Am 1. Februar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Internet einen Bürgerdialog begonnen. Auf www.dialog-ueber-deutschland.de lädt sie ein, Vorschläge zu drei Fragenkomplexen zu machen:
- Wie wollen wir zusammenleben?
- Wovon wollen wir leben?
- Wie wollen wir leben?
Dem nun eröffneten Bürgerdialog war bereits ein Expertendialog vorgeschaltet. Zu jedem der drei Themenbereiche wurden mehrere Expertengruppen eingeladen, Vorschläge zu erarbeiten.
Ich selbst war eingeladen, in der Arbeitsgruppe "Chancen und Grenzen der Bürgerbeteiligung" mitzuarbeiten, die von dem Politikwissenschaftler Oscar Gabriel geleitet wird. Mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Disziplinen und Praktikern der Bürgerbeteiligung wurden zunächst rund ein Dutzend Vorschläge für Maßnahmen und Projekte auf Bundesebene formuliert, schriftlich ausgearbeitet, zur gegenseitigen Kommentierung weitergegeben und schließlich mit Prioritäten versehen. (Zu den Expertinnen und Experten dieser AG -> http://dialog-ueber-deutschland.de/DE/10-Dialog/10-Wie-Leben/wielebennode.html).
Ich habe in diese Gruppe fünf Vorschläge eingebracht.
- Mehr Transparenz im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren
- Modernisierung des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes durch pro-aktive Veröffentlichungspflichten und ein gemeinsames Register
- Transparenz der Verwendung öffentlicher Mittel
- Bund-Länder-Plattform zu laufenden Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung
- Plattform für öffentliche Eingaben an die Bundesregierung: Vorschläge und Beschwerden
Bei der Priorisierung haben die Vorschläge 1 und 2 das höchste Ranking bekommen. 3 wurde in 2 als Unterfall der Informationsbereitstellung integriert, 4 wurde mit dem Vorschlag eines Kollegen zur Zusammenfassung unterschiedlicher Vorschriften zur Bürgerbeteiligung zusammengefasst, und Vorschlag 5 ist auf der Reserveliste gelandet.
Einige dieser Vorschläge haben ifib und zebralog schon früher in einer Auftragsstudie des Bundesministeriums des Innern zur E-Partizipation 2008 gemacht (http://www.ifib.de/publikationsdateien/ifib-zebralog-e-partizipation-lang.pdf). Damals ist bis auf eine kleine Konsultation zu einem Gesetzentwurf keiner der Vorschläge aufgegriffen worden. Insbesondere Projekte, die mehrere Bundesministerien betreffen und eine Koordination erfordern, haben es schwer. Auf einen entsprechenden Vorbehalt erklärten die Betreuer aus dem Kanzleramt, dass die Koordination ihre gemeinsame Aufgabe sei und dies auch umso besser gelinge, je wichtiger der Kanzlerin ein Projekt ist. Vielleicht gehört die Verbesserung von Transparenz unter dem Eindruck der Erfolge der Piraten zu den Themen, die sie als wichtig einschätzt.
Im Mai wird eine konsolidierte Liste der Handlungsvorschläge erstellt. Dann sieht man schon etwas mehr und ich werde im Sinne von mehr Transparenz berichten.
Ich bin aber auch sehr an Kommentaren zu den Vorschlägen hier im ifib-Blog interessiert.
Herbert Kubicek
DeLFI 2011 & LOG IN: Organisationslücken bei der Implementierung von E-Learning in Schulen2012-01-25T15:47:13Z
Auf der 9. e-Learning Fachtagung Informatik (DeLFI 2011) in Dresden wurde der Beitrag über „Organisationslücken bei der Implementierung von E-Learning in Schulen" von Louisa Karbautzki und Andreas Breiter mit dem 2. Platz des Best Paper Award ausgezeichnet.
Es beschreibt eine empirische Studie, in der zentrale Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg für die Implementierung von Lernplattformen in Schulen identifiziert wurden. Bei einer Fallstudie wurden Schulleitungen, Lehrkräfte und IT-Beauftragte, die an einem Pilotvorhaben in einer Bildungsregion zur Einführung von Lernplattformen beteiligt waren, befragt. Die Analyse der erhobenen quantitativen und qualitativen Daten beschreibt die Rahmenbedingungen an den beteiligten Schulen und identifiziert konkrete Handlungsfelder für den erfolgreichen Einsatz von Lernplattformen im Unterricht.
Die LOG IN hat die Auszeichnung und damit einhergehende Empfehlung zur Veröffentlichung zum Anlass genommen, ihre neue Rubrik „Aus Wissenschaft & Praxis" mit einer überarbeiteten Fassung des DeLFI-Beitrags zu eröffnen. Artikel, die in dieser Rubrik Platz finden, zeichnen sich dadurch aus, dass sie „wissenschaftliche Erkenntnisse über die Schulpraxis aufzeigen und zugleich eine eindeutige schul- und unterrichtspraktische Relevanz besitzen." (LOG IN Nr. 169/170 (2011), S. 72).
Die Anfang 2011 geggründete Tochtergesellschaft des Instituts für Informationsmanagement Bremen, die ifib consult GmbH, ist als Subunternehmer am Rahmenvertrag für E-Government-Dienstleistungen für Dataport und seine Trägerländer beteiligt.
Dataport, der gemeinsame IT-Dienstleister der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen, hatte im Februar 2011 den Rahmenvertrag für die Erbringung von E-Government-Dienstleistungen neu ausgeschrieben. Der Vertrag läuft vom 1.10.2011 bis zum 30.9.2014 und beinhaltet eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr. Mit einem Volumen von bis zu 24.000 abrufbaren Personentagen dürfte es sich um einen der größten Rahmenverträge für Dienstleistungen dieser Art in Deutschland handeln.
Aus einem zweistufigen Verfahren ging die CSC Deutschland Solutions GmbH als Sieger hervor. Die ifib consult GmbH ist nun als Subunternehmer in die Bearbeitung des Auftrags eingebunden. Damit können die bisherigen Projektaktivitäten zu E-Government in Bremen und zur Schul-IT in Bremen und Hamburg künftig mit neuer Ausrichtung und in neuer Organisation über den Dataport-Rahmenvertrag fortgesetzt werden.
Weitere Informationen über die Leistungen von CSC, ifib consult und den weiteren Subunternehmern sind auf einem eigens hierzu eingerichteten Informmationsportal des "CSC-Plus-Teams" zu finden.
Die internationale Wissenschaftskonferenz zum Nachhaltigen Konsum fand jetzt in Hamburg statt. Forscher aus der sozial-ökologischen Forschung präsentierten und diskutierten über drei Tage ihre Methoden, Instrumente und Erkenntnisse mit dem internationalen Publikum. Das e2democracy-Projekt des ifib war ebenfalls eingeladen, das Forschungsdesign und die vorläufigen Ergebnisse auf der vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft veranstalteten Konferenz vorzustellen und mit Teilnehmer/-innen zu diskutieren. e2democracy erforscht u.a., ob und welchem Ausmaß die Beteiligung von Bürger/-innen einen Effekt auf das persönliche Klimaschutzverhalten ausüben kann.
Wie viele Initiativen, die sich mit Lebensstiländerungen befassen, steht auch e2democracy vor dem Phänomen oder ungelösten Problem der sog. Attitude-Behaviour-Gap. Also der Lücke (gap) zwischen der individuellen Einstellung von Menschen gegenüber einem Thema wie dem Klimaschutz (attitude) und dem individuellen Verhalten für den Klimaschutz (behaviour). Trotz einem sehr hohen Grad an Klimawissen in der Bevölkerung und der Erkenntnis, dass Klimaschutz sehr wichtig ist (in internationalen Ranglisten liegt Deutschland diesbezüglich auf den vorderen Plätzen) ist der Großteil nicht bereit oder fähig, der eigenen Erkenntnis Folge zu leisten und sein Verhalten entsprechend zu überprüfen und anzupassen.
Dies hat vielschichtige Ursachen, für deren Überwindung es kein Patentrezept gibt. Ein großes Hindernis ist beispielsweise die fehlende direkte Betroffenheit des Einzelnen. Obwohl wir in Europa für einen Großteil der gefährlichen CO2-Emissionen verantwortlich sind, kann der daraus resultierende Klimawandel hierzulande kaum wahrgenommen werden. Leidtragende sind erst mal die Bewohner in anderen Erdteilen, die allerdings kaum oder gar nicht zum Treibhauseffekt beitragen. Zudem sind die Auswirkungen des Klimawandels stark zeitverzögert. Die persönliche Risikobewertung fällt somit niedriger aus, genauso wie der wahrgenommene Schweregrad einer potenziellen Gesundheitsgefährdung. Handlungen müssen somit auch über andere Anreizsysteme stimuliert werden. Gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaftsgefühl können eine Möglichkeit sein, denn in der Gruppe ist man mutiger und lässt sich leichter inspirieren. Aber es benötigt auch Vorbilder, die voraus gehen. Auch wenn dies bedeutet, unbequeme Wege beschreiten zu müssen.
Ausführliche Informationen zur Konferenz erhalten Sie hier: http://www.sustainableconsumption2011.org
Die Posterpräsentation hier: http://www.ifib.de/publikationen.html?suche=go&id_pub=1041
Am 29. November 2011 fand die vom ifib in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) organisierte bundesweite Tagung IT-Innovationswerkstatt für Schulträger in Karlsruhe statt. An der Veranstaltung haben ca. 140 Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Bereich, vor allem aus den Schulverwaltungen, teilgenommen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Zukunftsthemen, die in den nächsten Jahren auf Schulträger zukommen und die IT-Systemlandschaft sowie die dazugehörigen IT-Services verändern werden. So befassten sich die Referentinnen und Referenten mit Themen zur Integration von Smartphones und Tablets in die IT-Infrastrukturen der Schulen, mit Cloudlösungen oder dem Mehrwert der IT für Lehrkräfte.
Wie viel IT-Infrastruktur braucht eine Schule überhaupt und welche Herausforderung stellt der Medienwandel für Betrieb und Support? Das waren zentrale Fragen, für die Antworten und Lösungsansätze aufgezeigt wurden.
Im Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem die Gelegenheit, sich mit anderen Schulträgern, Landesinitiativen und Anbietern auszutauschen.
Die Beiträge der Referentinnen und Referenten bietet das LMZ zum Download an:
http://www.support-netz.de/newsletter-artikel/it-innovationswerkstatt.html
Der Ort hatte Symbolcharakter: Hoch über Bremen und mit fantastischem Ausblick über die Stadt wurde am 11. November im Weser Tower der Wettbewerb Apps4Bremen gestartet. In ihrer Begrüßung wies Karoline Linnert, Bremens Finanzsenatorin, darauf hin, dass der Weitblick, der sich vom obersten Stockwerk des höchsten Bürohauses der Stadt bot, gut zur Transparenz passt, die mit Open Data in die deutschen Verwaltungen einziehen soll. Eingebettet in die Initiative Apps4Deutschland will Bremen mit Sonderpreisen für Entwicklungen von Anwendungen auf der Basis Bremer Daten sowie mit einem Ideenwettbewerb der Bremer Wirtschaftsörderung für noch mehr Schwung in Sachen Open Data sorgen. Damit setzt Bremen die mit dem fortschrittlichen Informationsfreiheitsgesetz und dem darauf basierenden Informationsregister begonnene Tradition für mehr Offenheit ider Verwaltung fort. Zuletzt hatte die Anfang des Jahres formulierte Bremer Empfehlung zu Open Government Data, an der auch das ifib maßgeblich beteiligt war, für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt.
(Blick aus dem Weser Tower; Foto: Martin Wind)
Nach der Begrüßung durch Karoline Linnert gab Anke Domscheit-Berg einen Überblick über die Prinzipien von Open Data, über gelungene Beispiele und über die aktuellen Aktivitäten in Berlin. Anschließend zeigte Dr. Walter Marahrens vom Verein SpielLandschaftStadt anhand des Bremer Familienstadtplans wie bereits heute private Initiativen mit öffentlichen Daten für attraktive und hilfreiche Angebote im Netz sorgen. Die ökonomische Seite der App-Entwicklung wurde dann von Dr. Volker Redder, geschäftsführender Gesellschafter der i2dm GmbH, beleuchtet. Unter anderem wies er darauf hin, dass attraktive Apps "nicht mal eben am Sonntagnachmittag" entstehen, sondern mit erheblichem Entwicklungsaufwand verbunden sind - "sonst wären sie nämlich billiger".
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden Einzelheiten zum bundesweiten Wettbewerb Apps4Deutschland, zum Ideenwettbewerb und zu den Sonderpreisen Bremens präsentiert. Unter der Moderation von Prof. Dr. Herbert Kubicek (ifib) stellten anschließend Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Verwaltungen die dazu bereit gestellten Datenbeständen vor. Die Vorträge wurden abgerundet durch den Beitrag "Open Data zwischen Informationsfreiheit und Datenschutz" von Dr. Imke Sommer, der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Bremen. Beendet wurde die Veranstaltung durch eine Diskussionsrunde mit Mitgliedern der Bremischen Bürgerschaft, die sich unter der Leitung von Dr. Martin Hagen, IT-Referatsleiter bei der Bremer Senatorin für Finanzen, mit der Frage "Was erwartet die Politik von der Verwaltung?" auseinandersetzten.
Der Auftakt zu Apps4Bremen markiert sicherlich einen weiteren Meilenstein in den Bemühungen, die Datenbestände der Verwaltung zu öffnen - in Bremen und weit darüber hinaus. Vor allem wurde deutlich, dass sich die Phase der programmatischen Erklärungen mehr und mehr ihrem Ende entgegen neigt, Einzelfragen zur Ausgestaltung von Open Data in den Vordergrund rücken und es nun an die die praktische Umsetzung geht. Interessante Nachfragen und Diskussionen gab es z.B. zu Details der Lizenzbedingungen, zur Frage der Veränderbarkeit von bereit gestellten Datenbeständen und vor allem zur Zulässigkeit von Gebühren, die für Verwaltungsdaten erhoben werden könnten.
Und so hatte auch der Abschluss der Veranstaltung etwas Symbolisches: Mit dem gläsernen Fahrstuhl ging es in rasantem Tempo aus dem 21. Stock zurück auf den Boden der Tatsachen. Nun sind die Entwickler gefragt. Auf der CeBIT im März 2012 werden wir sehen, welche Ideen umgesetzt worden sind.
Nachtrag: Die Folien der Veranstaltung stehen bei daten.bremen zum Download bereit.
Mehr Transparenz durch offene Daten auch in Bremen - Ein Hackday zeigt, wie es geht2011-11-08T14:52:00Z
Die Verwaltung hat viele Daten. Manche veröffentlicht sie von sich aus, andere auf Nachfrage, wieder andere gar nicht, weil sie nicht will oder keine Zeit dafür hat und immer nur in der Form, wie es die Verwaltung sinnvoll findet oder nicht anders kann. Das soll mit den aus den USA kommenden Initiativen für “offene Verwaltungsdaten Daten” (Open Government Data) anders werden.
Die Verwaltung soll alle ihre Datenbestände unmittelbar zugänglich machen, ohne Aufbereitung, als Rohdaten. Aus diesem Rohmaterial sollen dann Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen oder auch einzelne Bürgerinnen und Bürger Anwendungen machen, in denen sie diese Daten aus ihrer Sicht verständlich aufbereiten, mit anderen Daten verknüpfen u.a.m. So könnten z.B. Haushaltsdaten zwischen Bundesländern in einzelnen Positionen verglichen werden oder Abfragen für mobile Endgeräte (Apps) zur aktuellen Feinstaubbelastung entwickelt werden.
Am Dienstag, dem 8. November, hat Bundesinnenminister Friedrich im Rahmen der Open-Government-Strategie des Bundes den Wettbewerb Apps4Deutschland (Anwendungen für Deutschland) eröffnet, an dem sich auch die Freie Hansestadt Bremen mit der Bereitstellung von offenen Daten beteiligt.
Damit dieses Angebot auch konkret genutzt wird, laden das Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) und die Open Knowledge Foundation, Berlin, für Samstag, den 19. November, zu einem so genannten Hackday ein. Erfahrene Apps-Entwickler zeigen interessierten Mitstreitern, wie man aus den Bremer Daten interessante Anwendungen machen kann. “Damit wollen wir insbesondere Studierende der Informatik und der Digitalen Medien an den Bremer Hochschulen ansprechen und motivieren, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen”, begründet Prof. Herbert Kubicek vom ifib diese Initiative, die auch einen kleinen materiellen Anreiz bietet: Die für die Beteiligung Bremens am bundesweiten Wettbewerb zuständige Senatorin für Finanzen hat das Unternehmen PDV als Sponsor gewinnen können und bemüht sich um weitere Sponsoren. Für Anwendungen in Form von Prototypen, die bremische Daten verwenden, werden ein erster Preis von 1000 Euro und zwei zweite Preise von jeweils 500 Euro ausgelobt. Einreichungsschluss ist der 1. Februar 2012. Die Wirtschaftsförderung Bremen begleitet die Initiative mit einem Ideenwettbewerb für Unternehmen.
Der Hackday findet statt am Samstag, den 19. November 2011 im Studierendenhaus auf dem Campus der Universität (Bibliothekstrasse, Zugang über den Boulevard, gegenüber dem Eingang der Staats- und Universitätsbibliothek). Nähere Informationen zum bundesweiten Wettbewerb und der Bremer Beteiligung im Internet unter http://www.daten.bremen.de sowie auf einer öffentlichen Veranstaltung der Senatorin für Finanzen und des ifib am Freitag, den 11. November 2011, im Weser-Tower. Programm und Anmeldung unter http://www.bremen.de/apps4bremen
.Kontakt:
Prof. Herbert Kubicek, Institut für Informationsmanagement Bremen,
Tel. 0421 21856575/ E-Mail:
Daniel Dietrich, The Open Knowledge Foundation (http://www.okfn.org)
twitter.com/ddie
Tel. 0171 780 870 3 / E-Mail:
Zur Erläuterung:
Das Hackday-Konzept:
Mit dem Hackday will die Open Knowledge Foundation (OKF) Programmierer, Journalisten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und alle Interessierten zusammenbringen, um den Wert und den Nutzen offener Daten zu veranschaulichen.
Gemeinsam wollen wir Daten recherchieren, finden und nutzbar machen, Ideen für Anwendungen entwickeln die Probleme lösen oder einen konkreten Nutzen bringen und dann ordentlich in die Tasten hauen um innerhalb von 48 Stunden Anwendungen zu programmieren die es vorher noch nicht gab.
Open Data Hackday Rezept:
* Ein Wochenende + Hacker + Programmierer + Designer + Journalisten + andere Nerds
* Außerdem: Mehr oder weniger offene Daten aus Verwaltung und Politik
* Sowie: Ein Wochenende Zeit & unsere Innovation und Kreativität
* Ergebnis : Anwendungen, die zeigen, dass man in kurzer Zeit mit offenen Daten Webseiten, Mashups, Visualisierungen usw. programmieren kann, die einen echten Nutzen für Bürgerinnen und Bürger bieten.
Ähnliche Hackdays rund um die Weiternutzung von offenen Daten gab es bereits in mehreren Ländern, unter anderem in den Niederlanden, Frankreich, UK, Australien, USA, etc. Den ersten Hackday in Deutschland gab es im April 2010, siehe
opendata.hackday.net
In den nächsten Jahren kommen auf Schulträger neue Entwicklungen für den Einsatz digitaler Medien in den Schulen zu, die die bestehende IT-Systemlandschaft und die dazugehörigen IT-Services nachhaltig verändern werden. Dazu gehören mit Smartphones und Tablets neue innovative Endgeräte, die in die IT-Infrastrukturen der Schulen integriert werden müssen und damit auch neue Anforderungen an die internetbasierte Bereitstellung von Applikationen, Lernmanagementsystemen und Medienangeboten (z.B. in der Cloud) stellen. Ganztagsschulen brauchen intelligente Lösungen für Lehrerarbeitsplätze mit geregeltem Zugriff auf Anwendungen in der Schulverwaltung und das Thema Inklusion erfordert die Auseinandersetzung mit der Barrierefreiheit von IT-Systemen und Anwendungen.
Das ifib lädt am 29. November 2011 in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Schulträger zu einer eintägigen Tagung in Karlsruhe ein, um sich mit anderen Schulträgern, Landesinitiativen und Anbietern über diese IT-Innovationsthemen auszutauschen. Damit setzt das ifib eine Veranstaltungsreihe fort, die im letzten Herbst mit einer erfolgreichen Veranstaltung in Bremen begonnen wurde.
Die Veranstaltung ist für Mitglieder der öffentlichen Verwaltung frei. Verwaltungsexterne zahlen einen Beitrag von 99 Euro.
Die Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort online unter
www.egovernment-akademie.de/it-innovationswerkstatt
möglich. Dort finden Sie auch das Programm zur Veranstaltung.
Wir würden uns freuen, sie am 29. November in Karlsruhe begrüßen zu können.
Urkundenübergabe an das e2democracy Projekt für seinen Beitrag zur Allianz "Nachhaltigkeit lernen"2011-09-28T07:51:00Z
Das international vergleichende Forschungsprojekt “e2democracy” (environmental electronic democracy) erhielt im Rahmen einer Feierstunde am 26. September in Kiel eine Auszeichnung für seinen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
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Jasson Jakovides überreicht Urkunde, Fahne und Stempel an Ralf Cimander; Foto: Janet Rosenthal, Arbeitsstelle UN-Dekade
Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 - 2014 die Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgerufen. Für die Beteiligung an dieser Dekade wurde das ifib bezogen auf das Forschungsprojekt “e2democracy” durch das Deutsche Nationalkomitee der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet (s. auch diesen Blog-Beitrag). Das “e2democracy”-Projekt wird damit als Beitrag zur Allianz “Nachhaltigkeit lernen” anerkannt. Es Projekt darf in den Jahren 2011/2012 den Titel Offlizielles Projekt der UN-Weltdekade 2011/2012 Bildung für nachhaltige Entwicklung tragen. Die Vereinten Nationen haben die UNESCO weltweit mit der Umsetzung dieser Dekade betraut.
Im Auftrag der Hans Böckler Stiftung hat das ifib eine Studie zu den veränderten Entscheidungsstrukturen beim Einsatz von IT in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands vorgelegt (zum Download).
Aufgrund des heutigen Stellenwerts der IT berühren diese Entscheidungen mittelbar auch die Art und Weise wie öffentliche Leistungen künftig im Dialog mit ihren Adressaten erbracht werden (können), was wiederum die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor nicht unberührt lässt. Um solchen Zusammenhängen und Folgewirkungen weiter nachgehen zu können, wird im abschließenden Kapitel der Studie eine Revitalisierung des fachöffentlichen Diskurses über E-Government angeregt. In den vorangehenden Kapiteln geht es um den Wandel der Begrifflichkeit “E-Government” (Kapitel 2), die unterschiedlichen Phasen in der deutschen E-Government-Steuerung (Kapitel 3) und um E-Government auf der Ebene politischer Programme (Kapitel 4).
Insbesondere zu den abschließenden Thesen und Handlungsempfehlungen sind Hinweise und Komentare gerne gesehen.
Der erfolgreiche Einsatz von Informationstechnik erfordert die angemessene Berücksichtigung jeweils spezifischer sozialer, politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen im Anwendungsfeld. Doch noch immer scheitern IT-Projekte auch an einer Verkürzung auf technische Sachverhalte. Die Beiträge in vorliegendem Sammelband setzen sich mit unterschiedlichen Varianten solcher Organisationslücken die Bezeichnung geht auf Arbeiten von Herbert Kubicek zurück auseinander.
Aus Anlass des Wechsels in der Leitung des ifib haben Andreas Breiter und Martin Wind einen aktuellen Sammelband mit zahlreichen Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis zu den sozialen, politischen und rechtlichen Dimensionen des IT-Einsatzes zusammengestellt.
Aus dem Inhalt:
Erscheinungsformen der Organisationslücke: Perspektiven auf die Einbettung der Informationstechnik
Martin Wind & Andreas Breiter
Teil I
Organisationen und ihre IT
Treffpunkt Kooperationsplattform
Ralf Armbruster & Reinhard Jonas
Von freien Informationen und transparenten Organisationen
Claas Hanken
Die Organisatorische Brücke Ein Ansatz zur Bewältigung or-ganisatorischer Lücken in IT-Projekten am Beispiel des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs
Stephan Klein & Jan Windheuser
Organisation der IT-Unterstützung schulischer Bildungsprozesse dargestellt am Beispiel eines großen Schulträgers
Horst Tahetl-Matheis
Web 2.0-Technologien und Organisationsarbeit: wird die Lücke größer?
Marianne Wulff
Teil II
Politische Initiativen und ihre Umsetzung
Anschluss oder Ausschluss?
Jutta Croll
Medien- und IT-Management in Schulen am Scheideweg
Rudolf Peschke
eLearning: Vision und Wirklichkeit.
Ulrich Schmid
Teil III
Die Rolle der Wissenschaft für die Praxis
Was hat die Wissenschaft für E-Government getan?
Martin Hagen
Hypothesengeleitete Technikgestaltung als Grundlage einer kontextuellen Informatik
Reinhard Keil
Informationstechnik, Beratung und Innovation
Alfred Kieser
Learning Communities und Praktiksonden als Instrumente der Analyse und Entwicklung IndustrieweiterInformationsinfrastrukturen
Kai Reimers
Über das Bauen von Brücken und das Füllen von Lücken
Arno Rolf
Pilotierungsforschung
Gerhard Schwabe
Teil IV
Die Organisationslücke und der Datenschutz
Zukunftsfähiges Datenschutzrecht für Deutschland und Europa
Alexander Roßnagel
Informationstechnik und Privacy by Design: Eine Win-Win-Situation
Peter Schaar
Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit Anspruch und Wirklichkeit
Thilo Weigert
Verlagsinformationen und Bestellmöglichkeit
Unter dem maritimen Motto “Segel hissen” hat das ifib zusammen mit Freunden, Kunden und Partnern am vergangenen Freitag (26.8.) den Wechsel in der Institutsleitung vollzogen.
Nach seiner Pensionierung als Hochschullehrer wird Prof. Dr. Herbert Kubicek das ifib künftig in der Rolle eines Senior Researchers begleiten und unterstützen. Prof. Dr. Andreas Breiter nimmt nun die Rolle des Wissenschaftlichen Direktors ein. Dr. Martin Wind übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung und wird weiterhin für E-Government-Themen zuständig sein.
(Foto: Martin Wind)
Die Feier fand im Restaurant Weserhaus, direkt an der Weser gelegen, statt. Herbert Kubicek überreichte jeweils einen Staffelstab an Andreas Breiter und Martin Wind. Diese revanchierten sich mit einem Werder-Schal sowie mit gleich zwei Sammelbänden: einem noch ungefüllten Buch für kommende Ideen und Projekte sowie mit dem eigens zu diesem Anlass von Breiter und Wind herausgegebenen Sammelband “Informationstechnik und ihre Organisationslücken”, der vom LIT Verlag publiziert wird.
Zu den Rednern, die das Schaffen von Herbert Kubicek und den kollegialen Wechsel in der Institutsleitung würdigten, zählten Staatsrat Dr. Joachim Schuster von der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, der zugleich Vorsitzender des Gesellschafters der ifib GmbH ist, sowie Staatsrat Henning Lühr von der Senatorin für Finanzen in seiner Funktion als Vorsitzender des Institutsbeirats und Prof. Dr. Wilfried Müller, der Rektor der Universität Bremen. Für die Unterhaltung der rund 130 Gäste sorgte das Improvisationstheater Inflagranti, das u.a. einen Friseurbesuch im Serverraum gekonnt in Szene setzte.
Nachtrag: Eine kleine Auswahl der Fotos, die unser Kollege Norbert Hayduk auf der Feier gemacht hat, sind auf unserer Facebook-Seite zu finden.
Die EU-Dienstleistungsrichtlinie hatte auch ihr Gutes: Sie hat vielerorts das Bewusstsein für die Gestaltung von Geschäftsprozessen geschärft.
So auch bei vielen Mitgliedern der Virtuellen Region Nordwest. Bereits Ende 2009 wurde hier der Arbeitskreis “Interkommunale Prozessmodelle” ins Leben gerufen, in dem sich interessierte Kommunen und IT-Dienstleister mit der Dokumentation, Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen beschäftigen. Das ifib gehörte zu den Mitinitiatoren dieses Arbeitskreises und begleitet mit fachlicher und methodischer Unterstützung die Diskussionen. Unter anderem wurden auf zwei vom ifib durchgeführten Workshops die Grundlagen von BPMN vermittelt. Weiterhin hat sich der Arbeitskreis intensiv mit den Planungen zur Deutschen Prozessbibliothek und mit der Prozessbibliothek der KGSt auseinander gesetzt.
Nun ist der nächste Schritt gemacht worden: In den nächsten 18 Monaten werden die Landkreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz und Verden, die Gemeinde Ganderkesee, die Stadt Achim und der Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen gemeinsam an der Optimierung ausgewählter Prozesse arbeiten. Das Projekt wird von der ifib consult GmbH, der Anfang 2011 gegründeten Tochtergesellschaft des ifib, organisatorisch und fachlich betreut.
Mit dieser interkommunalen Zusammenarbeit werden mehrere Ziele verfolgt: Natürlich steht die Verbesserung von ausgewählten Prozessabläufen im Vordergrund. Darüber hinaus wollen die mitwirkenden Kommunen gemeinsam das erforderliche methodische Know-how aufbauen und sich in diesem Zuge auch über die Gestaltung von Prozessmodellen verständigen und Empfehlungen in einer Art “Styleguide” dokumentieren und für die Weiterarbeit verfügbar machen.
Für die Dokumentation der Geschäftsprozesse kommt das Modellierungswerkzeug ViFlow der Fa. ViCon aus Hannover zum Einsatz. ViFlow ist ein datenbankgestütztes Werkzeug, das auf MS Visio aufsetzt. Es bietet im Rahmen eines attraktiven Lizenzmodells vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung von Prozessmodellen und kann für unterschiedliche Notationen (Swimlanes, BPMN, FaMOS etc.) genutzt werden. Soeben wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer eintägigen Schulung mit den Funktionalitäten der Software vertraut gemacht, so dass nun mit der Erstellung der ersten Prozessmodelle begonnen werden kann.
e2democracy - Forschungsprojekt des ifib erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission2011-08-17T11:27:00Z
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) geleitete Forschungsprojekt e2democracy als Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. e2democracy hat die Klimaschutzinitiativen Bremen und Bremerhaven kann mehr Klimaschutz! sowie das Klimaversprechen von Wennigsen und dem Calenberger Land ins Leben gerufen. Die lokalen Initiativen werden zusammen mit den Klimaschutzagenturen vor Ort - der Energiekonsens in Bremen und Bremerhaven und der Klimaschutzagentur der Region Hannover in Wennigsen / Calenberger Land - durchgeführt und mit Mitteln der European Science Foundation sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft vom ifib wissenschaftlich begleitet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.
Eine Jury aus Experten hat im August über die Auszeichnung der Bildungsprojekte entschieden. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.
Das Votum der Jury würdigt das e2democracy - Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland. e2democracy zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann.
Im Zentrum von e2democracy steht die regelmäßige Kontrolle des individuellen Verbrauchs- und Konsumverhaltens von Bürgerinnen und Bürgern im Hinblick auf die eigene Klimabilanz (CO2-Bilanz). Die täglichen Aktivitäten stehen dabei im Vordergrund, also welche Wege werden mit welchen Verkehrsmitteln zurückgelegt, wie viel Strom wird verbraucht, welche Heizenergie wird eingesetzt, wird beim Kauf von Lebensmitteln darauf geachtet, dass sie aus der Region stammen und gerade Saison haben, etc. Aus diesen Angaben wird alle 2 Monate eine CO2- und Energiebilanz für die Teilnehmenden erstellt und diesen zurückgespiegelt. Über die Kenntnis der eigenen Klimabilanz über den Zeitverlauf und im Vergleich ihrer Werte mit denen der anderen Teilnehmenden wird eine Sensibilisierung für die Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf das Klima erreicht. Newsletter mit wertvollen Tipps zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz, Informationsveranstaltungen - auch zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch - sowie Beratungsangebote rund ums Thema Klimaschutz runden das Angebot für Teilnehmende ab.
UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.
Die Urkunde an das e2democracy - Projekt wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Aktionstage der UN-Dekade am 26. September 2011 in Kiel an das ifib übergeben.
Weitere Informationen unter
http://www.e2democracy.eu
http://www.bne-portal.de/dekade-projekte
Kontakt:
Ralf Cimander
Institut für Informationsmanagement Bremen
Tel.: 0421/218-56 587
E-Mail: info@e2democracy.eu

Etwas pathetisch, aber nicht falsch, hat “Der Freitag” ein Interview zu Open Government Data betitelt. Durch die Überschrift wird nicht ganz klar, wer an Bremen denkt, wenn er an Freiheit denkt: der Interviewer oder der Interviewte. Richtig ist, dass der im ursprünglichen Sinne liberale Stadtstaat das fortschrittlichste Informationszugangsgesetz hat, das seinen Bürgerinnen und Bürgern einen freien, d.h. von Begründungen unabhängigen Zugang zu amtlichen Informationen und Dokumenten einräumt. Dieses Recht soll im Zuge der aktuellen Open-Data-Diskussion auch auf weiterverarbeitbare Daten ausgeweitet werden. Dies ist auch dem Bund zu empfehlen.
In dem Interview geht es aber auch noch um eine andere Freiheit, nämlich das informationelle Selbstbestimmungsrecht und einen grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen der Zweckbindung bei der Erhebung personenbezogener Daten und der Forderung nach beliebiger Weiterverarbeitung von Rohdaten, die häufiger personenbeziehbar sind als viele denken. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Gutachten des ULD “Datenschutz und Geoinformationen”.
Zum Interview geht es hier.





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