ganze Sendung vom 03.05.2012: Damit Soldaten berechen- und belastbar sind, kommen schon seit langem im Krieg Drogen zum Einsatz. Ein Thema, über das nicht gerne geredet wird. Gert Scobel diskutiert mit Alexander Ehlers, Mediziner und Jurist, dem Sozialwissenschaftler Wolf Kemper und dem Psychiater Klaus Lieb die Rolle und Auswirkungen von Drogenkonsum bei Kriegseinsätzen.
Bericht vom 03.05.2012: Ob Radfahrer, die um die Wette rasen oder hochgezüchtete Boxer, die im Ring aufeinander einprügeln: In vielen Sportarten wird mit unsauberen Mitteln konkurriert. Leistungssteigernde Pillen, meinen viele Sportler, helfen das Maximum aus ihren Körpern rauszuholen. Und auch die "normale Welt" wird immer häufiger mit der Allgegenwart von Dopingmitteln konfrontiert.
Bericht vom 03.05.2012: Soldaten, besonders bei der Luftwaffe, sind extremen Belastungen ausgesetzt. Um auch bei längeren Einsätzen wach und fit zu bleiben, verschreibt das U.S. Militär angeblich schwache Aufputschmittel. Ein anonymer Soldat berichtet, er habe zwei dieser Pillen genommen, sei für die nächsten 15 Stunden voll abgefahren und habe im Cockpit getanzt und gesungen.
Bericht vom 03.05.2012: Am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 stoßen amerikanische Truppen bei der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau auf unzählige Leichen ermoderter oder verhungerter Insassen. Viele der Überlebenden berichten den Befreiern von grausamen Experimenten der KZ-Ärzte mit Krankheitserregern und Drogen.
Bericht vom 03.05.2012: Beim Westfeldzug 1940 durch Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich waren deutsche Soldaten scheinbar nicht zu stoppen. Unerschütterlich marschierten Infanteristen bis zu 60 Kilometer am Tag. "Die Deutschen benutzen eine Wunderpille" titelt die britische Presse.
ganze Sendung vom 26.04.2012: Obwohl Ekel ein negatives, in allen Kulturen verbreitetes Gefühl ist, ist es erstaunlicherweise auch mit einem Lustgewinn verbunden. Ekel- und Horrorfilme haben Konjunktur. Gert Scobel diskutiert mit der Ekelforscherin Anne Schienle, dem Kulturwissenschaftler Thomas Macho und dem Medien- und Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger über eine urmenschliche Emotion.
Interview vom 26.04.2012: Winfried Menninghaus ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich besonders mit Literatur und Poetik seit 1750 mit besonderen Schwerpunkten auf der deutschen Romantik und der Literatur des 20. Jahrhunderts. Menninghaus spricht im Interview über die Wahrnehmung von Ekel in verschiedenen Epochen.
Bericht vom 26.04.2012: Ekel ist universell, mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen, abhängig von der jeweiligen Kultur. Es ist ein Gefühl, das jeder kennt, vielleicht beeinflusst von der Angst vor dem eigenen Tod.
Bericht vom 26.04.2012: Ekel ist eine Basisemotion, die zu einer starken Abneigung führt, die sich in körperlichen Reaktionen wie Übelkeit, Brechreiz bis hin zur Ohnmacht, äußern kann.
Bericht vom 26.04.2012: Die Alptraumwesen des Schweizer Künstlers H. R. Giger haben die unterschiedlichsten Menschen weltweit in ihren Bann gezogen, auch Medienpsychologen wie Clemens Schwender.
Bericht vom 26.04.2012: Die Fähigkeit Ekel zu empfinden, ist beim Menschen vermutlich schon genetisch angelegt. In den ersten beiden Lebensjahren ist sie aber noch nicht ausgeprägt.
Bericht vom 19.04.2012: Was unter Fortschritt verstanden wird, hängt davon ab, wen und wo man danach fragt. Je nach politischer Überzeugung, finanzieller Situation oder Bildungsstand, gehen die Ansichten stark auseinander.
Gespräch vom 19.04.2012: Die letzten Jahrzehnte sind geprägt vom Gedanken des höher, schneller, weiter. Mit seinen Gästen prüft Gert Scobel den Begriff Fortschritt und fragt, ob es immer gut ist, auf Fortschritt zu setzen.
ganze Sendung vom 05.04.2012: Angst, Freude, Trauer - was Menschen im Innersten berührt, scheint unveränderlich zu sein und Menschen über Zeiten und Kulturen hinweg zu verbinden. Doch Gefühle sind alles andere als ewig, denn tatsächlich haben sich ihr Ausdruck und ihre Bedeutung immer wieder gewandelt. Gert Scobel wirft mit seinen Gästen Tania Singer und Ute Frevert einen Blick auf die Welt der Gefühle im Wandel der Zeit.
Bericht vom 05.04.2012: Die Fähigkeit zur Empathie gehört zur genetischen Grundausstattung des Menschen. Sehr frühe Bindungserfahrungen unterstützen diese Entwicklung. Schließlich kommt noch die Sozialisation durch Schule und Gleichaltrige hinzu. Entscheidend ist jedoch die frühe Kindheit.
Bericht vom 05.04.2012: Welche Gefühle sind für eine Epoche bedeutsam? Und wie werden sie dargestellt? Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie in Berlin, gibt uns ein paar Beispiele.
Bericht vom 05.04.2012: Die Überwindung des Gefühls wurde vielfach als Triumpf der Kultur über die Biologie betrachtet. Aber Gefühl und Verstand scheinen viel enger miteinander verknüpft, als früher vermutet. Bisher existieren viele Theorien, aber noch kein allgemeingültiges Erklärungsmodell darüber, was Gefühle eigentlich sind.
Bericht vom 05.04.2012: In einer Gesellschaft, die von Leistungsdruck, Konkurrenzkampf und Profitdenken bestimmt ist, scheint Empathie nicht besonders gefragt. Dennoch gibt es inzwischen Bereiche, in denen die Bedeutung von Empathie erkannt, gelehrt und gelernt wird.
Bericht vom 22.03.2012: Ein charismatischer Prediger verspricht seinen Anhängern das Paradies auf Erden. Doch im November 1978 endet alles im Massenmord von Jonestown. Das Finale wirft die Frage auf, wie manipulierbar der Mensch durch Sekten ist und welche Bewegungen ihn heute noch verführen können?
Gespräch vom 22.03.2012: Der Begriff Sekte ist negativ konnotiert. Der Duden definiert eine "Gemeinschaft, die in meist radikaler Weise bestimmte Ideologien vertritt, die nicht den Grundwerten entsprechen".
Bericht vom 22.03.2012: Mit der Neuzeit setzt eine fortschreitende Säkularisierung der Religion ein, die dazu führt, dass sie in den Bereichen Politik, Wissenschaft und Kultur keine entscheidende Rolle mehr spielt.
ganze Sendung vom 08.03.2012: Am 11. März 2011 wurde Japan von einer riesigen Katastrophe erschüttert. Einem schweren Erdbeben folgte ein riesiger Tsunami und im Atomkraftwerk Fukushima kam es zum GAU. scobel berichtet über die aktuelle Lage in Japan, untersucht das Krisenmanagement vor und nach den Zerstörungen, diskutiert die Energieversorgung des Landes und fragt nach ökologischen, ökonomischen und kulturellen Veränderungen.
Bericht vom 08.03.2012: Es waren die Tokugawa-Shogune, die legendären Militärherrscher Japans, die Ende des 17. Jahrhunderts erkannten, dass ihre wichtigste Ressource Holz am verschwinden ist. Mit radikalen Verboten und gleichzeitigen Wirtschafts- und Wiederaufforstungsprogrammen schufen sie eine der ersten modernen Forstwirtschaften der Welt und bewahrten die japanischen Wälder.
Bericht vom 08.03.2012: In Japan ist das Unvorstellbare Realität geworden: ein nicht mehr kontrollierbares Kernkraftwerk, ein GAU und dessen Folgen für Umwelt und Gesellschaft. Am 11. März 2011 zerbrach in Fukushima der propagierte Sicherheitsmythos. Jahrzehntelang hatten Energiekonzerne und Regierung die Gefahren der Atomindustrie ignoriert und verharmlost. Die öffentliche Meinung wurde durch privilegierte Privatinteressen gelenkt.
Clip vom 08.03.2012: Japaner gelten als traditionsbewusst und angepasst. Fukushima hat dieses Klischee widerlegt. 2011 demonstrierten die Japaner, Junge wie Alte, Familien und Landwirte, von Angst und Wut getrieben gegen Atomkraft. Sie alle fürchteten um ihre Existenz.
Bericht vom 08.03.2012: Das Tohoku-Erdbeben am 11. März 2011 ist mit einer Magnitude von 9.0 das schwerste in der japanischen Nachkriegsgeschichte. Auf einer Länge von 400 Kilometern reißt die Erdkruste auf. Das Epizentrum liegt 370 Kilometer nordöstlich von Tokio. Gewaltige Plattenbewegungen lösen einen bis zu 40 Meter hohen Tsunami aus.
Bericht vom 08.03.2012: Hart getroffen von der Katastrophe kämpfen die Bauern der Präfektur Fukushima verzweifelt um ihre Existenz. Der Supergau im Atommeiler des Konzerns hat auch den Ort Motomiya, etwa 60 Kilometer vom Unglücksort entfernt, verstrahlt. Jetzt verhandeln die Bauern mit Vertretern von TEPCO über Entschädigungen. Bislang haben sie noch keine Hilfe bekommen, nur eine Entschuldigung.
ganze Sendung vom 01.03.2012: Vanilleeis ohne Vanille, Erdbeerjoghurt mit Sägespänen, Himbeerwackelpudding ohne Himbeeren, aber mit Schweineschwarte: Unappetitliche Wahrheiten über die Lebensmittel, die wir im Supermarkt in unseren Wagen legen. Doch wie können sich Verbraucher gegen diesen Etikettenschwindel wehren? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Fallen der Lebensmittelindustrie.
Interview vom 01.03.2012: Der Lebensmittelchemiker und Ernährungsexperte Udo Pollmer ist der wissenschaftliche Leiter des gemeinnützigen Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften in München. Er ist bekannt für seine radikale Kritik an unseren Essgewohnheiten, vor allem an sämtlichen Diäten. In unserem Interview spricht er über die Manipulationsmethoden der Lebensmittelkonzerne und unsinnige Werbung.
Bericht vom 01.03.2012: Das Sein ist eins mit dem Essen, argumentierte bereits der Philosoph Ludwig Feuerbach. Im belgischen Gent hat man in diesem Sinne begonnen anders zu denken. Seit drei Jahren ist hier jeden Donnerstag Veggie-Day. Schulen und Kantinen bieten dann nur vegetarisches Essen. Auch Restaurants haben mitgezogen, begrüßt von der Mehrheit der Bürger. In Bremen ist man dem Beispiel gefolgt und auch andere deutsche Städte diskutieren bereits darüber.
Bericht vom 01.03.2012: 1908 entdeckte der japanische Chemiker Kikunae Ikeda warum Tofu in Kombination mit Tangbrühe so viel besser schmeckte. Es war die Glutaminsäure im Seetang. Bereits ein Jahr später begann die Firma Ajinomoto, bis heute Weltmarktführer, mit der Produktion von synthetischem Glutamat.
Bericht vom 01.03.2012: Die Wenigstens müssen in unserer Wohlstandsgesellschaft Hunger leiden. Es gibt Lebensmittel im Überfluss und zu günstigen Preisen. Doch sind unsere Nahrungsmittel auch gesund? Die Lebensmittelskandale der letzten Jahre haben Substanzen zu Tage gefördert, die im Essen nichts zu suchen haben.
Bericht vom 01.03.2012: Deutschland ist schön: Satte Weiden, glückliche Tiere und bodenständige Bauern. Unser Essen: Ein Stück gesundes Landleben, hergestellt nach traditionellen Rezepten. Ehrliche Qualität zum ehrlichen Preis? Die Wirklichkeit sieht anders aus.
ganze Sendung vom 23.02.2012: Gehört für moderne Forscher, die die Evolutionstheorie als maßgebliche Leittheorie akzeptieren, das Aussterben von Arten nicht einfach zur natürlichen Entwicklung? Gert Scobel hinterfragt mit seinen Gästen den Sinn von Schutzmaßnahmen, die auf einzelne Arten begrenzt sind. Er beleuchtet, wie sich Artenschutz begründet und wie einzelne Lebewesen als schützenswert bestimmt werden können.
Interview vom 23.02.2012: Ursula Heise ist Professorin für Anglistik und Direktorin des Programms für Modern Thought and Literature an der Stanford University (Palo Alto, Kalifornien). Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Verbindungen von gesellschaftlichen Entwicklungen, Kultur, Globalisierung und Umweltbewusstsein. Heise ist die Autorin des Buches "Nach der Natur: Das Artensterben und die moderne Kultur".
Bericht vom 23.02.2012: Der Chemiker Paul Crutzen nennt die letzten 200 Jahre das Anthropozän, das vom Menschen bestimmte Zeitalter. In dieser Periode hat sich die Menschheit von einer biologischen zu einer geologischen Handlungsmacht gewandelt: Wir verändern das Klima und die Atmosphäre des Planeten. Es gibt keine unberührten Gebiete mehr und die Zerstörung von Lebensräumen schreitet rasant voran. Die Konsequenz ist das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten.
Bericht vom 23.02.2012: Seit Beginn der Industrialisierung beutet der Mensch die Ressourcen der Erde immer schneller und umfassender aus. Noch hält dieser Raubbau mit verheerenden Folgen für die Umwelt an. Selbst bei gewaltigen Umweltkatastrophen sind die Schadensersatzleistungen der Verursacher so niedrig, dass es sich lohnt, wie bisher weiterzumachen.
Bericht vom 23.02.2012: Der Hauptgrund des weltweiten Artensterbens ist die Zerstörung der natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Um diesen zentralen Zusammenhang zu verdeutlichen, unterscheidet man zwischen der Artenvielfalt und der biologischen Vielfalt oder Biodiversität.
Bericht vom 23.02.2012: Kinderlosen Zoobewohnern kann zu Nachwuchs verholfen werden. Die Reproduktion ist Tierärzten im Washingtoner Zoo unter Anwendung der humanmedizinischen In-Vitro-Fertilisationstechnik gelungen. Es ist ein aufwendiges und teures Verfahren, das sich keinesfalls an jedem Tier anwenden lässt. Im Frankfurter Zoo steht man der In-Vitro-Fertilisation zur Arterhaltung kritisch gegenüber.
ganze Sendung vom 02.02.2012: Die Natur geht sparsam mit ihren Ressourcen um. Aus den Abfällen wird Dünger oder Nahrung. Der Mensch aber produziert Müll. Gert Scobel und seine Gäste diskutieren die Abfall- und Wegwerfgesellschaft.
Bericht vom 02.02.2012: Agbogbloshie ist ein Slum am Rande der Hauptstadt Accra in Ghana. Noch vor 15 Jahren war dort eine grüne Lagune. Heute leben die Menschen dort auf einer meterhohen Lage Elektro- und Plastikschrott. Messungen haben ergeben, dass die Schadstoffbelastung in Luft und Boden die zulässigen Grenzwerte um das 50-fache überschreitet. Es ist das andere Ende unserer Sucht nach modernster Elektronik.
Bericht vom 02.02.2012: Es heißt, die Natur wäre verschwenderisch. Doch das ist ein Irrtum: Alles kehrt zurück, hat seinen Platz in einem allumfassenden globalen Kreislauf. Dazu gehören Kohlenstoffkreislauf, Wasserkreislauf und Phosphorkreislauf. Leben stirbt und aus Tod entsteht Leben. Die Natur ist eine perfekte Recyclingmaschine. Abfall gibt es nicht. Der Mensch sollte sich ein Beispiel daran nehmen.
Bericht vom 02.02.2012: Die Erwartungshaltung an Lebensmittel ist hoch. Alles soll von erster Qualität und immer frisch sein. Obst und Gemüse dürfen keine Makel, keine Schrammen oder unpraktische Formen haben. Dabei haben viele Menschen das Kochen bereits aufgegeben. Schnelle Fertiggerichte, also Convenience-Food-Produkte, finden reißenden Absatz.
ganze Sendung vom 26.01.2012: Lärm gilt mittlerweile als Umweltgefahr Nummer eins, so das Umweltbundesamt. Damit hat der Krach die Belastung durch Schadstoffe als Problem überholt.
Bericht vom 26.01.2012: Das moderne Leben erscheint ohne Mobilität undenkbar. Doch 75 Prozent der Deutschen fühlen sich von Lärm belastet. Das Bundesumweltamt spricht vom Lärm als dem Umweltgift Nummer eins.
Bericht vom 26.01.2012: 2015 soll die Zahl der Arbeitsplätze am Flughafen Frankfurt von jetzt 68.000 auf 95.000 anwachsen. Schaut man in die Geschäftsberichte der Fraport, scheint diese Prognose aus der Luft gegriffen.
Bericht vom 26.01.2012: Viele Flörsheimer wachen um 5 Uhr morgens vom Lärm der landenden Flugzeuge auf. Seit der Inbetriebnahme der neuen Frankfurter Landebahn fliegen die Maschinen bis zu 250 Meter tief über Wohngebiete.
Bericht vom 26.01.2012: Dass Lärm ein akzeptables Übel sei, das man für die Motorisierung in Kauf nehmen müsse, war eine lange gebrauchte politische Ausrede. Bislang gibt es kein allgemeines Gesetz zum Schutz vor Lärm.
Interview vom 26.01.2012: Wolfgang Babisch ist Lärmwirkungsforscher beim Umweltbundesamt in Berlin. Er hat an der europäischen Studie zur Wechselwirkung von Bluthochdruck und starker Lärmbelastung mitgearbeitet. Dabei wurden Menschen im Umfeld von Flughäfen und stark befahrenen Straßen ein Jahr lang beobachtet.
Interview vom 26.01.2012: Jürgen Resch ist seit 1986 Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V., einem bundesweit tätigen Umwelt- Naturschutz- und Verbraucherschutzverband. Neben zahlreichen praktischen Natur- und Umweltschutzprojekten zählt die Einführung schwefelfreier Kraftstoffe, die Einrichtung von Umweltzonen sowie die Durchsetzung von Dieselruß-Partikelfiltern zu den bekannten Erfolgen der DUH.
ganze Sendung vom 19.01.2012: Rituale strukturieren das Leben der Menschen seit Jahrtausenden. Sie bilden gemeinschaftliche Zusammenhänge und begleiten unseren Lebenslauf. Auch wenn der Sinn mancher Rituale fast vergessen und heute nicht mehr nachvollziehbar ist, gehören sie doch noch zu unserem Alltag. scobel will wissen, warum Rituale so wichtig für uns sind.
Clip vom 19.01.2012: Hände schütteln oder tiefe Verbeugung: Ein Blick auf die verschiedensten Begrüßungsrituale.
Bericht vom 19.01.2012: Rund sieben Millionen Menschen fallen alljährlich beim Oktoberfest in einen kollektiven Bierrausch. Das Bier ist ein Lebenselixier der Deutschen, das auf der Wiesn am liebsten in Lederhosen und Dirndl konsumiert wird. Auch das Schimpfen über die überhöhten Maß-Preise gehört, genau wie auch die Blasmusik, zur verbindenden Litanei.
Bericht vom 19.01.2012: Die Kulturgeschichte der Menschheit ist zugleich die Geschichte ihrer Rituale. Für den Ethnosoziologen Emile Durckheim sind Rituale machtvolle Zeichen des Heiligen, die uns für Augenblicke herausheben aus dem Profanen des Alltäglichen. Rituale stiften Gemeinschaft zwischen Gläubigen, drücken Werte aus, verdeutlichen soziale Ordnungen und zeigen auf, was Menschen wichtig ist.
Bericht vom 19.01.2012: Indien ruht auf den Traditionen einer 5000 Jahre alten Kultur und einer tief empfundenen Religiosität. Das Leben der Hindus ist von der Geburt bis zum Tod von Ritualen geprägt, die so vielfältig sind, wie der Hinduismus selbst. Jeden Morgen wendet man sich in Indien an Savitri, die aufgehende Sonne, die auch als Gemahlin des großen Gottes Brahma gilt. Sie vertreibt das Dunkel auf der Erde und spendet Licht und Leben.
Bericht vom 19.01.2012: In indigenen Kulturen sind Trance und geglaubte Besessenheit von Geistern und Dämonen Verhaltensmuster, in denen Menschen ihre Leiden erleben und mitteilen. Um von diesen Leiden erlöst zu werden, kommen Pilger aus allen Regionen Indiens an einen heiligen Ort im Nordwesten des Landes - den Sufi Schrein des muslimischen Heiligen Mira Datar und seiner Mutter Rasti Ma. Hier erhoffen sie sich, durch Gebete und Rituale geheilt zu werden.
ganze Sendung vom 12.01.2012: Überlebende des Holocaust zeigen, dass es trotz dem erlebten Grauen möglich ist, eine lebensbejahende Einstellung zu haben. Wir beschäftigen uns in unserer ersten Sendung im neuen Jahr mit der Frage, wie es Menschen gelingen kann, trotz unsäglicher Entwürdigung und unsäglichem Leid ihre Würde zu bewahren.
Interview vom 12.01.2012: Wir haben einige zentrale und lebensbejahende Aussagen unserer Gesprächspartner wie der Musikerin Esther Bejarano, dem Maler und Leherer Yehuda Bacon, der Holocaust-Aktivistin Èva Fahidi und der Kinderpsychologin Batsheva Dagan für Sie zusammengefasst.
Bericht vom 12.01.2012: Im Vernichtungslager Auschwitz wurden weit mehr als eine Million Menschen vernichtet. In Auschwitz sollte auch die Menschlichkeit vernichtet werden. Der Psychoanalytiker Arno Grün wurde 1923 in Berlin geboren. Mit knapper Not entkam er mit seiner jüdischen Familie dem Holocaust und emigrierte nach New York. Heute lebt er in Zürich. Arno Gruenn sieht in der Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl den Kern unseres Menschseins und die Basis menschlicher Würde.
Bericht vom 12.01.2012: Für den amerikanischen Zenmeister Bernard Glassman ist Auschwitz der größte Lehrmeister. Seit 15 Jahren führt er Menschen aus aller Welt - unter ihnen die Kinder und Enkelkinder der Opfer ebenso wie die der Täter - in Auschwitz zusammen, um Zeugnis abzulegen vom Leben und Sterben, vom Menschsein und der Unmenschlichkeit. Darin liegt für ihn, den Sohn osteuropäischer Juden, die Wurzel für Versöhnung und Heilung.
Bericht vom 12.01.2012: Einst spielte Esther Bejarano im Mädchenorchester von Auschwitz. Heute ruft sie mit ihren Liedern zum Widerstand gegen Faschismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit auf. "Schon bei meinen Eltern spielte Musik eine große Rolle. Wir Kinder haben alle ein Instrument gelernt. Wir haben schon zu Hause Konzerte gegeben. Das hat mich geprägt und mir geholfen zu überleben. Ich hatte eine schöne Kindheit, bis Hitler im Saarland, meiner Heimat, die Macht übernahm."
Bericht vom 12.01.2012: Im Vernichtungslager Auschwitz wurden weit mehr als eine Million Menschen vernichtet. In Auschwitz sollte auch die Menschlichkeit vernichtet werden. Der Psychoanalytiker Arno Grün wurde 1923 in Berlin geboren. Mit knapper Not entkam er mit seiner jüdischen Familie dem Holocaust und emigrierte nach New York. Heute lebt er in Zürich. Arno Gruenn sieht in der Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl den Kern unseres Menschseins und die Basis menschlicher Würde.
Bericht vom 12.01.2012: Einst spielte Esther Bejarano im Mädchenorchester von Auschwitz. Heute ruft sie mit ihren Liedern zum Widerstand gegen Faschismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit auf. "Schon bei meinen Eltern spielte Musik eine große Rolle. Wir Kinder haben alle ein Instrument gelernt. Wir haben schon zu Hause Konzerte gegeben. Das hat mich geprägt und mir geholfen zu überleben. Ich hatte eine schöne Kindheit, bis Hitler im Saarland, meiner Heimat, die Macht übernahm."
Bericht vom 12.01.2012: Für den amerikanischen Zenmeister Bernard Glassman ist Auschwitz der größte Lehrmeister. Seit 15 Jahren führt er Menschen aus aller Welt - unter ihnen die Kinder und Enkelkinder der Opfer ebenso wie die der Täter - in Auschwitz zusammen, um Zeugnis abzulegen vom Leben und Sterben, vom Menschsein und der Unmenschlichkeit. Darin liegt für ihn, den Sohn osteuropäischer Juden, die Wurzel für Versöhnung und Heilung.
Bericht vom 12.01.2012: Wir haben einige zentrale und lebensbejahende Aussagen unserer Gesprächspartner wie der Musikerin Esther Bejarano, dem Maler und Leherer Yehuda Bacon, der Holocaust-Aktivistin Èva Fahidi und der Kinderpsychologin Batsheva Dagan für Sie zusammengefasst.
ganze Sendung vom 15.12.2011: Jesus aus Nazareth blieben nur drei Jahre, um seine Lehre zu verkünden. Dann wurde er wegen politischen Aufruhrs zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Doch diese Zeit genügte, um eine Glaubensgemeinschaft zu formieren, die noch 2000 Jahre später von großer Strahlkraft ist: Aktuell zählen 2,26 Milliarden Menschen zu seinen Anhängern und bilden damit die größte monotheistische Religionsgemeinschaft.
Clip vom 15.12.2011: Jesus kam mit seinen Jüngern in die Gegend von Cäsarea und fragte sie, was die Leute über den Menschensohn reden und denken würden. "Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel." (Matthäus 16, 16)
10:05:18
10:05:27 Trenner Ende
Clip vom 15.12.2011: Paulus formulierte als Erster die Theologie von der Auferstehung Christi und gibt sie als die zentrale Glaubensbotschaft weiter: "...wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich." (Korinther 15, 12-14)
Clip vom 15.12.2011: Jesus hat zwölf Männer als seine Jünger auserwählt. Er gibt ihnen Verhaltensregeln mit auf den Weg. Dabei sagt er: "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. (...)Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, ich sage euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei..." (Lukas 12, 49-53)
Clip vom 15.12.2011: Es ist Pessach-Fest in Jersusalem. Jesus steigt hinauf zum Tempel. Dort beschimpft er in aller Öffentlichkeit die Tempelaristokratie: "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler- Äußerlich scheint ihr fromm zu sein, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend. (...) Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? ... All das Blut der Gerechten, das ihr vergossen habt ... soll über euch kommen." (Matthäus 23, 33)
Bericht vom 15.12.2011: Keiner weiß, wie Jesus wirklich lebte, denn kein Zeitgenosse des Mannes aus Galiläa hat etwas über ihn aufgeschrieben. Erst Jahrzehnte später begann man mündliche Überlieferungen über den christlichen Messias schriftlich festzuhalten.
Bericht vom 15.12.2011: Judäa ist zurzeit Jesu ein von den Römern besetztes Land. Die Besatzer üben eine tolerante Besatzungspolitik aus. Juden haben das Recht, ihre autonome Verwaltung und Gerichtsbarkeit zu unterhalten. Sie sind auch von den römischen Riten entbunden. Dennoch fordern die von den Römern inthronisierten Statthalter im Namen Roms Steuern ein. Es gibt die Tempelsteuer, die Kopfsteuer, die Brückensteuer und den Wegezoll.
Bericht vom 15.12.2011: Jesus stammt aus Nazareth, einem kleinen, unbedeutenden Ort in Galiläa. Sein Name bedeutet: Gott hilft. Vermutlich erblickt er im Jahr 4 vor unserer Zeitrechnung das Licht der Welt. Wo er geboren ist, bleibt historisch unklar. Er soll vier Brüder und mindestens zwei Schwestern gehabt haben. Vermutlich sprechen sie den breiten aramäischen Dialekt Galiläas, über den man sich in Jerusalem amüsiert.
Gespräch vom 15.12.2011: Jesus aus Nazareth blieben nur drei Jahre, um seine Lehre zu verkünden. Dann wurde er wegen politischen Aufruhrs zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Doch diese Zeit genügte, um eine Glaubensgemeinschaft zu formieren, die noch 2000 Jahre später von großer Strahlkraft ist: Aktuell zählen 2,26 Milliarden Menschen zu seinen Anhängern und bilden damit die größte monotheistische Religionsgemeinschaft.
ganze Sendung vom 08.12.2011: In diesem Jahr wäre Marshall McLuhan 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass diskutiert Gert Scobel mit Lutz Hachmeister, Martina Leeker und Frank SWchirrmacher über McLuhans Medientheorie und seine Aktualität. Welche Erkenntnisse und Perspektiven können wir heute aus den visionären Schriften des amerikanischen Kultautors gewinnen?






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