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Unfassbare Tat in St. Pölten: Ein 37-jähriger Mann hat am Freitagvormittag in der Volksschule Wagram in der niederösterreichischen Landeshauptstadt seinem siebenjährigen Sohn mit einer Pistole in den Kopf geschossen. Der kleine Bub wurde blutüberströmt in der Garderobe der Schule gefunden und ringt derzeit im Krankenhaus um sein Leben. Der Vater richtete sich auf der Flucht selbst. Hintergrund des Dramas ist ein Scheidungskrieg - und die Behörden waren vorgewarnt.
Das spirituelle Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, hat sich am Freitag bei seinem Stadthallen-Auftritt in Wien mit Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger getroffen. Würde er einer Partei angehören, wären dies jedoch die Grünen, ließ der Dalai Lama im Beisein des Vizekanzlers wissen.
Drei Schwerverletzte hat ein Unfall mit einem Bummelzug am Freitag in Tirol gefordert. Nach Angaben der Polizei waren die beiden Anhänger des von einem Traktor gezogenen Gefährts nach einem Bremsmanöver über die Böschung gekippt. Die 33 Fahrgäste aus Deutschland wurden zum Teil aus den Kabinen geschleudert. Die Schwerverletzten wurden mit Notarzthubschraubern in Spitäler geflogen.
Auch im Teamtrainingslager in Seefeld, wo sich die ÖFB-Elf auf die Testspiele gegen die Ukraine (1. Juni) und Rumänien (5. Juni) in Innsbruck vorbereitet, war am Freitag die "Staatsaffäre" rund um Aleksandar Dragovic und dessen Klaps auf die Minister-Glatze Thema Nummer eins. Teamchef Marcel Koller versuchte allerdings zu beschwichtigen und bezeichnete Dragovics Ausrutscher schlicht als "etwas unglücklich".
Der scheidende IHS-Chef Bernhard Felderer (Bild links) rechnet bei einem Euro-Austritt Griechenlands mit einem "weitgehenden Schuldenerlass". Man müsse "ehrlich damit umgehen" und den Griechen einen Neuanfang anbieten, sagte Felderer. Die griechische Wirtschaft werde auch in "den kommenden Jahren weiterschrumpfen". Der Pleite-Kandidat schuldet den Euro-Ländern schätzungsweise 300 Milliarden Euro.
Ausgerechnet Massenmörder Anders Behring Breivik hat die norwegische Polizei für ihren viel kritisierten Einsatz zur Beendigung seines Massakers auf der Insel Utöya gelobt. "Generell muss man sagen, dass die Polizei gut gearbeitet hat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Sommerferien waren und außerdem Freitagnachmittag", so Breivik.
Trotz langer Debatten um offene Rechtsfragen beim vom Vorstand verfügten Betriebsübergang auf Tyrolean ist es bei der Betriebsversammlung der AUA-Bordangestellten am Freitag zu emotionalen Szenen gekommen. Eine langjährige Flugbegleiterin verabschiedete sich unter Tränen. Sie könne so nicht mehr weitermachen. Allein ist sie damit nicht: 170 Flugbegleiter und 80 Piloten kündigten an, die Airline zu verlassen. Der AUA-Bordbetriebsrat bleibt - und verhindert so wohl den Kollaps. Per sofort geht Vorstand Peter Malanik.
Nach dem Stiftungsabzocke-Vorwürfen gegen den dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf von der FPÖ wird jetzt erstmals Kritik aus den eigenen Reihen laut. Und auch die Grünen schossen sich auf Graf ein. Mandatar Karl Öllinger bezeichnete den Stiftungsvertrag, den Graf für eine 90-Jährige ausgearbeitet haben soll, als sittenwidrig und ortet Knebel-Klauseln.
Überraschend hat am Freitagnachmittag BAWAG-Richter Christian Böhm alle Verhandlungstage im zweiten BAWAG-Prozess in der nächsten Woche abberaumt. Als Grund wird in einer Aussendung des Wiener Landesgerichts die "behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Angeklagten" genannt.
Jener Häftling, der bei einem Krankenhausbesuch in Wien (Bild) Anfang Mai geflüchtet war und sich vor einer Woche stellte, ist mittlerweile erstmals einvernommen worden. Geplant war seine Flucht demnach nicht, vielmehr habe er einfach eine günstige Gelegenheit beim Schopf gepackt. Zudem hat "er angegeben, dass er schon seit Beginn seiner Haft einen 50-Euro-Schein in seiner Hose eingenäht hatte", so Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion. Mit diesem Geld dürfte sich der 41-Jährige die rund zwei Wochen in Freiheit durchgeschlagen haben.
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem mysteriösen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz aus New York ist der Fall aufgeklärt. Der 51-jährige Pedro H. habe gestanden, den Buben erdrosselt zu haben, teilte der Polizeichef der US-Metropole, Raymond Kelly, am Donnerstag mit. Der Fall hatte 1979 für großes Aufsehen gesorgt, weil der kleine Etan auf seinem ersten unbegleiteten Gang zum Schulbus spurlos verschwand.
Überraschungsmann Ryder Hesjedal hat den Gesamtsieg beim 95. Giro d'Italia immer deutlicher im Visier. Den Kanadier trennen vor den letzten beiden Etappen der 95. Italien-Rundfahrt nur noch 17 Sekunden vom Rosa Trikot, das der Spanier Joaquim Rodriguez am Freitag noch einmal knapp verteidigte. Den Tagessieg im Ziel der 19. Etappe holte sich der Tscheche Roman Kreuziger im Alleingang. Er siegte 19 Sekunden vor Hesjedal, der die Verfolgergruppe mit allen Favoriten auf den letzten drei Kilometern gesprengt hatte.
Die Suche nach der Leiche der seit mehr als zehn Jahren vermissten Heidrun Wastl ist derzeit unterbrochen - sie soll erst dann fortgesetzt werden, wenn die Detail-Planung abgeschlossen ist. Es müsse nicht nur das 50 Hektar große Gelände bei Lanzenkirchen in der Buckligen Welt in Niederösterreich in Raster eingeteilt, sondern auch genau geplant werden, wie viele Leichenspürhunde und Polizeibeamte zum Einsatz kommen, so Polizeisprecher Mario Hejl.
Wilde Prügelei im Parlament: Mit ihren Fäusten haben ukrainische Abgeordnete eine Diskussion über die Stärkung von Minderheitensprachen fortgesetzt. Mitglieder der Oppositionspartei der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko griffen einen Redner an, der sie zuvor beleidigt hatte.
Nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Ägypten zeichnet sich eine Stichwahl zwischen dem Kandidaten der Muslimbrüder und einem früheren Gefolgsmann des langjährigen Staatschefs Hosni Mubarak ab. Wie die Muslimbrüder am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilten, liege ihr Kandidat Mohammed Mursi (Bild li.) nach Auszählung von etwa 90 Prozent der Stimmen weiter in Führung.
Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande will die französischen Truppen "geordnet" und in Abstimmung mit den anderen NATO-Partnern aus Afghanistan abziehen - und das noch 2012. Der vorzeitige Abzug aller Kampftruppen werde "in gutem Einvernehmen mit unseren Verbündeten" und in enger Zusammenarbeit mit den afghanischen Behörden erfolgen, sagte Hollande am Freitag bei einem Überraschungsbesuch in Afghanistan. Militärische und zivile Zusammenarbeit soll es aber auch nach 2012 geben.
Jene Villacherin, die vergangene Woche auf einem Panoramaweg in Sistiana bei Triest angegriffen und lebensbedrohlich verletzt worden ist, ist wieder zurück in Österreich. Die 44-Jährige verließ das Triester Krankenhaus Cattinara, in dem sie wegen schweren Halsverletzungen operiert worden war, am Freitag und wurde mit einem Krankenwagen ins Landeskrankenhaus Villach gebracht.
Bei einem äußerst waghalsigen Sprung aus zehn Metern Höhe in ein Tauchbecken ist am Donnerstagnachmittag ein 28-jähriger Salzburger in Oberösterreich schwer verletzt worden. Der Zimmerer verfehlte das Becken und brach sich beide Beine. Er wurde per Hubschrauber ins Spital geflogen.
Eine kleine Sensation gibt es aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn zu vermelden: Dort haben erstmals sechs Arktische Wolfswelpen (Bilder) das Licht der Welt erblickt. Die flauschigen Fellknäuel wurden am 4. Mai in einem unterirdischen Bau geboren. Mittlerweile ist der Entdeckerdrang bereits so groß, dass sich die Kleinen immer öfter aus dem schützenden Bau trauen.
Der SK Sturm Graz muss auf unbestimmte Zeit ohne Sport-Geschäftsführer Paul Gludovatz auskommen. Der Burgenländer hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und ist seit Dienstag im Krankenstand.
Nach der größten maritimen Umweltkatastrophe in Neuseeland ist der Kapitän des havarierten Containerschiffs Rena zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Ein Offizier bekam die gleiche Strafe. Die Crew habe in ihrer Eile, den Hafen von Tauranga zu erreichen, eine Reihe von Fehlern gemacht und den Kurs des Schiffes auf unzulässige Weise geändert, so der Staatsanwalt am Freitag.
Vergleichsweise glimpflich ist ein Unfall am Donnerstag in Kärnten ausgegangen. Ein 28-jähriger Villacher war sturzbetrunken bei Rot in eine Kreuzung gefahren und gegen den Wagen einer 33-jährigen Frau gekracht. Deren Pkw wurde durch die Wucht des Aufpralls in ein Lokal katapultiert (Foto). Zum Glück wurde niemand verletzt.
Auch wenn Jürgen Melzer am Freitag natürlich die Auslosung für die am Sonntag beginnenden French Open in Paris registriert hat: Der 31-Jährige hat derzeit andere Sorgen: Melzer laboriert an einer Entzündung der linken Hüfte und will erst im unmittelbaren Vorfeld über ein Antreten entscheiden. Der Niederösterreicher, der in der ersten Runde auf einen Qualifikanten trifft, will einen schärferen Test am Samstag abwarten.
Die Gespräche über das iranische Atomprogramm werden am 18. Juni in Moskau fortgesetzt. "Es ist klar, dass beide Seiten Fortschritte wollen und dass es Gemeinsamkeiten gibt. Jedoch bleiben bedeutende Meinungsverschiedenheiten", sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zum Abschluss eines zweitägigen Treffens am Donnerstag in Bagdad. Die internationale Gemeinschaft sei entschlossen, den Konflikt um das Atomprogramm durch Verhandlungen zu lösen und alle Anstrengungen zu unternehmen.
Es ist eine Meldung, die am Donnerstag nicht nur in der Schweiz für Aufsehen sorgte: Als erster Kanton des Landes bekommt Zürich einen Männerbeauftragten - und das starke Geschlecht in unserem Nachbarland somit erstmals eine Lobby. Ab 1. Juli wird Markus Theunert (Bild), seines Zeichens Vorkämpfer für die Rechte von Buben, Männern und Vätern, diesen in der Schweiz und auch über die Landesgrenzen hinweg wohl einzigartigen Posten besetzen. Er spricht von einer "historischen Chance".
Anders Behring Breivik hat erstmals vor Gericht auf Schilderungen von Überlebenden des Massakers mit 69 Toten auf der Insel Utöya reagiert. Er fühle sich "fast geistig angeknackst" von den Aussagen mit ihrem grausamen Inhalt, sagte der 33-jährige Norweger am Donnerstag vor Gericht in Oslo.
"Ich sah nur noch Flammen an meiner Hand, dann wurden wir durch die Wucht des Blitzes erfasst und weggeschleudert": So schildert der Bulgare Ahmed E. (linkes Bild) im "Krone"-Gespräch, wie er und sein Schwager (re.) am Mittwoch Opfer eines gewaltigen Blitzschlags wurden und dennoch so gut wie unverletzt blieben. Ahmed möchte übrigens so schnell wieder auf die Baustelle zurück.






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