Ein Selbstversuch in Sachen Wohlfühlen. Von Beate Ziegs. SWR2 Leben vom 30.12.2011.
Von der Wellness-Marmelade bis zum ayurvedischen Stirnölguss: Über 72 Millionen Euro geben die Deutschen jährlich für Wohlfühlprodukte und -dienstleistungen aus. Tendenz steigend. Ihre Vermarktungsfloskeln verheißen Ganzheitlichkeit, eine Steigerung der Glückshormone - und manchmal sogar einen "neuen Glauben an die Menschheit". Doch welche Perspektiven über den mühseligen Alltag hinaus eröffnet der Bewältigungsoptimismus tatsächlich, mit dem sich Wellness-Ratgeber brüsten? Ist Wellness eine Körperkultur, ein Lebensstil oder eine Sinnfrage? Auf der Suche nach Antworten hat sich die Autorin in die verschiedensten Wohlfühltempel begeben.
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Dies ist der letzte Podcast dieser Reihe SWR2 Leben, denn aus zwei wird jetzt eins: SWR2 Dschungel tut sich mit SWR2 Leben zusammen zu einem neuen Sendeplatz: SWR2 Tandem. Seit dem 2. Januar senden wir jeweils um 10.05 Uhr und um 19.20 Uhr. Von beiden Sendungen holen wir das Beste in das neue Programm: von SWR2 Leben das Nachdenken über menschliche Beziehungen und Schicksale, über Alltag und Gesellschaft, und von SWR2 Dschungel das Geschichtenerzählen, das Spielerische und Musikalische.
Dieser Podcast endet, aber ein Neuer beginnt: Wie gewohnt mit vielfältigen Features, Hörspielen und Gesprächen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit den Tandem-Podcast zu abonnieren, finden sie auf swr2.de/tandem.
Psychologie einer deutschen Landschaft. Von Rainer Schildberger. SWR2 Leben vom 29.12.2011.
Die Deutschen gelten seit jeher als das "Waldvolk". Nahezu alle verbinden heute laut einer Umfrage das Stichwort "Wald" mit positiven Begriffen. Frieden, Schönheit, saubere Luft. Dabei haben viele noch nie einen Wald von innen gesehen. Das Waldesinnere ist terra incognita. Besonders nachts. Was geschieht, wenn es dunkel wird? Wohin führen Angst, Einsamkeit und Freiheit? Der Autor trifft Menschen, für die der Wald Zuflucht, Inspirationsquelle oder schlicht Broterwerb ist. Die Durchquerung wird zu einer Begegnung mit dem Mythos und der Gegenwart des Waldes.
Eine jüdische Fremdenführerin zeigt jüdischen Touristen die deutsche Hauptstadt. Von Birgit Galle. SWR2 Leben vom 28.12.2011.
Sue Arns Mutter war Jüdin und ist dem Holocaust entkommen. Sie floh nach Kolumbien, wo ihre einzige Tochter zur Welt kam. Trotz der Verfolgung durch die Nazis, vergötterte sie in der Emigration alles Deutsche. Sue Arns wuchs mit dieser Ambivalenz auf. Als ihre Mutter starb, wollte sie dieses Deutschland endlich kennen lernen. Heute ist sie Anfang 50 und führt amerikanische Touristen mit jüdischen Wurzeln durch Berlin.
Wie junge Designer den Schwarzwald neu Erfinden. Von Bärbel Waltenbauer. SWR2 Leben vom 27.12.2011.
Bollenhut, Kuckucksuhr und Kirschtorte aus dem Schwarzwald verkörpern Deutschland. Jetzt erleben angestaubte Heimatikonen ihre Renaissance auf den Laufstegen in Berlin und Galerien in Manhattan. Junge Modedesigner wie die Kim Schimpfle oder der Graffiti Künstler Stefan Strumbel lassen den Hirsch auf Hot-Pants röhren und Bollenhutmädchen mit Maschinengewehren hantieren. Bärbel Waltenbauer hat mit jungen Künstlern und alten Handwerkern über den neuen Kult gesprochen.
Der innerdeutsche Naturschutzkorridor und sein Initiator Kai Frobel. Von Monika Gras. SWR2 Leben vom 23.12.2011.
Ein grünes Band durchzieht Deutschland. Es ist der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen: 1.400 Kilometer lang und nur hundert bis dreihundert Meter breit. Im Schatten des Grenzzaunes hatte die Natur eine fast 40-jährige Atempause, wurde geschont. Heute, über zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer, gibt es diese Schatzkammer der Natur noch immer. Zu verdanken ist das unter anderem Kai Frobel, Initiator und Leiter des BUND-Projektes "Grünes Band". Eine Produktion aus dem Jahr 2009.
Kleine Dinge reisen mit. Von Regina Burbach. SWR2 Leben vom 22.12.2011.
Deutschlandbilder reisen um die Welt in Form von Souvenirs der Touristen. In den Wohnungen der Welt, in Regalen und Vitrinen kommen sie zu stehen, hübsch, niedlich, kurios, kitschig, werden Verwandten und Freunden präsentiert, und wecken in deren Köpfen vielleicht seltsame Vorstellungen von Deutschland und den Deutschen
Und die Schwierigkeit bei der Übergabe anlässlich einer Kaffeefahrt. Von Thomas Bunge. SWR2 Leben vom 21.12.2011.
"Herzlichen Glückwunsch, Herr Bunge, Sie haben bei diesem Rätsel den Bargeldpreis und einen Ausflug zum Einkaufsparadies Neue Welten gewonnen. Wir wollen Ihnen das Geld auch gern persönlich auszahlen." - Thomas Bunge meldet sich zur Kaffeefahrt, hofft auf angekündigte Überraschungsgeschenke, erlebt aber an diesem Tag aber ein blaues Wunder. Teilnehmer berichten, wie sie in der Hoffnung auf Bargeld und Geschenke über den Tisch gezogen wurden. Eine Reportage.
Deutsche Unsitten - eine Volkskunde der Gegenwart. Von Martin Hecht. SWR2 Leben vom 20.12.2011.
Was die Deutschen seit jeher am meisten beschäftigt, sind die beiden Fragen: Wie sind wir? Und: Warum mag uns eigentlich keiner? Das kann jetzt beantwortet werden: Weil wir über ein paar schlechte Angewohnheiten verfügen. Nichts Ernstes, sagt Martin Hecht, nur ein paar Unsitten, mal ein paar fehlende Manieren. Er erfasst, was uns Deutsche manchmal liebenswert und manchmal unerträglich macht: die ewigen Zukurzgekommenen. Eine Produktion aus dem Jahr 2009.
Der Dichter Liao Yiwu. Von Immo Sennewald. SWR2 Leben vom 16.12.2011.
Seit Juli 2011 lebt der chinesische Autor Liao Yiwu in Deutschland. Hierzulande gilt als großes literarisches Zeugnis sein Buch -Für ein Lied und hundert Lieder-, ein Erfahrungsbericht über vier Jahre in chinesischen Gefängnissen. Mit Haft und Folter war und ist in China bedroht, wer das Massaker von 1989 auf dem -Platz des Himmlischen Friedens- kritisiert. Liao Yiwu tut es. Er erzählt von seinem schwierigen Weg ins Exil, von seinen Gewissensnöten, seinen Feinden und Helfern.
Aus dem Alltag eines Fernfahrers. Von Widmar Puhl. SWR2 Leben vom 15.12.2011.
Grenzblockaden, Staus, kaputte Straßen, spektakuläre Unfälle, Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften: Fernfahrer haben in Deutschland keine gute Presse. Trotz der Plakate vom sympathischen Brummi, der uns mit allem Nötigen versorgt, bestimmen eher Klischees und Vorurteile das Bild vom LKW-Fahrer. Dabei ist der Trucker mit Cowboyhut und Wildwest-Manieren die Ausnahme. Dieter Wahl ist seit 30 Jahren auf Achse. Er weiß: Am Steuer seines 40-Tonners ist die Freiheit klein und die Verantwortung groß. Autor Widmar Puhl hat ihn mehrere Tage lang begleitet. Eine Produktion aus dem Jahr 2008.
Über schwierigen Mutterbeziehungen. Von Margarete Groschupf. SWR2 Leben 14.12.2011.
Michela G fühlte sich schon als Kind von der schwer depressiven Mutter nie als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen und geliebt. Ähnlich erging es auch Michael M. Ihm bürdete seine alleinerziehende Mutter in den Nachkriegsjahren die Verantwortung für die Familie auf. Anerkennung und Zuwendung bekam er dafür keine. Obwohl er sich im Leben mehr als einmal von seiner Mutter im Stich gelassen fühlte, pflegt er die heute 97-Jährige.
Eine junge Frau über ihren Ausnahmezustand. Von Eva Schindele. SWR2 Leben vom 13.12.2011.
Lisa fing in der Pubertät an sich zu ritzen und zu trinken. Der Absturz kam mit dem Kunststudium. Ihre Sinnes-Wahrnehmungen lassen sie im Stich:Ich hatte das Gefühl, ich löse mich auf, sagt Lisa, die jetzt ein weitgehend selbständiges Leben führt. Sie will Vorurteile gegenüber psychisch kranken Menschen abbauen und engagiert sich zusammen mit ihrer Mutter in dem Projekt -Irre menschlich-. Sie erzählt Schülern, die heute so alt sind wie sie damals, von der Zeit als ihr Ausnahmezustand begann.
Ein Aufräumen mit Vorurteilen. Von Ina Strelow. SWR2 Leben vom 12.12.2011.
Hartnäckig halten sich die Klischees: verwöhnt, egoistisch, kontaktarm, altklug und kann nicht teilen. Das Einzelkind gilt mehr oder weniger als asoziales Wesen. Untersuchungen allerdings lassen andere Eigenschaften erkennen: selbstständig, kooperativ, sozial und kreativ. Wie passt das zusammen? Ist es Segen oder Fluch, die einzige "Krönung" im Mutter-Vater-Glück geblieben zu sein? Ina Strelow hat bei Einzelkindern aus verschiedenen Generationen, deren Eltern und bei Fachleuten nachgefragt.
Eine Wiederbegegnung mit Schule, Lehrern und Klassenkameraden
Von Anno Wilhelm. SWR2 Leben vom 09.12.2011.
Die sichtbaren Spuren sind überschaubar: ein paar Werkstücke, Eurythmie in Fragmenten, ein Musikinstrument. Der Autor Anno Wilhelm ist kein Anthroposoph geworden, dafür fanatischer Fußballfan und leidenschaftlicher Anhänger von Popmusik. Aber natürlich ist da noch mehr. Anno Wilhelm spürt seinem Leben als Waldorfschüler nach, geht an seine frühere Schule, besucht seine frühere Klassenlehrerin, befragt ehemalige Mitschüler, die sich regelmäßig treffen.
Wie eine Familie aus Burkina Faso mit der Globalisierung kämpft. Von Patrick Batarilo. SWR2 Leben vom 08.12.2011.
Wer in Deutschland ein günstiges T-Shirt kauft, erwirbt möglicherweise ein Produkt mit Baumwolle aus Burkina-Faso. Ein Drittel der Bevölkerung dort lebt von dem weißen Gold, vielen Familien ermöglicht es überhaupt erst, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Doch die Baumwolle ist zugleich das Symbol für die Ungerechtigkeiten der Globalisierung. Immer weniger Geld verdienen die Afrikaner damit. Patrick Batarilo hat recherchiert und eine Familie vor Ort begleitet.
Ein integrativer Umgang mit chronischem Schmerz. Von Astrid Bischofberger. SWR2 Leben vom 07.12.2011.
Dank Pharmazie können wir jederzeit lästige körperliche Schmerzen ausschalten und wie gewohnt funktionieren. Aber ist Schmerz wirklich nur ein Störfaktor, den es zu vernichten gilt? Alte Philosophen und moderne Therapeuten jedenfalls sehen in ihm eine Körperwahrnehmung, die untrennbar zu uns gehört wie Freude oder Lust. Nicht verdrängen oder ausmerzen, sondern annehmen und akzeptieren, lautet die Devise. Die Sendung beleuchtet das Phänomen Schmerz und seinen Umgang damit.
Eine Liebesgeschichte mit Handicap. Von Ines Molfenter. SWR2 Leben vom 06.12.2011.
Susanne Gruner wurde mit der Behinderung Arthrogryposis, kurz AMC geboren. Sie ist auf den Rollstuhl und fremde Hilfe angewiesen. Dass sie eine gute Arbeitsstelle bekommen würde, konnte sich lange Zeit keiner vorstellen, auch nicht, dass sie eines Tages eine große Liebe findet. Die Geschichten, die sie und ihr nicht behinderter Lebenspartner erzählen, sind lustig und bitter und alle getragen von Humor.
Jugendliche vor dem Richter. Von Rainer Schwochow. SWR2 Leben vom 05.12.2011.
Sie sind zwischen 14 und 21 Jahre alt. Die Delikte: Körperverletzung, Diebstahl, Fahren ohne Führerschein. Die meisten von ihnen stehen nicht zum ersten Mal vor Gericht. Politiker und Menschen auf der Straße fordern härtere Strafen für jugendliche Wiederholungstäter. Aber - kann so das Problem gelöst werden? Autor Rainer Schwochow hat sich einen Verhandlungstag an einem Jugendgericht in Berlin angesehen. Und er hat zwei Richter getroffen, die von ihren Erfahrungen erzählen und dem Versuch, neue Wege bei Jugendgerichtsverfahren zu beschreiten.
Die Festgeschichten unser Hörer. Von Carsten Otte. SWR2 Leben vom 02.12.2011.
Wie feiern wir, wen oder was feiern wir, und was sagt das über unser Zusammenleben aus? Nachdem Radiomacher und Schriftsteller Carsten Otte aus einer Partyvergangenheit erzählt hat, berichten nun in SWR2 Hörerinnen und Hörer über ihre schönsten, besten und auch merkwürdigsten Fest- und Feiergeschichten. Der zweite Teil einer Radiosendung, die nicht nur im Radio stattfindet: Wieder können Fotos von Feiern und Fest-Anekdoten auf der SWR2-Homepage hochgeladen werden.
Die Möglichkeiten zwischen Reiz und Reaktion. Von Petra Mallwitz. SWR2 Leben vom 01.12.2011.
Was äußere Freiheit ist, lässt sich leicht definieren. Nicht eingesperrt sein, in einem demokratischen Land leben, seine Meinung sagen können. Erst wenn das zur Selbstverständlichkeit geworden ist, kann der Blick in die innere Freiheit gehen. Was das ist und ob es sie überhaupt gibt, dazu hat die Autorin die Gedanken des Hirnforschers Gerhard Roth, des Logotherapeuten Victor Frankls, des Emotionsforschers Rolf Arnold und des Paartherapeuten Hans Jellouschek zu Rate gezogen.
Über die Kunst des Perspektivwechsels. Von Andrea Edler. SWR2 Leben vom 30.11.2011.
Schach gilt als die "Königs-Disziplin" unter den Brettspielen. Mit ihrem Buch "Der Königsplan" zeigen die beiden Großmeister Stefan Kindermann und Robert K. von Weizsäcker auf, wie die beim Schach entwickelten Strategien in andere Lebensbereiche übertragen werden können. Das Geheimnis zum Erfolg liegt ihrer Meinung nach in der zielgerichteten Kombination aus Systematik, Intuition und - dem Wechsel der Perspektive.
Stéphane Hessel und seine Streitschrift. Von Nadja Odeh. SWR2 Leben vom 29.11.2011.
Er ist 94. Ein alter Mann, der die Zeit, die ihm bleibt, nutzen will, um junge Menschen an den Erfahrungen teilhaben zu lassen, aus denen sein politisches Handeln erwachsen ist. Stéphane Hessel war Mitglied der Résistance, er hat das KZ Buchenwald überlebt und war Mitverfasser der allgemeinen Deklaration der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde.
2010 veröffentlichte er seine Streitschrift "Empört Euch!", die weltweit Furore machte. Nun ist ein zweiter Text von ihm erschienen, mit dem Titel: "Engagiert Euch!"
Eine christlich-muslimische Ehe. Von Hedwig Gafga. SWR2 Leben vom 28.11.2011.
Sich ganz für den anderen zu entscheiden, ist eine Herausforderung. Besonders für Thomas und Müzeyyen. Denn Thomas will Pfarrer werden, Müzeyyen ist gläubige Muslimin. Was Kirche und Moschee zu ihrer Heirat sagen, ist ihnen wichtig und noch mehr, wie ihre Familien dazu stehen. Aber die Probe aufs Exempel kommt erst nach der Hochzeit. Liebe allein ist nicht genug. Immer wieder müssen sie für ihr Lebensmodell kämpfen: dem andersgläubigen Partner, aber auch der eigenen Identität treu zu bleiben.
Albträume eines sterilen Mannes. Von Paul Reizwerk. SWR2 Leben vom 25.11.2011.
Paul Reizwerk und seine Frau sind mit dem Kinderkriegen an ihre Grenzen gelangt, mehr Geschwister können sie ihren Sechsen nicht zumuten. Paul Reizwerk ruft gelegentlich bei dem einen oder anderen niedergelassenen Urologen an und lässt sich einen Beratungstermin geben, bleibt lange unentschlossen und wagt sie dann doch: die Sterilisation. Ein Bericht über einen Eingriff, der zunächst nicht gut ausgeht.
Männer und lange Haare. Von Ed Stuhler. SWR2 Leben vom 24.11.2011.
Das Haar ist der Teil des menschlichen Körpers, der am wandlungsfähigsten ist. Gewollt oder ungewollt verraten Zustand, Farbe, Form und Länge viel über die Persönlichkeit. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass vor allem der Haarlänge bei Männern zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Gesellschaften unterschiedliche Bedeutung zukam. Langes Haar als Symbol von Freiheit und Protest gegen das Establishment löste vor allem in den 60er Jahren heftige Emotionen aus. Ed Stuhler hat sich umgehört.
Männer und Außenbeziehungen. Von Petra Mallwitz. SWR2 Leben vom 23.11.2011.
Treue, so zeigen Studien, ist den Deutschen richtig wichtig. 90 Prozent aller Männer und sogar 95 Prozent aller Frauen wünschen sich, dass ihr Partner niemals fremd geht. In dieser Sendung geht um die unterschiedlichen Beziehungsmodelle, die Menschen vertreten: Heimlich fremd gehen. Offen fremd gehen. Gar nicht fremdgehen. Oft wird über diese Treuefragen nicht ehrlich gesprochen - wenn aber doch, scheinen Welten aufeinander zu prallen. Im Rahmen der zweiwöchigen Männerreihe kommen nur Männer zu Wort.
Wenn Frauen Männer schlagen. Von Ina Strelow. SWR2 Leben vom 22.11.2011.
Häusliche Gewalt heißt keineswegs nur Männergewalt. Das hat sich schon herum gesprochen. Doch warum werden männliche Opfer und weibliche Täterinnen noch immer tabuisiert? Warum ist die Scham darüber zu sprechen noch größer als im umgekehrten Fall: Mann schlägt Frau? Warum gibt es für Männer, die Gewalt erfahren haben und für Täterinnen so wenig Hilfsangebote? Das sind nur einige Fragen, die Autorin Ina Strelow betroffenen Männern und Mitarbeiterinnen in Beratungsstellen gestellt hat.
Die Männerfreundschaft. Von Stefanie Pütz. SWR2 Leben vom 21.11.2011. Winnetou und Old Shatterhand, Goethe und Schiller, Marx und Engels: Alle berühmten Freundschaftspaare sind männlich. Klar, denn nur Männer sind zu wahrer Freundschaft fähig! Das behaupteten jedenfalls die Philosophen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert hinein. Seitdem ist es still geworden um die Männerfreundschaft. Heute spricht man sogar vom Mann als "einsamem Geschlecht", das zu keiner nahen Beziehung fähig ist. Stimmt es, dass es Männern schwerer fällt, Freundschaften aufzubauen und zu pflegen. Eine Wiederholung vom 24.02.2011.
Ein Reiseführer durch Männerseelen und Therapie. Rudolf Linßen im Gespräch mit Björn Süfke. SWR2 Leben vom 18.11.2011.
Drei Dinge sind in der therapeutischen Arbeit mit Männern sicher, sagt Männertherapeut Björn Süfke: Das Geschlecht ist weiterhin eine mächtige Komponente im Prozess der Identitätsentwicklung. Die Schwierigkeiten von Männern sind häufig ganz andere als die von Frauen. Und drittens: Das Prinzip "Psychotherapie" ist eher auf Frauen zugeschnitten. Ein offenes Gespräch über eigene Gefühle und Schwierigkeiten zu führen, ist für die Mehrzahl der Männer eine echte Premiere.






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