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Berlin. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier (CDU), fordert die konsequente Durchsetzung von Stadionverboten gegen Krawallmacher und Chaoten. "Wir können nicht zulassen, dass die Zahl der Verletzten jährlich steigt. Die Vereine müssen Stadionverbote wesentlicher konsequenter durchsetzen und Krawallmacher von vorneherein herausfischen. Das ist leider aus polizeilicher Sicht bisher nicht immer der Fall", sagte Caffier der Tageszeitung "Die Welt". Es gebe nach wie vor einzelne Vereine, bei denen Stadionverbote umgangen werden können. "Da werden Fußball-Rowdys dann über sogenannte Fan-Kontingente hereingelassen", sagte Caffier der Zeitung.
Berlin. Die Zahl der Menschen, die unter chronischer Erschöpfung leiden, steigt seit Jahren massiv an doch die führenden Unternehmen haben das Phänomen lange unterschätzt. Das zeigt Deutschlands erstes Burn-out-Ranking, das "Manager Magazin" exklusiv in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Für die Untersuchung haben Experten der Asklepios-Kliniken die Zahl der Beschäftigten mit Burn-out in Dax-Konzernen geschätzt, auf Basis der in den Asklepios-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten.
Wiesbaden. Rund 252 Menschen haben im März 2012 auf deutschen Straßen ihr Leben verloren, 52 Personen oder 17,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mit. Allerdings nahm die Zahl der Verletzten auch im März 2012 zu, und zwar um 6,0 Prozent auf rund 30.100. Auch die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle ist im März 2012 wie bereits in den beiden Vormonaten gestiegen: Mit rund 192.500 Unfällen waren es 4,0 Prozent mehr als im März 2011.

Mannheim. Nein, ein Aufbruch war das nicht. Das zu hochgesteckte Ziel des Katholikentages wurde verfehlt. Die Zaghaften und die Zornigen, die Ängstlichen und die Überforschen haben sich gegenseitig blockiert und dem Glaubenstreffen auf diese Weise einen Teil seiner denkbaren Wucht genommen. Dazwischen feierten die Fröhlichen ein Fest, das die unruhigen Strömungen unter der Oberfläche verdeckte. Man treffe sich hier nicht zum Parteitag, hatte der gastgebenden Erzbischof Robert Zollitsch zum Auftakt gemahnt. Er behielt recht, aber anders als gedacht. Es wurde ein "Multi-Parteien-Tag" des Katholizismus in Deutschland.


Berlin. Es ist eine höchst unrühmliche Nachspielzeit am grünen Tisch: Denn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entscheidet an diesem Freitag nicht nur über den Protest von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf. Also darüber, ob Düsseldorf auf- und Hertha aus der Bundesliga absteigt. Das DFB-Sportgericht muss mit einem drastischen Urteil auch ein klares Signal senden, dass sich der deutsche Fußball unmissverständlich von den jüngsten Ausschreitungen distanziert und gewillt ist, das gravierende Sicherheitsproblem aufzuarbeiten. Die beklemmenden Ereignisse in Düsseldorf sind der vorläufige Höhepunkt einer unheilvollen Entwicklung.


München. Mercedes ist laut ADAC AutoMarxX die derzeit stärkste Automarke in Deutschland. Gegenüber der letzten Auswertung hat sich der Premiumhersteller aus Stuttgart um einen Platz verbessert. Er verdrängt damit Audi von der Führungsposition. Auf dem dritten Platz folgt BMW vor Lexus. Auf dem fünften Rang rangiert VW. Auch Schlusslichter "bewähren" sich in Sachen Marke: Wie im letzten Jahr liegt Daihatsu auf Platz 32, nur noch gefolgt von Chevrolet.


Berlin. Die Zahl der Rauschgiftdelikte in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 236.478 Fälle gestiegen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) 2011 hervor, die der Tageszeitung "Die Welt" vorliegt. Einen extremen Zuwachs gab es demnach bei der Modedroge Ecstasy. Die Polizei stellte 484.992 Ecstasy-Tabletten sicher, was ein Plus um 110,5 Prozent bedeutet. Pro Tablette wird derzeit auf dem Schwarzmarkt etwa ein Preis von fünf bis zehn Euro verlangt.

München. Die heute vorgelegten EU-Leitlinien zu Straßenbenutzungsgebühren sind laut ADAC ein zweischneidiges Schwert. Die EU-Kommission zeigt darin detailliert auf, wie die Mitgliedsstaaten mit Nutzungsgebühren ihre Straßeninfrastruktur finanzieren können. Auch wird in den Leitlinien aufgeführt, wie Vignettensysteme in der EU verbraucherfreundlich ausgestaltet werden können. Zwar hat die EU mit ihren Erläuterungen zu reisefreundlichen Vignettensystemen eine langjährige Forderung vom ADAC aufgenommen. Der Club wehrt sich jedoch gegen EU-Bestrebungen für eine allgemeine Pkw-Maut.


Rom. In Rom steht die Entscheidung des Papstes über die Wiederaufnahme der Piusbrüder in die katholische Kirche weiterhin aus. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, wollen Mitte dieser Woche die zuständigen Kardinäle der Glaubenskongregation bei ihrer Zusammenkunft aber über einen Vereinigungsvorschlag entscheiden, den sie dann Papst Benedikt XVI. zukommen lassen. Der deutsche Papst, heißt es, könnte noch Ende Mai seine Entscheidung bekanntgeben.
Berlin. Zwischen pflegebedürftigen Menschen und ihren Betreuern kommt es häufig zu Konflikten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hervor, die der Tageszeitung "Die Welt" vorliegt. Danach hat jeder Dritte, der pflegebedürftige Menschen in der Familie oder beruflich betreut, schon Erfahrungen mit Gewalt gemacht. Dazu zählen sowohl Beschimpfungen und entwürdigende Umgangsweisen als auch körperliche Gewalt.

Athen. In Griechenland hat der Chef des Linksbündnisses Syriza, Alexis Tsipras, die Sondierungsgespräche zu Bildung einer neuen Regierung fortgesetzt. Dieser drohte zunächst mit einer Annullierung des Sparprogramms: "Die Entscheidung der Wähler zeigt klar, dass alle Absprachen der alten Regierung zum Rettungsprogramm und alle zugesagten Garantien nichtig sind." Der Chef der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, reagierte empört auf die Forderungen. "Was Herr Tsipras da verlangt, führt direkt zum Austritt Griechenlands aus der Eurozone", sagte Samaras.


Berlin. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hält einen Boykott der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine, wie von der EU-Kommission angekündigt, für falsch. "Aber Politiker und Sportfunktionäre, die in die Ukraine reisen, müssen die Gelegenheit nutzen, um auf die schweren Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und von der ukrainischen Regierung einen besseren Menschenrechtsschutz fordern", sagte der Generalsekretär von Amnesty-Deutschland, Wolfgang Grenz, "Handelsblatt-Online". "Auch Sportler und Fans sollten sich überlegen, wie sie für Menschenrechte in der Ukraine eintreten können."