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feed text Lola - Fr. 25.05 - 3sat: 22.25 Uhr
Fri, 25 May 2012 22:25:00 GMT
Das satirische Gesellschaftsporträt 'Lola' (1981) ist der zweite Teil von Rainer Werner Fassbinders Wirtschaftswunder-Trilogie - zwischen den Filmen 'Die Ehe der Maria Braun' (1978) und 'Die Sehnsucht der Veronika Voss' (Goldener Bär, 1982). In seinem kolportagehaft erzählten Melodram aus den 50er-Jahren entlarvt Fassbinder Korruption und Doppelmoral einer typischen Kleinstadtgesellschaft der Nachkriegszeit.
So ganz genau lässt es sich oft nicht sagen, wo in der skandinavischen Fiction der Krimi aufhört und der Horror beginnt. Ausgerechnet die eher zierliche und vergleichsweise menschenfreundliche Irene Huss (Angela Kovács) von der titelgebenden 'Kripo Göteborg' bekommt es in ihrem neuen Fall 'Teufelskreis' mit einer Verbrechensserie zu tun, die frappant an amerikanische Splatter-Schocker der Marke 'Hostel' erinnert.
text Wenn Du gehst - Fr. 25.05 - ARTE: 21.35 Uhr
Fri, 25 May 2012 21:35:00 GMT
Wahrlich kein leichter Stoff, den sich die polnische Filmemacherin Ewa Stankiewicz 2010 für ihr Langfilmdebüt vornahm. Trauer und Tod, verbotene Liebe und Verhängnis ziehen sich wie ein grauer Schleier durch ihr gefühlvolles Drama 'Wenn Du gehst'. Eine ehrgeizige Jungjournalistin (Agnieszka Grochowska) und ein Krankenhausseelsorger (Wojciech Zielinski) werden vom Schicksal zusammengeführt. Sie hat gerade ihre geliebte Mutter an den Krebs verloren.
Viel riskiert, Publikum verloren. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich die neuartige Sendung bringen, für die SAT.1 eigens die Bezeichnung 'Talent-Game-Show' erfand. Am Ende wusste aber niemand so recht, worum es bei 'The Winner is ...' denn eigentlich gehen soll und wie die Show funktioniert. Sollen sich hier Gesangstalente präsentieren oder doch eher schamfreie Menschen mit ausgeprägter Zockermentalität?
Als 'Verrückt vor Liebe' ('Madly in Love') 2010 in die Schweizer Kinos kam, staunten die Eidgenossen nicht schlecht: Schon wieder, keine zwei Jahre nach 'Tandoori Love', ein Schweizer Film, der seine Geschichte mit grellen Bollywood-Musikeinlagen erzählt? Berauschten sich die Produzenten etwa am Millionenerfolg des indischen Kinos und wollten es diesem an Kitsch und Glamour gleichtun?
'Ich dachte eigentlich, ich hätte alles, was man zum Leben braucht: Villa, Segelboot, einen guten Job ...' - Was Betriebswirt Bernhard da verzapft, ist überhaupt nicht vereinbar mit dem Wertesystem der ARD-Freitagsfilme. So einer muss geläutert werden. Wie die Erfahrung auf diesem Entspannungs-Sendeplatz am Ende der Woche zeigt, funktioniert das am besten in der Heimat.
Als die 'Fantastic Four' im Sommer 2005 die Kinos stürmten, wollte Bernd Eichinger mit dem Publikum seinen Klein-Jungen-Traum teilen. Der 2011 verstorbene Produzent zeichnete maßgeblich für das von vielen Fans sehnsüchtig erwartete Spektakel verantwortlich. Und zumindest in den USA ließen die vier Superhelden die Kinokassen ordentlich klingeln (Einspielergebnis: 154 Millionen Dollar).
Weitgehend unberührte Flecken der Erde üben in Zeiten des Massentourismus eine besondere Faszination aus. So galten die Gipfellagen des Himalaya bisher als Paradies in den Wolken, nicht zuletzt deshalb, weil man davon ausging, die Region sei fern von Luftverschmutzung und anderen Umweltbelastungen.
Der Franke an sich ist vielleicht nicht der Meister in Sachen Charme und Schmeichelei. Doch Vertretern dieses Landstriches haftet eine gewisse Echtheit an, Authentizität, wenn man so will. Oliver Kienle, der Regisseur von 'Bis aufs Blut' (2009), ist Franke und sein Film authentisch. Darf man daraus nun einen Zusammenhang ableiten oder sollte man den Mund nicht einfach ein bisschen voller nehmen und sagen: Kienle, das ist doch der M. Night Shyamalan von Würzburg.
Den Oscar gab's am Ende nur für Christoph Waltz. Und das völlig zu Recht. Der Österreicher wurde 2010 für seinen Part als sadistisch-charmanter SS-Offizier Hans Landa in Quentin Tarantinos Nazigemetzel 'Inglourious Basterds' als bester Nebendarsteller geehrt. Der Film selbst stieß hingegen erstmals in der Karriere des Kultregisseurs auf ein eher reserviertes Kritikerecho. Nicht so beim Publikum.