weimarer Hoftheater zur Uraufführung. Die stand unter keinem guten Stern. Das Publikum machte an jenem Abend schlicht "schlapp". Autor: Armin Strohmeyer
Kleist wird meistens vom Ende her erzählt: Der große deutsche Dichter mit dem so feinen Gespür für Nuancen; immer auf Grenzgang zwischen kritischer Gesellschaftsbeobachtung und Klamauk. Autorin: Susi Weichselbaumer
Kein anderer marxistischer Führer wurde so sehr mit den Lobpreisungen eines Personenkultes überschüttet wie der "Himmelssohn" und "große Vorsitzende" Mao Zedong. Er ist der Inbegriff Chinas in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Innerhalb von drei Jahren ein Viertel der gesamten Bevölkerung auszurotten, das hatte vorher noch kein Terrorregime der Welt geschafft, selbst der Nationalsozialismus nicht. Zwischen 1975 und 1978 ermordeten die Roten Khmer und ihre Handlanger in Kambodscha mehr als zwei Millionen Menschen. Autor: Florian Hildebrand
Was hat Kälte mit dem Stromnetz zu tun? Was passiert, wenn ein Windpark zu viel Strom erzeugt? Christine Krüger, Energieexpertin am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
Der Strom kommt aus der Steckdose; so viel wir wollen; und wann immer wir ihn benötigen. Die Herkunft dieses Stroms aber verändert sich dramatisch. Regenerative Energieträger - Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse - tragen heute mit schätzungsweise 18 Prozent zum Strom-Mix bei. Autor: Stefan Geier
Deutschland setzt mehr und mehr auf Strom aus erneuerbaren Quellen. Bis zum Jahr 2020 soll sich der Anteil am Bruttostromverbrauch mindestens verdoppeln: auf rund 35 %. Das hat weitreichende Konsequenzen für unser Stromnetz.
Sir Edmund Hillary wünschte sich, nachdem er mit 16 zum ersten Mal einen Berg erklommen hatte, ein Leben voller Abenteuer. Diesen Wunsch hat sich der Neuseeländer zu Genüge erfüllt. Er war der Erste, der den höchsten Gipfel der Welt besteigen sollte, den Mount Everest. Autor: Andi Stummer
Fast 3000 Meter misst Deutschlands höchster Berg. Hinauf geht es mit der Seilbahn oder der Zahnradbahn, von November bis Mai erwarten die Besucher 22 Kilometer Ski- und Snowboardvergnügen und ein umwerfender Panoramablick. Autorin: Renate Währisch
Die Würde des Menschen ist im Grundgesetz fest verankert. Dennoch wird sie gegenwärtig kontrovers diskutiert. Ist sie wirklich unantastbar, oder ist es nicht doch in manchen extremen Fällen erlaubt oder sogar geboten, sie zugunsten anderer zentraler Werte einzuschränken. Autor: Michael Conradt
Es wird wohl niemand von sich sagen, nicht tolerant zu sein. Theoretisch ist das einfach zu formulieren, zu den natürlichen Eigenschaften des Menschen zählt Toleranz jedoch nicht. Autor: Roman Neumann
Hackbrett, Cembalo, Hammerklavier, Steinway. Dass diese vier Worte die Geschichte des Klavierbaus skizzieren, kann man in vielen Musikinstrumentensammlungen der Welt an historischen Tasteninstrumenten nachvollziehen. Weniger bekannt ist, dass es auch eine Geschichte des elektronischen Klaviers gibt; auch als "Keyboard" bezeichnet. Autor Ulrich Möller-Arnsberg
Die E-Gitarre hat ihre Jugend definitiv hinter sich. 1950 schraubte der Radio-Techniker Leo Fender in Kalifornien den Prototyp der "Telecaster" zusammen - die erste Stromgitarre, die aus einem mit der Bandsäge geformten Brett bestand. Autor: Christian Schaaf
Seiner Heimatstadt München, die seinerzeit bekannt war für den Export von Spielkarten und handgedrehten Darmsaiten, las er zunächst gehörig die Leviten. Der 1748 geborene Lorenz Westenrieder avancierte vom Jesuitenpfarrer zum Volkserzieher, gar zum Missionar der Aufklärung. Autor: Martin Trauner
Die Epoche des Rokoko - Inbegriff von "Plaisir" und gekünstelter Naturnutzung - entfaltet sich vor dem Hintergrund des Absolutismus. Der Fürstenherrschaft waren kaum Grenzen gesetzt. Autorin: Gabriele Bondy
Wie funktioniert das Schmerzgedächtnis? Wie entsteht chronischer Schmerz und was kann man dagegen tun? Prof. Dr. Thomas R. Tölle, Schmerzexperte an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der TU München, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Dezember 1844. Horace Wells und seine Frau besuchen eine Lachgas-Show in Hartford / Connecticut. Im Selbstversuch läßt er sich mit Lachgas betäuben und einen Weisheitszahn ziehen. Autor: Thomas Morawetz
Stechend, brennend, dumpf, ziehend, blitzartig, bohrend - es gibt viele Worte, die den Schmerz beschreiben. Und obwohl keiner gerne Schmerzen hat, sind sie eigentlich etwas Gutes. Autorin: Yvonne Maier
Lange bevor die Gen- und Verhaltensforschung bewiesen hat, dass Mensch und Tier mehr Ähnlichkeiten miteinander haben, als es vorstellbar schien, wurden Lebewesen wie der Wolf, der Löwe, die Gans oder der Fuchs in den Fabeln, Mythen und Märchen aller Völker mit menschlichen Wesensmerkmalen beschrieben. Autorin: Gabriele Bondy
Kaum ein Vogel ist für den Menschen so nützlich wie die Gans: Ihr Fleisch verwöhnt den Gaumen, ihre Federn wärmen den Frierenden und ihr Fett gilt als Allheilmittel schlechthin. Autorin: Dorit Kreissl
Unbeherrscht, wüst, übermütig, jähzornig, leichtfertig, zügellos und einer grenzenlosen Genußsucht frönend", so wird einer beschrieben, der wie kein zweiter zum Begründer abweichender Sexualpraktiken wurde. Auch das Schikanieren anderer hat durch den Marquis de Sade einen Namen bekommen. Autorin: Gabriele Bondy
Was verbirgt sich eigentlich hinter der uralten mythischen Gestalt des Teufels, die erst seit der Aufklärung in den westlichen Zivilisationen bei vielen in Vergessenheit geraten ist? Es lohnt sich, sich näher mit den Erzählungen vom Bösen auseinanderzusetzen. Autorin: Christiane Adam
Einen erfolgreicheren Roman als "Les Misérables" hat Victor Hugo nie geschrieben: Die Geschichte vom Aufstieg des entlassenen Galeerensträflings Jean Valjean - und dem damit verknüpften Abstieg der Näherin Fantine - hat das Publikum gleich bei ihrem Erscheinen fasziniert ...
Die Siedlung Föhrenwald in Wolfratshausen wurde 1939 für Arbeiter der I.G. Farben gebaut. Direkt nach Ende des Zweiten Weltkrieges richtete die amerikanische Armee in den heruntergekommenen Baracken ein internationales Lager für "Displaced Persons" ein, also für Menschen, die durch den Krieg heimatlos geworden waren. Autorin: Ulrike Beck
Theresienstadt, im November 1941 von den Nationalsozialisten eingerichtet, wurde den deutschen Juden als "Altersghetto" angepriesen, in dem sie sich mit sogenannten "Heimeinkaufsverträgen" einen ruhigen Lebensabend sichern konnten. Für den Besuch von Vertretern des Roten Kreuzes und für einen Propagandafilm wurde eine Scheinwelt aufgebaut. Autorin: Mira A. Schnoor
Warum müssen wir keine Hyperinflation befürchten? Dr. Silke Tober, Expertin für Geldpolitik am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, im Gespräch mit Susanne Merkle über die Schuldenkrise und ihre Auswirkungen.
Die Deutschen sind im Goldrausch. Noch nie gab es einen solchen Run auf das Edelmetall. Menschen stehen sogar Schlange, um ihr Geld in Gold anzulegen. Und das alles aus Angst vor Inflation und Rezession. Autor H.-J. Vieweger
In wirtschaftlich unsicheren Zeiten stehen Edelmetalle hoch im Kurs: Gold und Silber gelten als Krisenmetalle, die einen gewissen Schutz vor Inflation und Währungsverfall bieten. Denn Gold und Silber sind nicht beliebig vermehrbar und bleiben damit knapp. Autor: Stefan Schmid
Auch Tiere können Freunde werden. Pferde bilden "Cliquen", Esel neigen zu festen Zweierbeziehungen. Und Dohlen suchen sich gern einen Kumpel, mit dem sie Sandbäder nehmen, spielen und gemeinsam auf der Stange schlafen. Autorin: Susanne Poelchau
Sie sonnen sich auf den Grabsteinen historischer Friedhöfe und liegen als Mumien in altägyptischen Grabstätten: die Katzen. Ihr lautloses Schleichen, ihre feinen Sinne, ihre Fähigkeit, tief zu schlafen und im nächsten Moment hellwach zu sein, geben ihnen die Aura eines geheimnisvollen Schwellenwesens. Autorin: Brigitte Kohn
Am 31. Oktober 1961 - also vor genau 50 Jahren - schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Abkommen, das den deutschen Arbeitskräftemangel beseitigen sollte - durch türkische "Gastarbeiter". Autorin: Bettina Weiz
Wie realistisch ist der Traum, durch Impfung Krankheiten auszurotten? Was treibt die Forschung an Impfstoffen an? Sollen Impfungen nur den einzelnen vor Krankheit schützen - oder folgen Impfungen auch volkswirtschaftlichen Interessen? Impfstoff-Spezialist Dr. Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut im Gespräch mit Susanne Merkle.
Früher waren es Tetanus, Diphtherie und Polio, heute gehören dazu auch Masern, Hepatitis, Röteln und Mumps. Die Liste der Krankheiten, gegen die in Deutschland standardmäßig geimpft wird, wächst ständig. Autor: Hendrik Loven
Vor einem halben Jahrhundert entwickelten zwei Mediziner in den USA die ersten Impfstoffe gegen Kinderlähmung: Jonas Salk und Albert Sabin. Bis dahin waren jährlich hunderttausende Kinder an Polio erkrankt. Autor: Hendrik Loven
Moscheen und Koranschulen mit türkisfarbenen Kuppeln, hochragende Minarette und überdachte Basarstrassen, Sagen von grausamen Khanen und schönen Prinzessinen - das sind die sagenumwobenen Städte Buchara und Samarkand. Autorin: Julia Smilga
In der Antike galt Muße, der positive Begriff für Faulheit, als erstrebenswertes Ideal. Im Christentum jedoch gehört "Acedia" zu den sieben Hauptlastern. Man verstand darunter Trägheit des Herzens, Trübung des Willens, Verfinsterung des Gemüts und Verlust der Tatkraft. Autor: Roman Neuman.
Fleiß und Disziplin - zwei bürgerliche Tugenden, Schwiegersohnattribute und des Fitnesstrainers liebste Anfeuerung für den Waschbrettbauch. Doch heute erleben diese Begriffe eine Renaissance. Autor: Martin Trauner.
Wer hat das Telefon nun eigentlich erfunden? Über 100 Jahre lang hat es darüber Ärger und Rechtsstreitigkeiten gegeben: 2002 schließlich erklärte das Repräsentantenhaus des amerikanischen Kongresses den bis dahin offiziellen Erfinder des Telefons, Alexander Graham Bell, zum Betrüger. Posthum wurde der Italiener Antonio Meucci als rechtmäßiger Erfinder anerkannt. Autor: Martin Schramm.
Was verrät die Stimme über uns? Und wie stark lässt sich die Stimme verändern? Sprechwirkungsforscher Prof. Walter Sendlmeier von der TU Berlin im Gespräch mit Miriam Stumpfe über unseren akustischen Fingerabdruck.
Die menschliche Stimme ist so variabel und wandlungsfähig wie kaum ein anderes Organ: Wir können nicht nur Sprechen, Brüllen und Lachen, sondern auch Kreischen, Stöhnen und "Hauchen". Autor: Martin Schramm.
Nahrungsmittel, Viehfutter, Benzin-Ersatz, Biogas, Verpackungen: Kein Getreide ist so begehrt in den unterschiedlichsten Branchen wie der Mais. Autorin: Renate Ell.
audio Mutter Teresa - Ein Porträt - 19.10.2011
Wed, 19 Oct 2011 09:30:01 +0200
"Die Heilige von Kalkutta", "Mutter ohne Furcht und Tadel", "Der Engel der Ärmsten der Armen". Weltweit war Agnes Gonxhe Bojaxhiu, Mutter Teresa, bekannt - die katholische Ordensschwester und Trägerin des Friedensnobelpreises von 1979. Autorin: Renate Kiesewetter.
Franz Liszt stand für die "Musik der Zukunft". Kritiker hörten in seinen Kompositionen "Produkte einer kolorierenden Impotenz", seine Fans hingegen verfielen in begeisterte Hysterie, für die Heinrich Heine den Begriff "Lisztomanie" prägte. Autor: Frank Halbach
audio Max Emanuel - Der blaue Kurfürst - 17.10.2011
Mon, 17 Oct 2011 09:30:01 +0200
Bereits sein erster großer Auftritt auf europäischer Bühne war spektakulär: Der junge bayerische Kurfürst Max II. Emanuel zeichnete sich 1683 als Feldherr aus und schlug die Türken in die Flucht, die Wien belagerten. Autorin: Mira. A. Schnoor.
Ferdinand Maria wurde am 31. Oktober 1636 als ältester Sohn des Kurfürstenpaares Maximilian I. und Maria Anna geboren. Erzogen und ausgebildet von den Jesuiten wurde er 1650 mit der ebenfalls erst 14-jährigen Henriette Adelaide von Savoyen vermählt. Autorin: Gabriele Bondy
"28. Obergeschoss - Tomaten, Gurken, Radieschen!" Noch gibt es sie nicht, die Hochhausfarmen, die sich ein Wissenschaftler aus New York erträumt. Aber in wenigen Jahren schon könnten die "vertikalen Bauernhöfe" Wirklichkeit werden. Autor: Arndt Reuning.
audio Hunger - Vom sterbenden Körper - 14.10.2011
Fri, 14 Oct 2011 09:05:01 +0200
Was passiert im Körper, wenn ein Mensch verhungert? Es beginnt wie bei einer Nulldiät: Der Körper verbrennt das Fett, das er für schlechte Zeiten eingelagert hat, und spart Energie. Er fährt den sogenannten Grundumsatz herunter. Autor: Thomas Morawetz
Der weltweite Hunger ist nur in wenigen Fällen auf Naturkatastrophen zurückzuführen. Meistens ist er die Folge politischen Handelns. Davon ist Roman Herre von der Menschenrechtsorganisation FIAN überzeugt. Er nennt im Gespräch mit Leslie Rowe wesentliche Ursachen des Hungers und erklärt, was es mit dem "Landraub" auf sich hat.
"Die Eule schrie bei meiner Geburt, ein übles Zeichen", lässt William Shakespeare Heinrich VI. kurz vor seiner Ermordung klagen. Eulen sind eine eigenständige Vogelgruppe. Die kleinste ist der Sperlingskauz, die größte der Uhu. Autorin: Dorit Kreissl
audio Der Kondor - Der König der Anden - 13.10.2011
Thu, 13 Oct 2011 09:05:01 +0200
Er ist nicht der Schönste. Wenn man ehrlich ist, ist er sogar ziemlich hässlich: kahler Kopf, kurzer stummeliger Schnabel, von der Ausstrahlung her eher ein Geier. Allerdings nur solange, bis er sich erhebt, sich majestätisch aufschwingt und über den Anden kreist - der Kondor. Autorin: Susi Weichselbaumer
In Alexandria lebt, lehrt und forscht eine der ungewöhnlichsten Frauen im 5. Jahrhundert nach Christus: Hypathia. Obwohl Frauen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, erhält die begabte Frau eine umfassende Bildung und wird Vorsteherin des Museions, der Universität von Alexandria. Autorin: Sylvia Schopf
Um 400 v. Chr. traf sich in Athen eine buntgemischte Gruppe von Männern, die über Liebe und Eros sinnierten. Unter ihnen zwei Philosophen, die wie kaum jemand sonst das Denken des Abendlandes prägen sollten: Sokrates und sein Schüler Platon. Autor: Michael Reitz
Er war eine Ausnahme-Erscheinung, ein "Henry Miller der Jahrhundertwende": Frank Wedekind - Dramatiker, Schriftsteller, Schauspieler und Schwabinger Bohemien. Autorin: Dorit Kreissl
Fast immer war sie die Erste: Die erste Frau, die an die Ecole normale supérieure berufen wurde, um Lehrerinnen auszubilden. Die erste Frau, die als Professorin an der Sorbonne lehrte. Und die erste, die einen Nobelpreis bekam. Autorin: Susanne Merkle
Der Lebensweg von Alfred Bernhard Nobel führt vom begabten und begüterten Kind über den glücklich-genialen Erfinder und Unternehmer bis zum entschlossenen Kriegsgegner und "Wohltäter der Menschheit."
Was bestimmt, wen wir schön finden? Die Gene oder unsere Erfahrung? Psychologische Experimente zeigen: Vor allem das, was uns vertraut ist, empfinden wir als schön, egal ob es sich um Menschen handelt oder um Dinge. Bevor wir Neuartiges als schön bezeichnen, müssen wir uns ernsthaft damit auseinandersetzen. Prof. Helmut Leder, Psychologe und Ästhetikforscher an der Universität Wien im Gespräch mit Susanne Merkle.
Drei Ergebnisse gleich vorweg: Hungrige Studenten finden mollige Frauen ansprechender als dünne. Fettleibige Kinder haben oft Kontaktprobleme. Gutes Aussehen ist im Berufsleben durchaus förderlich. Autorin: Justina Schreiber
Nur rund zwei Prozent der Weltbevölkerung verfügen von Natur aus über blondes Haar. Selten sind Blondschöpfe in unserem Kulturkreis dennoch nicht - dank des Bleichmittels Wasserstoffperoxid, das auch Dunkelhaarigen schnell zur gewünschten Platin- oder Gold-Nuance verhilft. Autorin: Iska Schreglmann
Weil er in einigen Ländern über lange Zeit etwas ganz Besonderes war, etablierte sich Kaffee als Sonntags- und Festtagsgetränk. Wie es dazu kam, dass dieser Luxus heute in Papierbecherchen so ganz nebenbei hinter die Binde gekippt wird. Autorin: Yvonne Maier
Für manche Menschen ist es einfach nur "eine Tasse Tee". Für Liebhaber dagegen zählen Sorte, Herkunft, Höhenlage, Jahrgang, Farbe, Geruch, Aroma. Teegewinnung ist mühsame Handarbeit. Autor: Bernd-Uwe Gutknecht
Altmeister der bairischen und pfälzischen Mundart" steht auf seinem Grabmahl am alten Münchner Südfriedhof. Doch Franz von Kobell (1803-1882) war mehr, war nicht nur Dichter, sondern auch Denker, Universitätsprofessor, Fotopionier, Mineraloge. Das Bleierz Kobellit wurde nach ihm benannt. Gemeinsam mit einem Kollegen gelangen ihm 1839 die ersten Positivfotos auf Papier in Deutschland. Autor: Christoph Leibold
audio Franz von Pocci - Der Kasperl-Graf - 04.10.2011
Tue, 04 Oct 2011 09:05:01 +0200
Die unglaubliche Karriere eines Künstlers und Hofbeamten mit Migrationshintergrund - auch so könnte man das Leben des italienisch-stämmigen "Allroundkünstlers" Graf Franz von Pocci beschreiben. Autorin: Ulrike Zöller
Die Internationale Seeschifffahrt bläst Unmengen an Abgasen in die Luft - Vorschriften und Regeln zur Schadstoff-Reduktion gibt es bisher allerdings wenige. Wie kann das anders werden? Lars Mönch vom Umweltbundesamt im Gespräch mit Susanne Merkle.
Im gewaltigen Getriebe des globalen Warenverkehrs sind die Schifffahrtswege über die Ozeane die Lebensadern: Containerschiffe sind das Rückgrat der Globalisierung. Autor: Gregor Papsch
audio New York - Basar der Welten - 29.09.2011
Thu, 29 Sep 2011 09:30:01 +0200
Ein durchschimmernder Reißverschluss mit grasgrünen Zähnen? Eine Handvoll garantiert lupenreiner Diamanten? Der letzte Schrei von Kunst-Installation? In New York gibt es das alles wohlfeil; und zwar nicht nur online und zum Bestellen, sondern in der guten, alten Wirklichkeit, zum Anschauen, Anfühlen und Abschätzen. Autorin: Bettina Weiz
In Boston hat Amerika angefangen: Der Widerstand gegen die britischen Soldaten, die Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit, Rebellion gegen die Kolonialmacht, der Unabhängigkeitskrieg. Boston ist sozusagen die Wiege des demokratischen und unabhängigen Amerika und darauf sind die Bostoner Bürger auch heute noch stolz. Autorin: Jenny von Sperber
"Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe", erklärte Margot Käßmann, nachdem sie mit Alkohol am Steuer von der Polizei gestoppt worden war. Die damalige evangelische Landesbischöfin gestand umgehend ihren Fehler öffentlich ein, übernahm die Verantwortung für ihr Handeln und trat kurz darauf auch von ihrem Amt zurück. Autorin: Sylvia Schopf
Friedrich Dürrenmatt hat sein Theaterstück "Die Physiker" vor einem halben Jahrhundert geschrieben. Damals beschäftigte die Menschen der kalte Krieg, das weltweite Wettrüsten und vor allem die Angst vor der Atombombe. Autorin: Veronika Bräse
Am frühen Morgen des 13. Juli 1942 gibt der Kommandeur des Reserve-Polizeibataillons 101 seinen Männern den Befehl, die Juden der kleinen Ortschaft Jozefow in Ostpolen zu erschießen. Nur ein Dutzend der Polizisten meldet sich, weil sie an dem Massaker nicht teilnehmen wollen. Autor: Matthias Fink
Das Massaker von Babij Jar bei Kiew am 29. und 30. September 1941 war die größte Mordaktion, die von Deutschen während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion verübt wurde. Wie das Wort Auschwitz symbolisch für die Ermordung der europäischen Juden steht, so ist Babij Jar gleichsam ein Synonym für die Massenexekutionen der SS-Truppen in der Sowjetunion. Autorin: Julia Smilga
Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt die Sexualität? Und wie hat sich dies im Laufe der Zeit verändert? Prof. Dr. Franz X. Eder, Kultur- und Sozialhistoriker an der Universität Wien, im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
"Schließ die Augen und denk an England", soll Queen Victoria ihren Töchtern vor der Hochzeitsnacht empfohlen haben, und Mediziner versicherten, anständige Frauen hätten kein Interesse am Sex - "die ihn genießt, ist immer ein Flittchen". Autorin: Ulrike Rückert
Fortpflanzung ist eigentlich ganz einfach. Zumindest für ein Bakterium: Das schnürt eine Membran in der Körpermitte ein und schon sind aus einem Lebewesen zwei geworden. Größere Organismen haben es schwerer, denn: sie haben Sex. Und Sex ist anstrengend. Autorin: Susi Weichselbaumer
Im "Schwarzen Gold" sind Pflanzen aus der Frühzeit der Erdgeschichte konserviert: Schuppenbäume, Siegelbäume und andere Gewächse, die längst ausgestorben sind. Auch Schachtelhalme und Farne hatten ihre größte Verbreitung in jener Epoche vor rund 300 Millionen Jahren, die man wissenschaftlich als "Karbon" bezeichnet. Autor: Hellmuth Nordwig
Zu den wenigen Großstädten in Mitteleuropa, in denen das klassische Industriezeitalter fortlebt, gehört Duisburg. Hier glühen am Rand der Innenstadt noch Hochöfen, Frachtschiffe laufen den weltgrößten Binnenhafen an. Aber die Kohlezechen, die meisten Walzwerke und Maschinenfabriken sind längst geschlossen. Von einer der reichsten wurde Duisburg zu einer der ärmsten Städte Deutschlands. Autor: Winfried Roth
Infolge der Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die römischen Machthaber im Jahre 70 christlicher Zeitrechnung trennen sich Judentum und Christentum endgültig. Das pharisäische Judentum entwickelt sich zum rabbinischen Judentum, dessen Gründungsurkunde im Talmud gipfelt. Aus einer einstigen jüdischen Randgruppe entsteht im Umfeld des Hellenismus das paulinisch-geprägte Christentum, dessen Ausdruck das Neue Testament ist. Autorin: Dagmar Neuhäuser
Jacob und Wilhelm Grimm stammen aus einer kinderreichen, durch den frühen Tod des Vaters von Armut bedrohten Familie. Gemeinsam besuchten sie das Lyzeum, sammelten sie Märchen, schufen sie das "Deutsche Wörterbuch".
"Der kann mir mal den Buckel runterrutschen" - "Man sollte nicht anderer Leute schmutzige Wäsche waschen" - "Dem kannst Du nicht das Wasser reichen"! Jeder benutzt sie, doch kaum jemand kennt ihre ursprüngliche Bedeutung. Sprichwörter sind einerseits fester Bestandteile der Kultur, andererseits sind sie doch oft sehr wundersam. Autor: Markus Mähner
"Gegen drei Uhr früh weckte uns Jane, um uns von einem großen Feuer in der Stadt zu berichten. Ich stand auf, zog meinen Schlafrock an und ging an ihr Fenster." So notiert Samuel Pepys am 2. September 1666 in sein Tagebuch. Es ist der Beginn des großen Brandes von London. Autorin: Carola Zinner
Gehört er zu den "Guten" in der Geschichte oder war er einer von den "Bösen"? Selten ist die fachliche und auch öffentliche Meinung so gespalten wie bei diesem Mann: Oliver Cromwell. Er war einer der mächtigsten Männer seiner Zeit, regierte als Lordprotektor England, Schottland und Irland. Er war erst großer Gewinner auf dem Feld der Ehre, später fulminanter Verlierer auf dem politischen Parkett. Autorin: Susi Weichselbaumer
Zu welchen Mitteln greifen Rechtsradikale, um Einfluss auf unsere Gesellschaft zu bekommen? Und wie unterscheiden sich rechtsradikale Gruppierungen in Ostdeutschland von denjenigen in Westdeutschland? Andrea Röpke, Fachjournalistin und Autorin u. a. des Buches "Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene", im Gespräch mit Susanne Merkle.
Musik spielt in der Neonaziszene heute eine entscheidende Rolle. Mit Musik wird braune Propaganda verbreitet, wird Nachwuchs mobilisiert, wird aufgeputscht zu Hass und Gewalt. Und mit Musik wird viel Geld verdient. Oi-Punk, NS-Black Metal und Hatecore (H8Core) heißen die Genres, die in der Szene am meisten verbreitet sind. Autor: Thies Marsen
"Ausländerfrei" lautete das Unwort des Jahres 1991. Es bezog sich auch auf das sächsische Hoyerswerda. Dort jagte im September vor 20 Jahren ein rassistischer Mob Mosambikaner und Vietnamesen. Autor: Bastian Wierzioch
"Die Ratte hat das Baby gefressen ... das Kleine, seine Nase, mein Gott ..." - KrimiautorInnen wie Patrica Highsmith lassen sich es ebenso wenig entgehen wie Hollywood-Regisseure: den von Ratten ausgelösten Ekel und das Grauen, das mit Ratten über die Jahrhunderte hinweg verbunden blieb. Ratten sind Projektionsflächen. Autor: Rolf Cantzen
BSE - das ist wahrscheinlich die Tierseuche, die uns Menschen am meisten Gruseln lässt. Noch vor ein paar Jahren machten Schlagzeilen vom "Rinderwahn" vielen Menschen Sorgen, sie fürchteten, dass auch ihr eigenes Gehirn betroffen sein könnte. Autorin: Yvonne Maier
Der Traum vom Fliegen beflügelt die Menschen seit der Antike. Doch der Versuch, "abzuheben" von der Erde, damit Götter zu provozieren und Naturgesetze zu überwinden, hat seine Opfer gefordert. Das berühmteste ist wohl Ikarus. Autorin: Gabriele Bondy
Heute würde man ihn als Selfmademan bezeichnen - den Erfolg hat sich der Sohn eines Schrobenhausener Maurermeisters zäh erkämpft. Die gehobene Münchner Bourgeoisie riss sich darum, von Lenbach portraitiert zu werden, auch der Hochadel, Bismarck und der Papst holten ihn oder kamen in sein prachtvolles Atelier in der Münchner Luisenstraße. Autorin: Renate Währisch
Albert J. Cramer betrieb ein Kolonial- und Textilwarengeschäft. As er sich in anderen Sparten versuchte, scheiterte er. Seinem Sohn Theodor allerdings vermittelte er nicht nur kaufmännische Kenntnisse, sondern auch die Fähigkeit, flexibel und grenzüberschreitend zu denken. Nach einer Banklehre und ein paar Semestern Philosophie gründete der junge Mann -nicht zuletzt, um das Gedankengut der Aufklärung zu verbreiten -einen Verlag. Autor: Herbert Becker
Wer sich heute noch über eine falsche Wettervorhersage aufregt, muss sich selbst im Datum vertan haben. Das Wetter stimmt, wenn es von seriösen Instituten prognostiziert wird, für die folgenden zwei, drei Tage zu mehr als 80 Prozent. Schon erstaunlich, wenn man bedenkt, wie kompliziert das zu Stande kommt, was man als Wetter bezeichnet. Autor: Florian Hildebrand
Tiere sind niedlich und nett anzusehen, besonders wenn sie Säuger sind, treuherzig dreinschauen und kuscheliges Fell haben. Man muss sie einfach mögen, diese unschuldigen Geschöpfe. Aber Tiere können mitunter auch ganz schön fies sein. Autorin: Susi Weichselbaumer
Eine Löwenmama schleckt ihrem Kleinen hingebungsvoll das Fell. Echte Mutterliebe? Bei der Brutaufzucht geht's tierischen Eltern eigentlich nur um eins: Das Überleben der eigenen Gene. Und deshalb müssen manche Tiermütter mitunter auch vermeintlich grausame Entscheidungen treffen. Autor: Florian Hildebrand
Kaum jemand klagt über Langeweile - zum guten Ton gehört es eher, keine Zeit zu haben. Ein Termin jagt den anderen, und nicht nur in der Arbeit herrscht für viele Dauerstress ...
Hat mein Leben einen Sinn, oder muss ich ihn erst noch suchen? Und wenn ja, wo? Außerhalb oder innerhalb meines Lebens? Gibt es überhaupt den einen großen Sinn oder eher mehrere kleine? Oder gar keinen? Ist vielleicht sogar schon die Frage danach sinnlos?
"Verlorene Illusionen" das könnte das Lebensresümee des französischen Romanautors Honoré de Balzac sein. Die Welt des Adels kannte er dank bester (weiblicher) Beziehungen. Doch das "de" seines Namens schmuggelte er in seinen Lebenslauf selbst hinein. Autorin: Gabriele Knetsch
Am 1. Juli 1948 wählten die Münchner den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Wimmer zum Oberbürgermeister. Wimmer, ein gelernter Schreiner, war der Inbegriff des Politikers, der aus dem Volk kommt und für das Volk da ist. Unvergessen ist seine Aufforderung zum Wiederaufbau Münchens: "Rama dama!" Ähnlich häufig zitiert wird sein "Ozapft is!", das er beim Anstich der ersten Maß auf dem Oktoberfest des Jahres 1950 ausrief. Autor: Herbert Becker
Mit der Industrialisierung vor anderthalb Jahrhunderten beginnt auch die Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung: Handwerker und Gesellen schlossen sich als Erste zusammen, um für höheren Lohn und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen, um sich gegenseitig in Notlagen zu unterstützen und um sich weiterzubilden. Autor: Thies Marsen
Wie entstehen Vulkane, wie gefährlich sind sie und wie werden sie wissenschaftlich erforscht? Durch die gefährliche Arbeit der Vulkanologen könnten Explosionen wie die auf der indonesischen Insel Krakatau im Jahr 1883 heute besser abgeschätzt werden. Autorin: Carola Zinner
Die antike Philosophenschule der Stoa sah ihre Hauptaufgabe darin, den Menschen zu zeigen, wie sie glücklich werden können - und zwar aus eigener Kraft und dauerhaft und sicher. Jeder sollte tatsächlich, wie es unser Sprichwort sagt, seines Glückes Schmied sein. Autor: Michael Conradt.
Man muss kein Waffennarr sein, um zu wissen, was ein Winchester-Gewehr ist - es reicht, wenn man Karl May gelesen hat. Die Winchester wurde 1854 von Benjamin Tyler Henry entwickelt und 1860 von Oliver F. Winchester serienmäßig hergestellt. Im Amerikanischen Bürgerkrieg und bei der Eroberung des Wilden Westens wurde das Unterhebel-Repetiergewehr gar zum Mythos. Autor: Herbert Becker
Monteserrat, eine relativ unerschlossene Karibikinsel, machte in den letzten Jahren mit einem Negativrekord Schlagzeilen: Zusammen mit Bhutan steht ihre Elf am Tabellenende der Welt-Fußballnationalmannschaften. Autorin: Ulrike Zöller
Lange, weiße Strände, Kokospalmen und türkisfarbenes Wasser: Sardinien gilt heute als "Karibik Europas. Die Edelhotels an der Costa Smeralda sind Treffpunkte des internationalen Jetsets. Doch lange galt die Insel als das Armenhaus Europas. Autorin: Carola Zinner
Pessach, Chanukka, Versöhnungstag und Laubhüttenfest sind für die meisten Nichtjuden heute bloß noch exotische Begriffe. Dabei haben die Feste der Juden das Beten, die Liturgie und den Kalender ihrer christlichen Mitbürger entscheidend geprägt. Autor: Christian Feldmann
"Drei Dinge sind ein Vorgeschmack der kommenden Welt", so steht es in der Überlieferung der angeblich so knochentrockenen Pharisäer, "Schabbat, Sonne und Beischlaf." So ernst haben sie die Bibel mit ihren Abgründen und Leidenschaften genommen - und einen Gott, der einen kämpferischen Humor beweist. Autor: Christian Feldmann
Er gilt als wichtiger Vertreter des poetischen Realismus: Theodor Fontane. Obwohl er schon früh zu reimen begann, sind seine berühmten Werke spät begonnen und erst im Alter beendet worden. Zunächst sammelte Fontane Berufs- und Lebenserfahrung als Apotheker, Journalist, Übersetzer, Unteroffizier und sogar als Revolutionär. Mit 30 entschloss er sich, ausschließlich als "freier Schriftststeller" zu arbeiten. Autorin: Gabriele Bondy
1797 als Kind eines Tuchhändlers in Düsseldorf geboren, versuchte sich Heinrich Heine zunächst erfolglos in einer Karriere als Jurist, bevor er sich der Dichtung zuwandte. Sein impulsives Temperament bringt ihn in manch ausweglose Situation. Autorin: Prisca Straub
Er gilt als der bedeutendste unter Bayerns Königen: Unter der Regierung Ludwigs I. (1786-1868) wurde München zur Kunstmetropole von europäischem Rang; Bauten, die unter seiner Herrschaft entstanden, prägen bis heute das Image der Stadt als "Isar-Athen". Privat allerdings gab sich der große Mäzen Ludwig sparsam bis zum Geiz. Autorin: Carola Zinner
Chanels Vater war ein windiger Markthöker, der ständig unterwegs war und kaum Verantwortung für die Familie übernahm. Sie selbst hatte den Hang, an fremden Gräbern mit den dort liegenden Verstorbenen eine Art Unterhaltung zu führen. Autor: Rainer Tautenhahn
Es gibt kaum ein Land in Afrika, das mit Reichtümern so gesegnet ist wie die "Demokratische Republik Kongo": Das riesige Land im Herzen des Kontinents hat eine Fülle von Bodenschätzen: Gold, Diamanten und Erdöl, Kupfer, Koltan und Kassiterit, um nur einige zu nennen. Autorin: Bettina Rühl
Eines ist klar: Die Frage nach dem Glück ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste in unserem Leben. Entsprechend zahlreich sind die Theorien zu diesem "höchsten Gut". Ist Glücklichsein einfach Glückssache? Oder haben wir unser Glück in der Hand? Und vor allem: Was ist eigentlich Glück? Wie genau fühlt es sich an, wie lange kann es dauern, und welche Anforderungen stellt es vielleicht sogar an uns? Autor: Rolf Cantzen
audio Zen - Die Welle ist das Meer - 17.08.2011
Wed, 17 Aug 2011 09:05:01 +0200
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Zen-Buddhismus zunehmend auch im Westen Anhänger gefunden. Viele Christen, die in ihrer Kirche meditative Elemente vermissten, fühlten sich von den Zen-Praktiken angesprochen. Autorin: Gerda Kuhn
Flüstern, brüllen, lachen, jubeln: faszinierend, wozu wir mit unserer Stimme in der Lage sind. Doch wie kommen die unzähligen Laute zustande und wie funktioniert der menschliche Sprechapparat? Denn, um nur einen einzigen Laut zu erzeugen sind viele Organe und Muskeln beteiligt. Autor: Martin Schramm
Die Liebesgöttin Aphrodite ist seit über 2.500 Jahren Objekt der Anbetung und Verehrung, Modell für Dichter, Maler und Bildhauer. Die berühmteste Darstellung ist wohl die von Botticelli, die in den Uffizien von Florenz zu bestaunen ist. Autorin: Gabriele Bondy
Nach außen hin schien die DDR Anfang 1989 der solideste aller Staaten des Warschauer Paktes zu sein - anders als Polen oder die von der "Perestrojka" Gorbatschows geschüttelte Sowjetunion. Staats- und Parteichef Erich Honecker zeigte sich noch im Januar optimistisch, die Mauer werde noch in 50 und in 100 Jahren stehen. Autor: Rainer Volk
"Es gibt kein Bauwerk unter dem Himmel, das an Vollendung den Pyramiden Ägyptens gliche! Mein Auge erquickt sich an diesen einzigartigen Bauten, aber meine Gedanken quälen sich mit der Frage, was sie bedeuten sollen!" Sätze aus dem Mittelalter. Autor: Thomas Morawetz
Zur kosmetischen Grundausstattung einer eleganten Ägypterin gehörte ein Schilfrohr mit einem schmalen Schminkgriffel, das die Augenschminke für den Lidstrich enthielt. Diese Paste wurde in drei Farbvarianten angerührt: Schwarz aus Ruß, Grün aus geriebenem Malachit und Blau aus pulverisiertem Blei. Die Grundrezeptur bestand aus Rindertalg, Bienenwachs und Nussöl. Autorin: Astrid Mayerle
audio Die Hand - Zum Greifen nah - 04.08.2011
Thu, 04 Aug 2011 09:05:01 +0200
25 Millionen Mal werden die Finger unserer Hand im Laufe des Lebens gestreckt und gebeugt. Darüber denken wir gar nicht nach, wenn wir mit unseren Händen arbeiten, streicheln, zupacken, deuten oder gestikulieren. Autorin: Renate Kiesewetter
Die Geschichte des heutigen Neuseeland ist eng verbunden mit den Mythen und Überlieferungen der Maori. Diese wanderten vermutlich zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert aus Ost-Polynesien in ihre neue Heimat ein. Die geübten Seefahrer waren Meister der Navigationskunst. Den Kurs ihrer Kanus bestimmten sie, indem sie sich an der Meeresströmung und am Stand der Sterne orientierten. Autorin: Gerda Kuhn
Ungefähr da, wo in München die BR-Sendung über die Architektenbrüder Gabriel und Emanuel von Seidl entsteht, am heutigen Rundfunkplatz, lag früher das Refugium der angesehenen Bäckersfamilie Seidl - der Seidl-Garten. Treffpunkt der Münchner Gesellschaft und der arrivierten Künstler der Prinzregentenzeit. Autorin: Henrike Leonhardt
Am 1. August 1911 wurde in München der Tierpark Hellabrunn eröffnet. Ein berühmter Architekt - Emanuel von Seidl - zeichnete für den "künstlerischen Generalausbauplan" verantwortlich. Hellabrunn war der erste Geozoo der Welt. Autorin: Dorit Kreissl
Wie rasant verändert sich die deutsche Sprache? Hatten Jugendliche schon immer ihren eigenen "Slang"? Und wer bestimmt im Sog der Veränderungen, was richtig oder falsch ist? Die Duden-Redaktion oder der Lauf der Geschichte? Prof. Horst Dieter Schlosser, Sprachwissenschaftler und Initiator der Aktion "Unwort des Jahres", im Gespräch mit Susanne Merkle.
Sein Name steht unumstößlich für das Maß aller Dinge in Sachen deutsche Rechtschreibung und Grammatik. Wer richtig deutsch schreiben will, kommt am "Duden" nicht vorbei. Doch wie kommt es, dass gerade jener Konrad Duden, dem als junger Student in deutscher Grammatik ein "mangelhaft" attestiert wurde, das Nonplusultra in Sachen Orthografie wurde? Autor: Markus Mähner
audio "Voll krass" - Neue Soziolekte - 29.07.2011
Fri, 29 Jul 2011 09:05:01 +0200
Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union. Doch glaubt man den Klagen selbst ernannter Sprachwächter, ist genau dieses Deutsch bedroht. Vom sogenannten Denglish zum Beispiel, das heißt dem gedankenlosen Einsatz englischer Bezeichnungen im öffentlichen Leben, von "Anti-Aging-Produkt" bis "Ticket Counter". Autor: Martin Schramm
Die Carretera Austral führt in den Wilden Süden Chiles, in die atemberaubenden Landschaften des unbekannten Patagoniens. 20 Jahre dauerte der Bau der rund 1.300 Kilometer langen Straße, die Chiles Diktator Pinochet 1976 aus strategischen Gründen in Auftrag gab. Autorin: Dorit Kreissl
Der Ursprungsgott der Inkas war "Viracocha". Er war von Anfang an da, schon bevor die Welt bestand. Er würde das Leben erst erschaffen und später, da würde er wieder kommen und nach seinen Kindern sehen - eines Tages, ein weißer Mann, mit dunklem Bart. Doch sie würden ihn nicht erkennen als ihren Gott, er würde in einer anderen Sprache sprechen. Autorin: Susi Weichselbaumer
Die Götter der Germanen leben in ewiger Jugend, die sie den von Idun gehüteten goldenen Äpfeln verdanken. Über eine Regenbogenbrücke können sie in die Menschenwelt herabsteigen. Ihr größter ist der einäugige Wotan, zuständig für Dichter, Krieger und die Toten. Autor: Christian Feldmann
Er konnte nie ein Buch oder eine Schallplatte in der DDR veröffentlichen - und wurde doch zum vielleicht bekanntesten Dichter des Landes. Das SED-Regime half dabei kräftig mit, denn es entzog dem unbequemen Biermann nach einem Konzert in der ausverkauften Sporthalle in Köln 1976 die DDR-Staatsbürgerschaft. Autor: Martin Schramm
Imposante Fassaden imposanter Gebäude, die von der architektonischen Raffinesse der Renaissance erzählen, bleiben vielen Italienurlaubern im Gedächtnis. Noch immer prägen diese Paläste das Bild vieler italienischer Städte. Autorin: Anja Mösing
Palladio nahm vor allem die klassische Antike zum Maßstab für seine Arbeit, doch er ahmte die Bauten der Antike nicht einfach nach, sondern studierte ihre Formen und Prinzipien und schöpfte in ihrem Geist eine eigene, neue Architektur. Autor: Frank Thinius
Wie haben die Inka ihre Steuereinnahmen überprüft? Was ist wahr an den Erzählungen, dass Azteken Menschen geopfert haben? Und was ist dran am Weltuntergang im Jahre 2012, den man angeblich am Maya-Kalender ablesen kann? Prof. Berthold Riese - Altamerikanist, Ethnologe und Autor u.a. des Buches "Das Reich der Azteken" - im Gespräch mit Leslie Rowe.
Ein Kolibri mit einer Flügelspannweite von knapp 65 Metern, und eine Spinne, die von den Vorder- zu den Hinterbeinen 45 Meter misst: zwei von vielen riesigen Bildern, die in den staubigen Boden der Atacama-Wüste eingeritzt sind. Jahrhunderte lang haben Wissenschaftler gefragt: Warum? Autorin: Susi Weichselbaumer
Die italienische Hafenstadt Bari ist die Hauptstadt der Region Apulien und gilt als eine der elegantesten und teuersten Städte Süditaliens. Daher gehört Bescheidenheit wohl nicht zu den hervorstechendsten Eigenschaften der Baresen, Humor schon eher, denn ein typisch baresisches Sprichwort lautet: "Wenn Paris am Meer läge, könnte es Klein-Bari sein!" Autor: Gregor Hoppe
audio Mailand - Mode, Macht, Medien - 21.07.2011
Thu, 21 Jul 2011 09:05:01 +0200
"Mailand zum Trinken!" hieß es 1985 in einem Slogan für den Kräuterlikör Ramazzotti, der das Lebensgefühl der lombardischen Hauptstadt sehr treffend beschreibt. Er steht für Genuss und Luxus, den man sich leisten können muss, aber zu dem einem Mailand auch verhilft. Autor: Andreas Miekisch
Das eigene Ich zu ergründen sollte eigentlich keine besondere Schwierigkeit darstellen, schließlich kennt niemand das eigene Wesen so gut wie man selbst. Und doch zeigt sich immer wieder: Selbsterkenntnis ist durchaus mühevoll. Autorin: Prisca Straub
Putschversuche hat es in der jüngeren spanischen Geschichte häufig gegeben. Doch der Aufstand im Juli 1936 gegen die republikanische Regierung in Madrid war anders. Er führte zu einem blutigen Bürgerkrieg zwischen der republikanischen Regierung und den Putschisten unter General Francisco Franco. Autor: Thomas Grasberger
Warum ist Deutschland Marktführer in Sachen Umweltschutztechnik? Und wie bringt man die Industrie dazu, ökologisch zu wirtschaften? Prof. Dr. Peter Hennicke, ehemaliger Präsident des Wuppertal Instituts für Umwelt, Klima, Energie im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
Das "Recht zur Umweltverschmutzung" rationieren und es dann stückweise dem Meistbietenden verkaufen. Das ist die Grundidee des Emissionsrechtehandels für klimaschädliches Kohlendioxid. Der Preis für das Recht, das Klima zu schädigen, steigt mit der Nachfrage - und an irgendeinem Punkt wird es günstiger, Energiesparmaßnahmen einzuleiten, als immer mehr Rechte zur Umweltverschmutzung zu kaufen. Autor: Dirk Vilsmeier
Die Einführung des Fahrzeugkatalysators ist die Geschichte einer erfolgreichen Verzögerungstaktik. Erfunden wurde der Kat bereits in den 1950er Jahren in den USA - von einem Ingenieur französischer Herkunft. Der hatte sich schon eine Weile lang mit der Frage beschäftigt, welchen Anteil Autoabgase an der Luftverschmutzung haben. Autor: David Globig
Delfine üben seit jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Ihr Spiel mit den Wellen, ihr vermeintliches Lächeln, ihr soziales Verhalten haben die Fantasie der Menschen schon immer angeregt. Autorin: Alkyone Karamanolis
Wasser ist die Basis allen Lebens. So ist es eigentlich kein Wunder, dass sich die Vorfahren sämtlicher Lebewesen unseres Planeten vor Jahrmillionen im Ozean tummelten. Auch die des Menschen. Autorin: Iska Schreglmann
Philosophen traut man im Allgemeinen tiefere Einsichten zu als Menschen, die keine berufsmäßigen Denker sind. Was sie im Laufe der Jahrhunderte über Frauen gesagt haben, klingt jedoch in den meisten Fällen erstaunlich einfältig.
Die Weisheit ist weiblich: Nicht nur grammatikalisch, sondern auch in allen allegorischen Darstellungen. Dass dies nicht unbegründet ist, zeigen die überlieferten Zeugnisse weiblichen Philosophierens, die spärlich sind, aber hinreichend, um auch von großen Philosophinnen sprechen zu können. Autor: Michael Conradt
Von Michael Thonet wissen viele gar nicht, dass er in Boppard am Rhein zur Welt kam - so eng verbinden sich seine Möbel mit Wien. Ausgerechnet der Fürst von Metternich, als Vertreter einer "restaurativen", also die alte, vornapoleonische Ordnung wiederherstellenden Politik, holte den Neuerer unter den zeitgenössischen Tischlermeistern 1841 an die Donau. Autor: Gregor Hoppe
Wie könnten Umweltgifte in unser Leitungswasser gelangen? Und wie stellt man sicher, dass das nicht passiert? Prof. Klaus Kümmerer, Leiter des Instituts für nachhaltige Chemie und Umweltchemie an der Universität Lüneburg, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Der 10. Juli 1976 war ein heißer Tag: Wie immer spielten die Kinder in der norditalienischen Kleinstadt Seveso mit nacktem Oberkörper. Die weißen Flocken, die plötzlich vom Himmel fielen, bestaunten sie als Naturwunder. Ins Haus ging keines der Kinder - warum auch. Niemand hatte sie vor dem "Schnee" gewarnt. Autor: Hellmuth Nordwig
audio Dioxine - Gefährliche Substanzen - 08.07.2011
Fri, 08 Jul 2011 09:05:01 +0200
Niemand braucht Dioxine - sie werden nicht mit Absicht hergestellt, sondern entstehen als unerwünschte Nebenprodukte von Verbrennungen und treten dann ihre Reise durch unser Ökosystem an. Autorin: Renate Ell
Essen ist längst nicht mehr reine Geschmackssache. Schwermetalle, Acrylamide, Pestizide: Diskussionen über giftige Substanzen in unseren Lebensmitteln verderben vielen den Appetit. Autorin: Susi Weichselbaumer
Fleisch hat einen schlechten Leumund. Auch wenn die subventionierten Sonderangebote an der Fleischtheke im Supermarkt uns locken mögen, muss sich doch heute ein jeder Konsument überlegen, ob ein ungebrochen hoher Fleischverzehr weiterhin ethisch zu verantworten ist. Autor: Geseko von Lüpke
Moses erhielt auf dem Berg Sinai die Tafeln mit den Zehn Geboten, Mohammed erlebte am Berg Hira nahe Mekka die erste Offenbarung, Jesus Christus fuhr vom Jerusalemer Ölberg gen Himmel auf. Der Olymp war Sitz der griechischen Götter. Buddhisten, Hindus, Dschaina und Anhänger der tibetischen Bön-Religion pilgern zum Berg Kailash. Autor: Reinhard Schlüter
"Jedes Leben kommt von dir", betete der Pharao Echnaton vor dreitausend Jahren zur Sonne. "Alle Augen schauen zu dir auf, wenn du strahlend über die Erde dahingehst. Du bist das Leben, jeder lebt durch dich." Die Ägypter stellten sich vor, dass ihr höchster Gott in einer Sonnenbarke über den Himmel fuhr, um die Erde täglich zu erneuern. Autor: Christian Feldmann
"Alles scheint Natur, so glücklich ist die Kunst versteckt" - das war das Leitbild, nach dem der berühmte Gartenarchitekt vor 200 Jahren den Englischen Garten in München gestaltete. Autorin: Renate Währisch
Wie schwierig ist es, aus Konfliktgebieten wie etwa Libyen zu berichten? Und was passiert, wenn man dabei zwischen die Fronten gerät? Martin Durm, der als ARD-Korrespondent aus Libyen, Ägypten und dem Jemen berichtet hat, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Als im Kosovo die Luftschläge der NATO begannen, gab es nur wenige Journalisten in der Provinzhauptstadt des Kosovo. Und "embedded" war damals so gut wie niemand - eingebettet in die jugoslawische Armee oder die NATO-Streitkräfte, so wie man das aus modernen Medienkriegen kennt. Autorin: Anke Mai
Am Anfang der französischen Geschichte steht die Seine. Auf der Pariser Ile de la Cité haben die Römer ihren ersten Herrschaftssitz gegründet, von hier aus vergrößerten die frühen französischen Könige das Reich. Im Seine-Tal, in Giverny, schuf Claude Monet einen Garten, der ihn zu seinen großartigsten Gemälden inspirierte. Autor: Christoph Wöss
Auch im 21. Jahrhundert ist das Hochzeitsfest bestimmt von Bräuchen: Da wird das Brautpaar beim Verlassen des Standesamtes mit Reis beworfen, am Auto hängen Schuhe, und beim Polterabend wird altes Porzellan zerscherbelt. Autorin: Carola Zinner
Eigentlich sollte er Pfarrer werden. Doch die Eltern waren zu arm, um ein Studium zu finanzieren. Da er zu schmächtig für die Landwirtschaft war, lernte er zunächst das Schneiderhandwerk. Peter Rosegger gilt als einer der berühmtesten deutschsprachigen Natur- und Heimatdichter. Autorin: Gabriele Bondy
Sie alle erhalten bei ihr eine Audienz und alle stimmen sie hinterher in ihrem Urteil überein. Julius Cäsar, Asterix, Obelix und der Druide Miraculix bekunden unsiono: "Sie hat wohl einen schwierigen Charakter, aber eine hübsche Nase". Autorin: Susi Weichselbaumer
Aufgrund der spektakulären Funde im Tal der Könige steht zumeist Tutanchamun im Rampenlicht, wenn über die Zeit der Pharaonen gesprochen wird. Während der jung verstorbene Tutanchamun aber wenige historische Leistungen vollbrachte, gilt Ramses II. als wichtigster Herrscher des Alten Ägyptens. Autor: Bernd Uwe Gutknecht
Wem gehört die Antarktis? Und welche Forschungsziele verfolgen die Wissenschaftler auf dem eisigen Kontinent? Der Glaziologe Prof. Heinrich Miller, stellvertretender Direktor des Alfred Wegener Institutes in Bremerhaven, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Die ersten Entdecker der Antarktis waren waghalsige Abenteurer: Unter widrigsten Bedingungen und ohne aufwändige technische Hilfsmittel kämpften sie sich durch das unendliche Eis. Heute ist die Antarktis immer noch ein wüster Ort - aber längst kein leerer mehr. Autor: Florian Hildebrand
Der Spott tritt in verschiedenen Formen auf: Grob und derb wird der Gegner und das, was ihm lieb, teuer und heilig ist, lächerlich und verächtlich gemacht: seine Person, seine Leistungen, seine Wertvorstellungen. Autor: Rolf Cantzen
Als Schuljunge war er ein dicklicher Streber, als junger Nazi ein sexuell verklemmter Träumer. Doch dann machte er die SS zu einem Eliteorden. Autor: Christian Feldmann
Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion geschah ohne Kriegserklärung: Zwischen dem 8. September 1941 und dem 27. Januar 1944 verhungerten oder erfroren in Leningrad nach sowjetischen Angaben 670.000 der insgesamt etwa drei Millionen Bewohner. Autor: Rainer Volk
Was sind die wesentlichen Voraussetzungen für eine gesunde Demokratie? Wie stehen die Chancen für Ägyptens politische Entwicklung? Und steckt die Demokratie in Deutschland in einer Krise? Professor Wolfgang Merkel, Demokratieforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
Die Revolution in Ägypten ist beendet. Jetzt, einige Monate nach dem Volksaufstand, befindet sich die Gesellschaft in einer Art Schwebezustand: Mubarak ist entmachtet und wird demnächst vor Gericht gestellt. Autor: Jürgen Stryjak
Frauenchiemsee - das Leben auf der Insel ist eng verbunden mit dem Schicksal des Klosters Frauenwörth, das sich dort befindet. Seine Gründung geht zurück auf den bayerischen Herzog Tassilio III. Berühmteste Äbtissin des Klosters: die selig gesprochene Kaisertochter Irmengard. Autorin: Carola Zinner.
Es gibt Menschen, die sind mutiger als andere. Sie machen selbst unter schwierigen Umständen ihren Mund auf und vertreten ihre Meinung. Auch für andere Menschen setzen sie sich ein, diese Helden des Alltags. Autorin: Anja Mösing
Niemand will es sein, und doch (fast) alle sind es: Opportunisten - also Menschen, die sich um des eigenen Vorteils willen anpassen. Der weniger nette, umgangssprachliche Ausdruck dafür ist: Arschkriecherei. Autor: Rolf Cantzen
Was haben Tränen mit Mathematik zu tun? Was bedeutet eigentlich 1 plus 1? Und was machen Mathematiker, wenn sie nicht rechnen? Prof. Dr. Rudolf Taschner, Mathematiker an der TU Wien, Betreiber des "math.space" und Autor u.a. des Buches "Der Zahlen gigantische Schatten", im Gespräch mit Susanne Merkle.
Das Gehirn eines Erwachsenen verfügt über unglaubliche 100 Milliarden Nervenzellen - eine Zahl mit kaum vorstellbaren 11 Nullen. Was aber noch viel erstaunlicher ist: Schon wenn wir auf die Welt kommen, verfügt unser Gehirn über diese stolze Anzahl "grauer Zellen". Autor: Martin Schramm
Die Mathematik tritt in die Geschichte der gewöhnlichen Menschen mit dem Charme der Aufklärung, und sie hat ihn bis heute behalten. Eine Rechnung ist eben dann richtig, wenn das Ergebnis stimmt und nicht erst, wenn der Lehrer nickt oder ein König es will. Autor: Thomas Morawetz
Das Geheimnis ist gelüftet C. G.Jungs "Das rote Buch", das bis zum Oktober 2009 nicht veröffentlicht werden durfte, liegt vor. Es ist die Bestandsaufnahme einer schweren Persönlichkeitskrise. C. G.Jung nutzte die Jahre zwischen 1913 und 1928 zu einer intensiven Seelenschau. Autorin: Gabriele Bondy
C. G. Jung, ein kongenialer Partner für Freud, aktiv, brillant, witzig und sprachgewandt. Eine bedingungslose Unterwerfung unter das Dogma der Psychoanalyse strebte aber auch er nicht an.
Der Faradaysche Käfig, die Raumkapsel Apollo 8, das Unterseeboot U 1, ein komplettes Bergwerk - das sind nur einige wenige Ausstellungsstücke, die Generationen von Besuchern begeisterten. Auf einer Fläche von 73.000 Quadratmetern zeigt das Deutsche Museum Objekte aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaft und ist damit eines der größten Museen weltweit. Autorin: Dorit Kreissl
Ist Umweltbewusstsein ein Phänomen der Neuzeit? Ist Umweltverschmutzung die notwendige Konsequenz der Industrialisierung? Und welche Konsequenzen hat die Tatsache, dass alle Ressourcen endlich sind? Dr. Franz Mauelshagen, Umwelt- und Klimahistoriker am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Das Ende des "fossilen Zeitalters" ist in Sicht, seitdem deutlich geworden ist, dass die Förderung des Rohstoffs Öl nicht grenzenlos ist. Die Wissenschaft spricht von "Peak Oil", dem Höhepunkt der weltweiten Förderung des "schwarzen Goldes". Autor: Geseko von Lüpke
Von der Atomkraft bis zum Waldsterben, vom badischen Wyhl bis zum brasilianischen Amazonas: Vielgestaltig sind nicht nur die Themen der Umweltbewegung, sondern auch deren Protagonisten. Naturschützer, Studenten, Wissenschaftler oder Politiker. Seit den 1970er Jahren schließen sie Bündnisse oder bekämpfen sich. Autor: Martin Trauner
Immer wieder tauchen Menschen auf, die glauben, die Wiedergeburt eines anderen zu sein. Überragendes Beispiel hierfür ist der Dalai Lama, der von seinen Anhängern als Reinkarnation seines Vorgängers verehrt wird. Woher kommt dieser Glaube und welche Spielarten davon gibt es? Autor: Reinhard Schlüter
Es ist eine der Grundfragen der menschlichen Existenz: Hat der Mensch eine Seele und was passiert mit ihr nach dem Tod? Die Antwort von Religionen und Philosophie: Die Seele trennt sich vom sterblichen Körper. Einige nehmen an, dass sie sich danach neu bindet und ins irdische Leben zurückkehrt; andere gehen von der Existenz individueller Seelen aus. Autor: Uwe Birnstein
Die Schlacht von Solferino - die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien und dessen Verbündeten Frankreich - wäre heute wohl längst vergessen, hätte sie nicht etwas bewirkt, das bis in unsere heutige Zeit reicht: Henry Dunant. Autorin: Renate Kiesewetter
1820 bekam das englische Ehepaar Fanny und Edward Nightingale auf einer Italienreise eine Tochter. Sie nannten sie Florence - nach Florenz, der Stadt, in der das Mädchen geboren wurde. Das Kind mit dem ungewöhnlichen Vornamen, sollte sich zu einer ebenso ungewöhnlichen jungen Frau entwickeln. Autorin: Susanne Merkle
Der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für Folter, Prof. Manfred Nowak, lobt den Einsatz von Amnesty International für die Menschenrechte. Amnesty habe ihm bei seiner Arbeit als UN-Sonderberichterstatter immer kooperativ geholfen und mit Informationen über Gefangene versorgt.
Amnesty International ist die größte Menschenrechtsorganisation der Welt. Über zwei Millionen Mitglieder und Unterstützter hat sie für ihr Anliegen, sich für die Menschenrechte einzusetzen. Dabei hat sie ganz klein angefangen. Autor: Thies Marsen
Mehr als 150 Journalisten und über 120 Online-Aktivisten haben in diesem Jahr schon ihren Einsatz im Dienste der Meinungsfreiheit mit dem Leben bezahlt, schreibt die Organisation Reporter ohne Grenzen. Für viele autoritäre Staaten ist dieses Menschenrecht ein Dorn im Auge. Autor: Wolfram Schrag
"Das Wasser ist zu sauber geworden", klagen die Fischer am Bodensee. In den 1970er Jahren flossen vielerorts Abwässer noch ungeklärt in den See - sie sorgten für ein üppiges Algenwachstum und entsprechend hohe Fischbestände. Heute gibt es am Ufer keinen Ort mehr ohne Kläranlage. Autorin: Renate Ell
Was ist Wahrheit? Die Meinung, die überdauert, sagt ein Bonmot, an dem viel Wahres ist. Man kann Wahrheit nämlich ganz unterschiedlich bestimmen. Intuitiv ist wohl die Übereinstimmung von Aussage und Sachverhalt das, was wir unter Wahrheit verstehen. Autor: Michael Conradt
Franz Kafka wird im Juli 1883 in Prag in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren. Seine Muttersprache ist Deutsch. Als Anwalt findet er einen ungeliebten Brotberuf. Aber seine wichtigste Prägung erfährt Kafka in der Kindheit: Der Vater ist übermächtig. Sobald Kafka zu schreiben beginnt, geraten seine Figuren in unausweichliche und vergebliche Kämpfe. Autor: Thomas Morawetz
audio Prag - Kultur in jedem Keller - 24.05.2011
Tue, 24 May 2011 09:05:01 +0200
Wer an Prag denkt und an Kultur, dem fällt spontan Franz Kafka ein, der mit der Stadt untrennbar verbunden ist. In der Tat ist er nicht nur eine Touristenattraktion auf Kaffeetassen, sondern einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Geburtshaus steht noch heute am Altstädter Ring. Autor: Kilian Kirchgeßner
Vorbild für das Grundgesetz ist die bayerische Verfassung, als deren Vater Wilhelm Hoegner gilt. Bereits in der Weimarer Republik machte sich der Sozialdemokrat als Parlamentarier einen Namen - unter anderem durch seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Autor: Herbert Becker
"Männer und Frauen sind gleichberechtigt" heißt es im 2. Absatz von Artikel 3 des Grundgesetzes. Eine Selbstverständlichkeit, davon ist die überwiegende Mehrheit der heute lebenden Deutschen überzeugt. Und doch -so selbstverständlich ist der Artikel nicht. Autorin: Gerda Kuhn
Warum sind so viele Kunstfälschungen auf dem Markt, woran erkennen Gutachter ein gefälschtes Gemälde und wie gehen Fälscher vor? Stefan Mekiska, Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Fachleute schätzen, dass etwa 30 Prozent aller Werke auf dem Kunstmarkt nicht echt sind. Philosophen und Kulturwissenschaftler meinen: Fälschungen sind immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. Was also verrät der Boom der falschen Kunstwerke über unsere Gesellschaft? Autor: Joachim Meißner
Michelangelo höchstpersönlich beschmierte als junger Bildhauer eine seiner Marmorskulpturen mit Erde und verkaufte sie als antik - der erste große Skandal der Kunstgeschichte. Fälschungen und Erpressung, Raub, Diebstahl, Schmuggel: Kunstobjekte haben auf Diebe und Betrüger offenbar eine magnetische Wirkung. Autorin: Julie Metzdorf
Stolipinovo steht exemplarisch für die Lage der bulgarischen Roma: die Arbeitslosigkeit in diesem Teil von Plowdiw liegt bei 90 Prozent, man lebt von Gelegenheitsjobs weit unter dem Existenzminimum. Autor: Andreas Kraus
Wie durchlässig ist in Deutschland die Gesellschaft? Schaffen Menschen aus der Unterschicht den Aufstieg nach oben? Und wie sieht es mit der Mittelschicht aus - ist sie tatsächlich so gefährdet, wie viele vermuten? Prof. Michael Hartmann, Soziologe an der Universität Darmstadt, im Gespräch mit Miriam Stumpfe.
Die Schere zwischen Reich und Arm geht auseinander! Immer düsterer klingen in den letzten Jahren die Prophezeiungen vom nahen Untergang der Mittelschicht und damit vom Ende der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Gesellschaft. Aber was ist diese Mittelschicht überhaupt - und wo kommt sie her? Autor: Thomas Morawetz
audio "Prekariat" - Da, wo unten ist? - 13.05.2011
Fri, 13 May 2011 09:30:01 +0200
Vor fünf Jahren hat ein bis dahin kaum bekannter Begriff für Schlagzeilen gesorgt: Eine Studie über die Gesellschaftsstruktur in Deutschland sprach vom "abgehängten Prekariat". Autor: Nikolaus Nützel
Vögel haben uns etwas zu sagen. Es ist eine alte, fast vergessene Kunst, sich die wachen Sinne der Tiere und im Besonderen die der Vögel zunutze zu machen. Autor: Geseko von Lüpke
In jeder Liste der großen Weltreligionen dürfen sie nicht fehlen - die Naturreligionen. Was ist so faszinierend an Glaubensformen, die scheinbar gar nichts mit der modernen Welt zu tun haben: indianische Rituale, Kulte archaischer Naturreligionen, schamanistische Heilungswege. Autor: Geseko von Lüpke
Den Kelten schenkte ihre Mondgöttin Belisana die Künste. In Griechenland stand Selene den gebärenden Frauen bei, während der ägyptische Mondgott Thoth die Schreiber beschützte und Luna die römischen Wagenlenker. Doch es gab auch bitterböse, blutrünstige Mondgottheiten wie bei den Azteken Coyolxauhqui ("Goldene Glocken"). Autor: Christian Feldmann
audio Max Frisch - Der Kampf ums Ich - 10.05.2011
Tue, 10 May 2011 09:05:01 +0200
Fast sein gesamtes Werk ist eine Annäherung an sich selbst, aber trotz dieser literarischen Egozentrik hat der Schweizer Autor Max Frisch ein internationales Publikum begeistert. Wie kaum ein zweiter deutschsprachiger Autor der Nachkriegszeit hat Frisch über sich geschrieben und die Welt gemeint, oder wie sein Landsmann Friedrich Dürrenmatt es wendete: Frisch nahm seinen Fall für die Welt. Autor: Thomas Morawetz
audio Ludwig II. - Der Mondkönig - 09.05.2011
Mon, 09 May 2011 09:05:01 +0200
Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee: Die Bauten König Ludwigs II. prägen das Bayernbild in der ganzen Welt. Mit ihnen wurde auch Ludwig berühmt - der schöne, weltabgewandte Herrscher, der zu den Klängen von Wagners Musik nachts durch seine Märchenschlösser irrte, der König, der vergebens versuchte, sich einer neuen, schlechteren Zeit entgegenzustemmen. Autorin: Carola Zinner
Worin liegen die Gefahren des Finanzkapitalismus? Und was unterscheidet ihn vom früheren kapitalistischen System? Dr. Heiner Flassbeck, Chefökonom bei der UNCTAD, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Joseph Schumpeter war der weniger bekannte, aber mindestens genauso geniale Zeitgenosse von John Maynard Keynes. In seinen immens umfangreichen Studien durchleuchtete Schumpeter Anfang des 20. Jahrhunderts den Kapitalismus wie kaum ein anderer Volkswirt vor und nach ihm. Autor: Christian Sachsinger
"Manche Finanzinvestoren ... fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir." Mit diesen Worten eröffnete Franz Müntefering im Jahr 2005 ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte der Kapitalismuskritik, die auf Karl Marx zurückgeht ...
Es ist die größte trocken fallende Meeresfläche der Welt - das Wattenmeer vor der Nordseeküste. Auf 4.700 Quadratkilometern hat sich die Natur dem extremen Wechsel von Ebbe und Flut angepasst und das in erstaunlicher Geschwindigkeit: Das Wattenmeer ist erst vor rund 6.000 Jahren entstanden. Trotzdem gibt es hier hoch spezialisierte Lebensformen, die mit den Gezeiten existieren und sogar wandern. Autor: Helmut Stapel
audio Der Auwald - Lebensraum am Fluß - 05.05.2011
Thu, 05 May 2011 09:05:01 +0200
Total überschwemmt oder monatelang trocken - die Auwälder am Fluss sind die letzten Urwälder Europas: in den Altwassern, auf Kiesbänken und in den Wäldern an Rhein, Donau oder am Lech, leben zwei Drittel der heimischen Pflanzen und viele seltene, geschützte Tiere. Autor: Werner Bader
Wie viel Sicherheit braucht der Mensch, will der Mensch? Und in welchen Bereichen? Genügen "mein Haus, mein Auto, meine Familie, mein Zeitschriftenabo" für das Gefühl innerer Stabilität oder spielen Staats-, Gesellschaftsform, Weltpolitik zudem eine Rolle? Vielleicht die wesentliche? Autorin: Susi Weichselbaumer
Dass Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan zu einem der größten Feldherren seiner Zeit werden sollte, sah in seiner Kindheit niemand voraus: Weil er schmächtig und schüchtern war, schien er seinen Erziehern zum Geistlichen bestimmt zu sein. Er aber strebte eine Militärlaufbahn an, und er setzte sich damit durch. Autor: Herbert Becker
Kaum ein Beruf der Neuzeit ist so geheimnisumwittert, wie der des Diplomaten. Im Vergleich scheint selbst die Tätigkeit eines Spions greifbarer. Dabei handelt es sich beim Diplomaten schlicht um einen Mann oder, heutzutage auch eine Frau, mit Ausbildungsberuf und Beamtenstatus. Autorin: Anja Mösing
Weniger Vollzeitjobs, immer mehr unsichere Arbeitsplätze und knapp drei Millionen Erwerbslose - trotzdem sieht die Statistik ziemlich gut aus. Woran liegt das? Und wohin steuert die Arbeitsgesellschaft? Prof. Wolfgang Bonß, Soziologe an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg, im Gespräch mit Susanne Merkle.
Ob Anwalt, Graphikerin, Reinigungskraft oder Krankenschwester - sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind Dienstleister und damit Teil der über 29 Millionen Menschen, die in der Bundesrepublik im sogenannten dritten Sektor arbeiten. Dieser Bereich wächst unaufhörlich und das seit Jahren. Autorin: Veronika Wagner
Der Begriff hatte schon immer etwas Visionäres: "Vollbeschäftigung" - Arbeit für alle! Und so zieht er sich wie ein roter Faden durch Parteiprogramme und Regierungserklärungen der letzten Jahrzehnte. Unabhängig davon, wie die jeweilige Beschäftigungslage aussah, versprachen die Machtinhaber dem Wahlvolk, Vollbeschäftigung zu verwirklichen oder zumindest anzustreben. Autor: Klaus Boffo
Zürich ist die größte Stadt der Schweiz, seine heimliche Hauptstadt (offiziell ist das Bern). Rund 400.000 Menschen leben in dieser Stadt, die als Bankenzentrum Weltbedeutung hat ...
150 Meter breit, 23 Meter tief und nur 15.000 Jahre alt - so der Steckbrief des Rheinfalls beim schweizerischen Schaffhausen. Mit seinem Volumen gilt er als größter Wasserfall Europas. Seine Entstehung ist einer Laune der Eiszeit zu verdanken. Autor: Hans Peter Frick
Wie kommt der Mensch zu sicheren Erkenntnissen? Wo liegt die Quelle der Wahrheit? Folgt man den Empiristen, ist die Antwort glasklar: Alle wahren Erkenntnisse stammen aus der Sinneserfahrung, aus der Beobachtung, dem Experiment. Auch Phantasien und Träumereien basieren für Empiristen letztlich auf Sinneseindrücken. Vorstellungen, die aus der Erfahrung stammen, werden dabei lediglich zerlegt und neu kombiniert. Autor: Martin Schramm
Zwei Jahrtausende lang war es in der Philosophie ein Ding der Unmöglichkeit, die Moral von etwas anderem als vom Verstand abzuleiten. Mit dem schottischen Philosophen David Hume änderte sich diese Einstellung. Hume war davon überzeugt, dass Menschen neben ihren fünf Sinnen auch noch einen sechsten Sinn besitzen, der für das moralische Bewusstsein zuständig ist. Autorin: Elke Endraß
Mehr als eine Milliarde Schafe grasen auf unserem Planeten, die meisten davon in Asien. In Europa ist dieses uralte Haustier auf dem Rückzug. Seit wir die Baumwolle für uns entdeckt haben und Kunstfasern herstellen können, ist uns Schafwolle nicht mehr so wichtig. Autorin: Anja Mösing
Die jüdische Religionsführung in Jerusalem lässt Jesus verhaften. Er habe sich zum König der Juden ernannt, so der Vorwurf. Gotteslästerung! Nach den jüdischen Gesetzen ein Kapitalverbrechen, nach römischem Recht aber keine Straftat ...
Frankreich im Jahr 1896: Der französische Physiker Antoine Henri Becquerel forscht in seinem Labor mit fluoreszierenden Substanzen. Als er eines Abends Uranmineralien in einem dunklen Raum auf eine Fotoplatte legt, merkt er überrascht, dass die Platte schwarz wird. Sie wird belichtet, obwohl kein Licht in den Raum dringt. Autor: Stefan Geier
Miriam Stumpfe im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christian von Soest vom GIGA-Institut für Afrika-Studien in Hamburg. Südafrika ist - fast 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid - immer noch ein gespaltenes Land. Die Rassentrennung ist, so der Afrika-Experte, vor allem in den privaten Lebensbereichen spürbar. Die Menschen arbeiteten zwar zusammen, die Wohn- und Lebensbereiche seien aber nach wie vor getrennt.
Er ist beileibe kein Rockstar, der alte Herr mit den Silberlocken über dem tiefschwarzen Gesicht. Und dennoch löst sein Erscheinen meist Jubelschreie und Freudentänze aus, was für einen Nobelpreisträger eher ungewöhnlich ist. Aber was ist schon gewöhnlich am südafrikanischen Erzbischof und Friedensnobelpreisgeehrten Desmond Mpilo Tutu? Autorin: Cathrin Hennicke
Zu Zeiten der Apartheid war Südafrika tief gespalten. "Rasse", ein Konzept, das biologisch nicht existiert, wurde zum politischen Fundament der Gesellschaft. Noch immer sind die Wunden von damals tief im kollektiven Bewusstsein des Landes verankert - trotz der Versöhnungspolitik Nelson Mandelas, trotz Wahrheitskommission, trotz der Vision der Regenbogennation. Autorin: Corinna Arndt
Die Forschungsreisen des Preußen Alexander von Humboldt sind den meisten bekannt. Doch auch Bayerns König Max Joseph I. wollte nicht abseits stehen, als es galt neue Kontinente und Länder zu enträtseln. So schickte er zwei junge Franken nach Südamerika. Autor: Andreas Höfig
Im Süden Brasiliens, zwischen den Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro, ragen die Bergrücken des Itatiaia Massivs bis 2.800 Meter in die Höhe. Es ist dunkles, vulkanisches Gestein aus einer Zeit, als in Brasilien noch Magma aus Erdspalten floss; jetzt gibt es keine aktiven Vulkane mehr. Autorin: Gudrun Fischer
Vor 150 Jahren erschien der Schafhirtin Bernadette in Lourdes zum ersten Mal eine "schöne Dame", die sich später als die Muttergottes entpuppte. Vergeblich versuchten Ortspfarrer und Polizeipräfekt das Mädchen zum Schweigen zu bringen. In Lourdes geschehen seither Heilungen, die skeptische Forscher am eigenen Verstand zweifeln lassen. Autor: Christian Feldmann
Und plötzlich ist da Wasser: Es plätschert aus einer Höhlung, es quillt aus dem Untergrund in große Lachen im Boden, es blubbert in einem Waldsumpf oder tritt kaum merklich, aber stetig unter einer Wiese aus, sammelt sich in der nächsten Niederung und wird dann ein ansehnlicher Bach. Autorin: Bettina Weiz
Kentucky 1809, eine winzige Blockhütte im Grenzland zur endlosen Wildnis: Hier kommt der Junge zur Welt, der als 16. Präsident der USA Weltgeschichte schreiben wird. Als Abraham Lincoln geboren wird, wissen seine Landsleute erst seit wenigen Jahren, wie groß der Kontinent überhaupt ist, auf dem gerade ihre Union rasant heranwächst. Autor: Thomas Morawetz
Der amerikanische Bürgerkrieg ist heute ein Mythos. Filme wie "Vom Winde verweht" prägen das Bild der weißen Baumwoll-Aristokraten und ihrer schwarzen Sklaven. Der Streit um die Rechtmäßigkeit der Sklaverei stand hinter dem Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten. Er mündete in den Sezessionskrieg von 1861 bis 1865. Autorin: Gabriele Knetsch
Eine Reise ins All: Wie bereitet man sich darauf vor? Und was ist das Faszinierendste an einem Aufenthalt im Weltraum? Der Astronaut Reinhold Ewald, Leiter des Missionsbetriebs für die internationale Raumstation ISS bei der ESA, erzählt im Gespräch mit Jeanne Turczynski von seinen Erfahrungen.
Amerika hat Superman, die Sowjetunion hatte ihn: Juri Gagarin - ein kommunistischer Superheld. Er war der erste Mensch im Weltall und wurde zum größten Popstar der UdSSR. Autor: Klaus Uhrig
Schwerelosigkeit ist exotisch und faszinierend: Man schwebt, ohne sein Gewicht zu spüren. Doch welche Auswirkungen hat das auf unseren Körper? Kann man Schwerelosigkeit auch auf der Erde fühlen? Autor: Aeneas Rooch
Unruhige, aggressive oder unkonzentrierte Kinder fallen auf: Sie stören den Unterricht und bringen ihre Eltern an die Grenzen der Belastbarkeit. Der sogenannten Hyperaktivität, dem häufig beschriebenen ADS-Syndrom (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom), widmen Pädagogen und Psychologen verstärkt ihre Aufmerksamkeit. Ratgeber für gestresste Lehrer und Eltern überfluten den Buchmarkt. Autor: Bernhard Kastner
Wie kaum ein anderer Philosoph hat der britische Denker Bertrand Russell (1872-1970) die Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt. Berühmt wurde er zunächst mit seiner "Principia Mathematica", einer revolutionären Neubestimmung der Mathematik. Autor: Michael Reitz
So alt wie die Philosophie ist auch das Vorurteil, Philosophen seien weltfremd und ihre Erkenntnisse an sich zwar schön und gut, für die reale Existenz der Menschen aber ohne Nutzen. Autor: Michael Conradt
Im Gedächtnis der Nachwelt ist Hedwig vor allem als Braut lebendig geblieben. 1475 hat sie in Landshut den Herzog Georg geheiratet. Herzog Ludwig und sein Sohn Georg, Hedwigs Bräutigam, wollen vor aller Welt ihren Reichtum und ihre Macht demonstrieren. Autorin: Brigitte Kohn
"Man sagt das sie so lieblich gewesen sei, wan sie Roten wein getrunckhen het, so het man jeden wein in der Kerl sehen hinabgeen." So beschreibt ein Chronist die Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer. Es war also kein Wunder, dass der junge Herzog Albrecht III. von Bayern-München ihren Reizen erlag. Autor: Herbert Becker
Nuklearverseuchte Orte in den USA und massive Wirtschaftsprobleme in Russland - was das mit dem Kalten Krieg zu tun hat, erklärt Prof. Bernd Greiner, Historiker am Hamburger Institut für Sozialforschung, im Gespräch mit Leslie Rowe.
Bis heute verfügen die USA und Russland zusammen über rund 90 Prozent der Nuklearwaffen weltweit - eine Hinterlassenschaft des Kalten Krieges. Doch aus den beiden früheren Supermächten, die sich die Welt in Einflusszonen aufteilten, sind inzwischen höchst ungleiche Partner und Konkurrenten geworden. Autor: Thies Marsen
Als "kraftvolle Demonstration des Friedens- und Verständigungswillens der beteiligten Staaten", so umschreibt der Ministerpräsident der DDR, Otto Grotewohl, den Warschauer Vertrag im Jahr seiner Unterzeichnung. Die westlichen Länder sahen das anders. Autor: Rainer Volk
audio Greenpeace - Taten statt Warten - 31.03.2011
Thu, 31 Mar 2011 09:30:01 +0200
Bereits die erste Aktion war wagemutig: 1971 hielt eine Handvoll Friedensaktivisten aus Vancouver mit einem Fischkutter Kurs auf die Küsten Alaskas - hinein in ein Atombomben-Testgebiet. Die amerikanischen Bomben-Tests wurden zwar nicht verhindert, aber vorzeitig abgebrochen. 1980 startete Greenpeace dann in Deutschland. Autorin: Prisca Straub
Tiefenökologie sieht die Erde als ein lebendes System: Sie sieht den Menschen nicht als Krone der Schöpfung, sondern eingebunden in das Netz des Lebens. Autor: Geseko von Lüpke
Maria Magdalena war eine der Frauen, die Jesus nachfolgten. Aus ihrem Vorleben ist nur bekannt, dass er "sieben böse Geister" aus ihr austrieb. Vor allem aber war sie eine der ersten und wichtigsten Augenzeuginnen der Widerauferstehung. Autorin: Imogen Rhia Herrad.
Judith betört den assyrischen Feldherrn Holofernes, schlägt ihm nach einem wilden Gelage den Kopf ab und rettet so ihr Volk Israel vor der führungslos gewordenen Armee der Feinde: Natürlich ist Judith nur eine Symbolfigur. Autor: Christian Feldmann
"Aus dem bayrischen Wald" ist der Titel eines 1897 erschienenen Bandes mit vier Erzählungen der damals 23 Jahre alten Emerenz Meier. Obwohl ihn die Kritiker einhellig lobten, wurde er nicht zum kommerziellen Erfolg. Und, er blieb das einzige Buch der Dichterin, das zu ihren Lebzeiten herauskam. Autor: Herbert Becker
Am 30. Juni 1920 vergiftet sich Lena Christ auf dem Münchner Waldfriedhof. Die Verzweiflungstat beendet ein hartes und bitteres Leben. Dabei waren die ersten Jahre der Kindheit bei den Großeltern in Glonn unbeschwert und glücklich. Autorin: Dorit Kreissl
"Ich werde auf dich warten, warten und warten. Bis zum letzten Atemzug meines Lebens." Mit diesen Worten schließt Lina Haag einen langen Brief an ihren verschollenen Mann, den sie 1944 in einem Garmischer Lazarett heimlich schreibt. Autorin: Sybille Krafft
Prof. Till Roenneberg, Chronobiologe und Zeitforscher an der Münchner LMU im Gespräch mit Leslie Rowe. Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist nach Meinung Roennebergs nicht nur gesundheitsschädlich, sondern behindert auch das Wohlbefinden und das Lernvermögen.
Eigentlich ist alles ganz einfach. Ein Blick zur Sonne sagt uns, wie spät es ist - zumindest in der Theorie. Denn wenn das in der Praxis tatsächlich so wäre, dann hätte jeder Ort seine ganz eigene Zeit. Um das Ganze zu vereinfachen, wurde 1884 die Welt in 24 Zeitzonen eingeteilt. Wer nach Osten reist, muss seine Uhr seitdem vorstellen. Wer nach Westen reist, stellt sie zurück. Autor: Sven Preger
Lange Jahre trug Edinburgh den Beinamen The Auld Reekie, "Die alte Verräucherte". Sie verdankte ihn den früher beständig rauchenden Kaminschloten. Das ist längst Vergangenheit, inzwischen gilt Edinburgh als eine der schönsten und touristisch attraktivsten Städte Europas - und die Hauptstadt Schottlands ist der Ort, in dem die Rebus-Krimis von Ian Rankin spielen. Autor: Ralf Borchard
Jahrhunderte lang war es ein verschlafenes Hafenstädtchen, dann avancierte Cardiff im 19. Jahrhundert zum weltweit größten Kohlehafen mit industriellem Hinterland: schier unglaubliche zwanzig Prozent des globalen Kohleaufkommens gingen durch den Hafen von Cardiff. Autorin: Rhia Herrad
Der jüdische Philosoph Hans Jonas war nicht der Erfinder des Umweltbewusstseins, wohl aber dessen Vordenker. Sein Buch "Das Prinzip Verantwortung", das 1979 erschien, verschaffte dem gerade erwachten ökologischen Denken die theoretische und moralische Tiefendimension, die erforderlich war, um eine epochale Wende im Bewusstsein der Menschen anzumahnen. Autor: Michael Conradt
Im 18. Jahrhundert, den Jahrzehnten vor der Französischen Revolution, entdeckt der Mensch sein Selbstbewusstsein. Er stellt überlieferte Autoritäten in Frage und verspricht sich von der Klarheit des Denkens eine grundlegende Besserung der Verhältnisse. Autorin: Brigitte Kohn
Welche Folgen könnten die Ereignisse in Japan für die dortige Wirtschaft haben? Sind Konsequenzen für den Euro anzunehmen? Wie stabil ist dieser und welche Rolle sollte der IWF in Europa spielen? Prof. Peter Spahn, Volkswirtschaftler an der Universität Hohenheim, im Gespräch mit Jeanne Turczynski.
Vor wenigen Jahren drohte er in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden: Keiner wollte mehr Geld vom Internationalen Währungsfonds - er hatte sich selbst das Wasser abgegraben. Wer von ihm Kredit wollte, musste seine Bedingungen erfüllen und tun, was er sagte. Dabei waren die Rezepte des IWF nicht immer die besten. Autorin: Christine Bergmann
audio Euro - Fluch oder Segen? - 18.03.2011
Fri, 18 Mar 2011 09:05:01 +0100
Die Inflationsbilanz des Euro ist gut, der Preisauftrieb blieb geringer als in den Zeiten der D-Mark. Auch der Außenwert zur wichtigsten Währung der Welt, zum US-Dollar, ist mit wenigen Ausnahmen beständig gestiegen. Trotzdem ist der Euro umstritten wie nie zuvor. Autor: Stefan Schmid
Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel für jeden zweiten Menschen. Gemeinsam mit Weizen und Mais liefern die Körner der Pflanze mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Oryza sativa die Hälfte des gesamten Kalorienbedarfs der Menschheit. Eine Sendung von Hellmuth Nordwig